Letztes Wochenende LYON – dieses Wochenende „nur“ Radebeul

24. Februar 2020 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

Von Steve Hädicke

Als Sportwart des Vereins ist es mir ein starkes Anliegen, unsere Leistungssportler so gut es geht zu unterstützen. Letztes Wochenende als Zugfraktion endlich mal TGV fahren, dieses Wochenende lediglich in die Nachbarstadt.

14. SSWE – Sächsisches Senioren Wochenende – normalerweise immer 14 Tage vor Ostern. Dieses Jahr hat der DTV zeitgleich die Deutschen Meisterschaften der Kombination nach Klein Nordende vergeben und die Durchführung der S-Klassen nicht genehmigt. Ein neuer Termin musste gefunden werden. Das Turnier wird schon lange von TC Rot-Gold Meißen geplant und durchgeführt. Nichtdestotrotz werden für solche Turnierwochenenden auch Helfer von anderen Sächsischen Vereinen benötigt, sei es als Wertungsrichter, Mann an der Musik oder eben Turnierleiter. Und so kam es, dass unser Vorsitzender Ulrich Trodler dieses Jahr der Turnierleiter für die Samstagsveranstaltung war.

Den Anfang machten Matthias Geyer und Elisa Darr, die „Neulinge“ in der Seniorenklasse sind. Was Ihnen allerdings gleich zu Beginn des Turniers auffiel, als Elisa zu Jana sprach: „Interessant, wie herzlich so ein Turnier sein kann, irgendwie hat man das Gefühl gleich geborgen zu sein. Gar nicht wie bei den Hauptgruppenpaaren, wo es einer Ellenbogen-Gesellschaft gleicht.“

Jana und Hilmar waren spontan ebenfalls angereist, um die Paare unseres Vereins zu unterstützen. Kurz nach dem Eintanzen überraschte mich ein weiteres Seniorenpaar aus dem Verein – Ehepaar Schückel. Beide ebenfalls aktive Turniertänzer, allerdings noch nicht ganz fit für den Angriff auf der Tanzfläche.

12 Paare, was bedeutet die Vorrunde findet in 2 Gruppen statt. Während heutige HGR-Turniere bei einer Zahl von 500 Startmeldungen in 2 Tagen aus dem Häuschen sind, ist es bei den Senioren ganz normal, dass die Starterzahlen Jahr für Jahr steigen.

Elisa und Matthias indes tanzten eine hervorragende Vorrunde. Während Matthias gekonnt den anderen Paaren auf der Tanzfläche ausweicht, versucht sich Elisa auf das Wegstrecken Ihres Kopfes zu konzentrieren. Was beide nicht verheimlichen konnten war Ihre pure Freude am Tanzen. Es erfüllt alle beim Zusehen mit Glückseligkeit, wenn man sehen kann, dass Tanzen kein Kampf ist, sondern Spaß machen kann. Zurecht durften sich Matthias und Elisa über den Einzug in die nächste Zwischenrunde mit 8 Paaren freuen und noch einmal Ihr Können unter Beweis stellen. Sie glänzten und strahlten im Wirklichen Sinn weiterhin. Das Sie im Finale stehen würden war offensichtlich. Jetzt kam es nur darauf an, welche Platzierung sie erreichen. Auch im Finale gaben neben den anfeuernden Vereinskameraden auch die Beiden alles und wurden schlussendlich mit der Silbermedaille belohnt. Elisa konnte kaum Ihre Freude fassen und war beschäftigt Ihre Freudentränen ohne Schminkausrutscher weg zu tupfen.

Anschließend sollte es mit dem Doktorenehepaar Barths und dem Ehepaar Klein in den Senioren III B an den Start gehen. Hier standen 20 Paare auf der Startliste. Leider war nach dem ersten Tanz für Andreas und Kriemhild leider direkt schon Schluss. Er war beim Ersten Schritt ausgerutscht und hatte sich vermutlich eine Aduktorenzerrung zugezogen. Leider muss man sagen, die Beiden trainieren wirklich viel und ehrgeizig. Nun ja, Wir wünschen natürlich schnelle Genesung! D.h. natürlich für den Rest alle Augen auf Mario und Catharina. Die Beiden, die mir verrieten, dass Sie jetzt schon mind. 3 wenn nicht sogar 4 mal die Woche zum Training in die Vereinsräume kamen, waren Top motiviert und wollten endlich nach längerer Turnierpause mal wieder angreifen. Im Langsamer Walzer noch etwas nervös, gelangten Sie mit jedem Tanz mehr Sicherheit und Zuversicht. Auch die schwierige Slowfox – Seite klappte auf Anhieb und war auch im Takt. Gespanntes Warten auf die nächste Rundenauslosung. Dann die Ernüchterung, es hatte nicht gereicht. Obwohl beide Ihr Ziel erreicht hatten und auch während des Tanzen ein persönlich gutes Gefühl hatten, konnten oder wollten Sie das Ergebnis nicht akzeptieren. Jedoch stand die Frage im Raum, lohnt es sich da überhaupt in der Senioren II an den Start zu gehen?! – Mit vereinten Kräften redeten wir Teamkameraden Ihnen zu und versuchten die Beiden davon zu überzeugen, dass Turnier nicht abzusagen, und es als Chance für die Turnier-Routine zu nehmen. Per What’s App Nachricht auch von unserer Standardtrainerin Jenny Müller versuchten wir mit allen Mitteln sie zum Tanzen zu überreden. Gesagt, getan, Mario und Catharina tanzten die Senioren II. Diesmal standen nur 16 Paare auf der Startliste, was dem Veranstalter kein Abbruch tat, die Vorrunde trotzdem in 3 Gruppen durchzuführen. Durch Ihre lockere Einstellungen jetzt in der jüngeren Leistungsklasse nun nichts mehr reißen zu können, tanzten Sie locker flockig Ihre 5 Tänze. Danach wieder gebanntes Warten bis zur neuen Rundenauslosung. Dann die Enttäuschung, obwohl sich Beide so wohl und auch gut in Ihrem Tanzen gefühlt haben, war es im Endeffekt nur der Platz für den Sieger der Herzen.

Ich kann als aktiver Tänzer diese Gefühl absolut nachvollziehen und redete den Beiden zu, nicht das Ergebnis mit zu nehmen, sondern vielmehr das Gute Gefühl zu speichern. Wir schauten uns gemeinsam noch Ihr Finale an und wetteten wie die Wertungsrichter die Platzierungen auf die 6 Paare verteilen würde. Schlussendlich war an diesem Samstag bloß eine Medaille für unseren Verein dabei, trotzdem war ich mit Stolz gefüllter Brust auf dem Heimweg, weil ich für erkannt habe, dass sich unsere Seniorenpaare gegenseitig unterstützen und auch unsere Neulinge in der Altersklasse angekommen waren. Danke, dass ich dabei sein durfte. Ich hoffe die Impressionen der wenigen Bilder können dieses Gefühl an die Anderen überspielen. #GoExcelsior

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