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GOC 2018

17. August 2018 in Allgemein

Zu den diesjährigen German Open Championships, welche letzte Woche (7.-11.8) in Stuttgart stattfanden, haben sich drei Paare unseres Vereins auf den Weg gemacht. Den Anfang machten Moritz Büttner und Emily Matthies am vergangenen Dienstag  im Weltranglistenturnier der Jugend Standard (144 Paare). Hier schlugen sich die beiden wacker im sehr starken internationalen Feld und belegten Platz 131.

Cornelia Buettner's portrait.

Foto: Cornelia Büttner

Am Mittwoch stellten sich Moritz und Emily dann der internationalen Konkurrenz im Lateinturnier der Jugend (174 Paare). Auch hier konnten sie zwölf Paare hinter sich lassen und ertanzten sich den 161–162. Platz. Ebenfalls ins Turniergeschehen stiegen unsere doppelten Deutschen Meister Erik Heyden und Julia Luckow mit ein, welche im Turnier der Senioren I Standard (105 Paare) an den Start gingen. Hier verpassten sie leider den Einzug in die 24er Runde und belegten den Anschlussplatz 26-28.

TSC Excelsior Dresden e.V.'s portrait.

Foto: Cornelia Büttner

Der Donnerstag gehörte Hilmar und Jana Schröter, welche sich ebenfalls im internationalen Feld beweisen wollten, nämlich im WDSF Open Turnier der Senioren II Latein (76 Paare). Dabei ließen sie 6 Paare hinter sich und kamen auf den geteilten 69./70. Platz.

Foto: Hilmar Schröter

Am Freitag dann starteten Moritz und Emily im Turnier der Hauptgruppe B Standard (20 Paare). Hier zogen sie in das Finale ein und tanzten sich auf das Siegertreppchen, wo sie die Silbermedaille für den 2. Platz entgegen nehmen durften. 🥈🎉.

Foto: Camilla Kroggel

Am Samstag und damit letzten Tag der GOC gingen Moritz und Emily zum vierten Mal an den Start und maßen sich erneut mit der internationalen Konkurrenz im Turnier der Jugend Kombination (69 Paare!). Dabei ließen Sie 8 Paare hinter sich und erreichten Platz 61. Der krönende Höhepunkt des Tages war das Weltranglistenturnier der Senioren I Latein (55 Paare). Hier traten Erik und Julia als amtierende Deutsche Meister zusammen mit den nationalen und internationalen Toppaaren an. Als einziges Paar ohne Sternchen mussten sie von der ersten Runde an tanzen und zogen mit einer super Leistung in das Finale ein, wo sie sich den 5. Platz ertanzten. Dabei ließen sie diesmal u.a. ihre „Vorgänger“ und langjährigen deutschen Meister der Senioren Latein Andreas Hoffmann und Isabell Krüger hinter sich! Mit diesem tollen Ergebnis ziehen die beiden in die Top 10 der Weltrangliste ein und sind bestens gewappnet für die anstehenden Weltmeisterschaften im Oktober in Miami.

TSC Excelsior Dresden e.V.'s portrait.

Foto: Camilla Kroggel

Wir gratulieren allen unseren Paaren ganz herzlich zu ihren erbrachten Leistungen und ertanzten Ergebnissen.

Erste Trainingswoche im neuen Vereinsheim

4. August 2018 in Allgemein

Nachdem am vergangenen Wochenende die letzten Gegenstände aus unserem alten Vereinsheim auf der Breitscheidstraße 78 in unser neues Zuhause auf der Saydaer Straße 6 gebracht wurden, konnte nun diesen Montag das Training in unseren neuen Sälen beginnen. Anbei sind dazu einige Impressionen aus unserem neuen Vereinsheim.

 

Trinken bei der Wärme ist wichtig 😉

 

Es gab am Montag auch Einweihungskuchen, vielen Dank an Simon 🙂

Erste Ballettstunde am Montag

Auch die Dienstags-Breitensportgruppe testet das neue Parkett

Mittwochs durften die InsTanztänzer zum ersten Mal auf den neuen Tanzboden

Die Lateiner durften am Montag als erstes das neue Parkett einweihen

Große Freude über den neuen Saal

Am Dienstag durften die Standarten zum ersten mal über das neue Parkett schleifen (Es war Slow Fox dran 😉

Am Dienstag gab es Ballett zum Zweiten und JMD Solo

Umzug ins neue Vereinsheim

27. Juli 2018 in Allgemein

Lange hat es gedauert, aber nun endlich können wir es verkünden: Der TSC Excelsior zieht um in sein neues Vereinsheim! An diesem Wochenende finden die finalen Ausräumarbeiten statt, bevor am Montag den 30.7. der Trainingsbetrieb in unserem neuen zu Hause stattfinden kann. Die letzten Monate wurde viel Energie, Zeit und Arbeit in den Ausbau unseres neuen Vereinsheimes auf der Saydaer Straße 6 gesteckt. Eine umfangreiche Berichterstattung wird demnächst erfolgen. Wir freuen uns, alle Mitglieder, Neuankömmlinge und Besucher ab nächster Woche in unserer neuen Trainingsstätte begrüßen zu dürfen.

danceComp 2018 & Wertungsrichter C Ausbildung

17. Juli 2018 in Allgemein

Am ersten Juliwochenende fand in der historischen Stadthalle Wuppertal die danceComp statt. Mit dabei waren einige Paare aus unserem Verein. Einen wahren Tanzmarathon absolvierte Camilla Kroggel. Neben dem fachlichen Teil der Wertungsrichter C Ausbildung in Dresden machte sie am Samstag den 7.7. einen „kurzen Abstecher“ nach Wuppertal, um mit ihrem Tanzpartner Daniel Sieber das dortige Turnier der Hauptgruppe II A Latein (20 Paare) zu tanzen. Aber es hat sich gelohnt! Die beiden nahmen den Sieg mit nach Hause 🎉🎉🥇.

TSC Excelsior Dresden e.V.'s portrait.

Ebenfalls an den Start gingen in diesem Turnier Eric und Lissy Tille, welche im Semifinale Platz 11 belegten. Auch in den beiden Turnieren der Hauptgruppe II A Standard erreichten die beiden das Semifinale.

Unsere doppelten Deutschen Meister Erik Heyden und Julia Luckow starteten schon am Freitag den 6.7. im Weltranglistenturnier der Senioren I Latein (41 Paare). Souverän erreichten sie dort das Finale und den 6. Platz.

Am Sonntag bestritten sie dann gemeinsam mit Alexander Barthel und Annett Neumann das Weltranglistenturnier der Senioren I (87 Paare). Zweitere verpassten leider sehr knapp die 48er Runde und belegten den undankbaren Anschlussplatz 49-51. Erik und Julia tanzten bis in die 24er Runde, wo sie Platz 19 erreichten.

Die heimische Fangemeinde zusammen mit vielen Teilnehmern der Wertungsrichter C Ausbildung hätten sich sehr über ein Weiterkommen gefreut, da sie sich zum Public Viewing im mitStil trafen. Dort genoßen sie unter der hervorragenden Bewirtung durch Phil und sein Team bis in die späten Abendstunden Speisen, Getränke und hochklassiges Tanzen auf der großen Leinwand.

TSC Excelsior Dresden e.V.'s portrait.

Zum Abschluss sei noch ein Turnierergebnis erwähnt. Obwohl durch seinen Wegzug nach Köln nun nicht mehr für uns startetend, gratulieren wir natürlich trotzdem Christoph Hanisch mit seiner neuen Tanzpartnerin Jacqueline zum Turniersieg in der Hauptgruppe II B Latein 🎉🥇.

Summer Dance Festival & Deutschland Cup A Latein

11. Juni 2018 in Allgemein, Ergebnisse

Auf den Weg in die Bundeshauptstadt haben sich an diesem Wochenende unsere beiden Top Jugendpaare begeben. Hier fand in der Max-Schmeling-Halle das Summer Dance Festival statt. Neben zahlreichen offenen Turnieren in allen Kinder- und Jugendklassen finden hier auch traditionsgemäß Weltranglistenturniere der Junioren und Jugend statt.

Moritz Büttner und Emily Matthies starteten an beiden Tagen in der Jugend B Standard (19 bzw. 13 Paare) und tanzten sich beide Male ins Finale und auf das Siegertrepchen, wo sie jeweils die Silbermedaille in Empfang nehmen durften. Im Ranglistenturnier der Jugend A Latein (66 Paare) konnten die beiden 10 Paare hinter sich lassen und kamen auf Platz 56-58.

Simon Parascandola und Gina Friedrich starteten ebenfalls an beiden Tagen in der Jugend B Klasse, hier aber im Lateinbereich (24 bzw. 22 Paare). Während sie am Samstag noch knapp das Finale verpassten und den Anschlussplatz 7 belegten, legten die beiden Sonntag nochmal zu und erreichten das Finale. Hier unterlagen sie knapp im Skating und holten sich den 6. Platz.

Einen etwas weiteren Weg zum Turnier hatten Daniel Sieber und Camilla Kroggel. Sie fuhren nach Darmstadt, wo sie unsere Vereinsfarben beim Deutschland Cup der Hauptgruppe A Latein (67 Paare) vertraten. Im hart umkämpften Feld der „2. Bundesliga“ holten sich die beiden in ihrem erst zweiten Turnier den 57. Platz

Wir gratulieren allen Paaren ganz herzlich zu ihren Leistungen und Ergebnissen.

Believe in Steve – 99Funken haben gezündet

29. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Manch einer kennt vielleicht den im Titel genannten Song von Bodo Wartke aus seinem Programm „Swingende Notwendigkeit“.
Auch der TSC Excelsior Dresden hatte „Zwingende Notwendigkeit“, als die Mitgliederversammlung im Februar 2018 unseren Steve (Hädicke) als Pressewart neu in den Vorstand wählte. Ich habe ihn sofort als Erstlingswerk im Ehrenamt mit einem Projekt auf der Crowdfunding-Plattform 99Funken betraut. Ganz schön überfallen habe ich ihn, wird er mir später sagen. Ich bin dankbar, dass mein „Überfall“ gelingt und schon nach wenigen Tagen Findungszeit mit Hilfe unseres Schriftführers Tom Henschel eine Projektidee steht.

Ein motivierter Pressewart hinter der Idee verblüffte den Vorstand mit folgender Aussage: „Das Projekt kann gar nicht schiefgehen. Zuerst gewinnen wir 1.000 € beim Stimmencontest zum Projekt des Monats. Und wenn zur Fundingschwelle von 3.000 € wirklich noch etwas fehlt, zahlt meine Oma den fehlenden Betrag.“

Oh je, wenn die betroffene ältere Dame dann bis zu 2.990 € Ihrer Rente abgeben muss, habe ich für einen kleinen Moment gedacht.
55 Tage und 5.200 € später wissen wir: Steve hat Wort gehalten. Und seine Großmutter hat keinen Cent ihres Ersparten dabei eingebüßt. Den Stimmen-Contest haben wir tatsächlich gewonnen. Das war nichts für schwache Nerven. Aber das Ergebnis zählt: Der Boden ist unser Freund ist Projekt des Monats April 2018.

Etwa 50 Unterstützer haben dazu beigetragen, dass der neue Boden nun hoffentlich bald unser Freund ist. Dafür möchte ich im Namen des Vereins jedem einzelnen Unterstützer ganz herzlich DANKE sagen.

Einer Unterstützerin möchte ich ganz besonders danken: Evi Ehrlich von den Folktänzern. Denn die Evi, dass muss ich so ehrlich sagen, hat mir erst den nötigen Mut gemacht, dass sich ein Crowdfunding für unser Vereins-Umzugs-Projekt wirklich lohnen kann. Und sich dafür eingesetzt, dass die Sparkasse als Partner unseres Projektes noch mit einer kleinen Extra-Spritze dabei ist.

Zum Schluss des Projekts heißt es für alle Empfänger der ausgelobten Prämien wie Schlüsselanhänger mit Tanzboden, Autogrammkarten, Sympathien des Vereins und VIP-Tickets für das Saisonfinale: Believe in …., dass die Artikel zeitnah ankommen.

Denn unser Pressewart wird jetzt die Anfertigung und Auslieferung organisieren. 

DTV Rangliste Göttingen

28. Mai 2018 in Allgemein, Ergebnisse

An diesem Samstag fand im Rahmen der Niedersächsischen Landesmeisterschaften in der Sparkassen-Arena in Göttingen das nächste Ranglistenturnier der Senioren in den Standardtänzen statt. Hier haben sich unsere drei Paare der Sonderklasse auf den Weg gemacht, um sich gemeinsam mit der nationalen Konkurrenz zu messen. Insgesamt namen 31 Paare an dem Turnier teil.

Team Excelsior

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle drei Paare zogen zunächst in die 24er Runde ein. Hier belegten Alexander Barthel und Annett Neumann den 20. Platz. Weiter ging es für die anderen vier mit dem Semifinale. In diesem erreichten Lars Kretzschmar und Pia Hentschel Platz 12. In das Finale zogen Erik Heyden und Julia Luckow ein, tanzten sich auf das Treppchen und nahmen hinter den Ranglistenersten den Silberpokal in Empfang.

 

Wir gratulieren allen drei Paaren ganz herzlich zu ihren erbrachten Leistungen und ihren Ergebnissen.

Ballabend in Bennewitz

25. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Gern haben wir unseren Urlaub für das wunderschöne Ballturnier in Bennewitz unterbrochen. Schon seit langer Zeit sind wir mit den Organisatoren Jana und Hilmar Schröter sehr freundschaftlich verbunden. Beide haben uns schon oft aus kleinen Tiefpunkten bei Turnieren aufgebaut. Ihre mentale Hilfe hat uns vorangetrieben und zu besseren Ergebnissen geführt. In Bennewitz dann in zwei Turnieren zu starten, war für uns selbstverständlich. Wir wissen wie schwer es ist, einen Ball zu organisieren und mit gutem Tanz zum Leben zu erfüllen. Daher war natürlich auch bei uns die Freude groß, dass wir bei den SEN II den 2. Platz und bei den SEN III den 3. Platz belegen konnten. Der schöne Pokal aus der Abendveranstaltung hat bei uns zu Hause einen würdigen Platz gefunden. Vielen Dank auch für die sehr nette Turnierauswertung (so etwas kommt für uns sehr selten vor) von Julia Luckow. Aber  Jana und Hilmar haben nicht nur den Ball organisiert. Beide konnten sich ebenfalls für die Abendveranstaltung bei den SEN II A Latein qualifizieren. Dort sind sie nur knapp am Treppchen bei ihrem Ballturnier vorbeischrammt – aber ein 4. Platz ist in ihrer jungen Geschichte der SEN II A Latein auch eine sehr gute Leistung. Insgesamt waren drei Paare vom Club am Start. Andreas und Kriemhild düsten aus Braunlage mit einem 5. Platz im Gepäck nach Bennewitz. Und auch hier konnten sich beide in der Endrunde auf den 5. Platz tanzen. Neben der schönen Atmosphäre beim Ball und im Turnier waren die Ergebnisse für den TSC Excelsior im Turnier auch ein gute Leistung. Dank an alle, die dieses Event zum Erfolg geführt haben.

Frank & Sabine ganz rechts, Andreas & Kriemhild 3. Paar von links               Foto: Trodler

 

Döbeln und der Fluch des dritten Ligaturniers

14. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Jedes dritte Turnier einer Ligasaison war bisher für alle Excelsior JMD-Mannschaften sportlich in der Kategorie „Dämpfer“ einzuordnen.
2016 in Jena fiel Instanz auf den dritten Platz zurück.
2017 in Wilsdruff ging es auf Platz fünf runter.
2018 in Bernburg mussten die Mädels von NeustArt gleich als erste Mannschaft bei der Siegerehrung ausrücken.
Vorweg genommen: Nein, InsTanz hat in Döbeln diesen Fluch leider nicht beenden können.
Vielleicht hilft das klare Aufschreiben dieser Serie dabei, dass im Jahr 2019 der „Fluch“ gebrochen wird und die Mission Erfolgsgeschichte drittes Ligaturnier beginnt.

In gewisser Weise verlief das Wochenende in Döbeln emotional ähnlich wie Bernburg. Nur diesmal in umgekehrter Reihenfolge.
NeustArt hat das Ergebnis von Bernburg hervorragend aufgearbeitet. Die Köpfe der Tänzerinnen waren frei, um sich leidenschaftlich von ihrer ersten Liga-Choreografie zu verabschieden. Und das hoffentlich zweimal tun zu dürfen.
Da es in der Jugendverbandsliga ein „Vorderfeld“ mit 4 Mannschaften und „Hinterfeld“ mit praktisch 7 gleichstarken Mannschaften gibt, liegen in dieser Liga immer rechnerische Kuriositäten in der Luft.
Diesmal hatten in der Vorrunde aller 11 Formationen nur 5 Formationen die erforderlichen 3 Kreuze ertanzt. Da aber mindestens die Hälfte – also sechs Formationen – in die nächste Runde kommen müssen, mussten in dem Fall auch alle Formationen mit zwei Kreuzen weiterkommen. Und das waren weitere 5.
Bei der Zwischenrunde mit 10 Formationen ergab sich das gleiche Ergebnis noch einmal. Gott sei Dank ist 5 die Hälfte von 10 und es konnte ins Finale gehen.

Dass NeustArt genau diesen fünften Platz im Finale einnehmen konnte, hatte zwei wunderbare Nebeneffekte:
1. Dieser Platz ist für NeustArt genau so traumhaft schön, wie das Bernburg-Ergebnis für InsTanz.
2. Zum Saisonabschluss durften die Mädels ihre Choreografie sogar dreimal tanzen.
In der Fachsprache heißt so etwas: Happy End.

Ein Esotheriker könnte meinen: Damit hatte der TSC Excelsior seine Portion Glück von Döbeln wohl ausgeschöpft.
OK vielleicht, aber bei Licht betrachtet: Der Erfolg von Bernburg hatte definitiv Tücken:
1. Man gewöhnt sich so schnell ans „Gewinnen“.
2. Man bekommt von seiner Umwelt ein tonnenschweres Etikett umgehängt, wo das Unwort „Favorit“ draufsteht.

Die Tänze von Instanz waren technisch hervorragend. Aber eben emotional nicht so frei wie in Bernburg. Die geistige Bürde des Favoriten konnte die Mannschaft scheinbar nicht abstreifen. Das Momentum hatten diesmal andere Formationen auf ihrer Seite. 

Als feststand, dass InsTanz diesmal nicht gewinnen wird, passierte etwas Erdendes. Bei Sportlern und Fans gleichermaßen.
Jetzt, wo man sich eigentlich leidenschaftlich gegenseitig für Silber drücken müsste, sickert einfach unbarmherzig die Enttäuschung über das verpasste Gold in jede Ritze. Und produziert viele schweigende in sich gekehrte Menschen. Dann braucht es Menschen wie Nadja, die sich schnell „aufrappeln“ und die Situation umlenken: „Mein Gott, bei der Stimmung könnte man denken, wir sind Letzter geworden. Wir sind aber Zweiter geworden, mit zwei Einsen drin!! Das können wir feiern.“

Wie wahr, denn so eine schöne Saison wie diese hat Instanz noch nie getanzt. Und das Thema Favorit sind wir nun Gott sei Dank los.
Nun ist es an uns, das Saisonfinale perfekt vorzubereiten. Auf allen Ebenen, denn es ist unser Heimturnier ist. Ich freue mich drauf.

Excelsior macht den Bus voll

2. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Dieses Erfolgserlebnis hatten wir seit 10 Jahren nicht mehr:
Ein Reisebus mit knapp 50 Plätzen nur mit Mitgliedern unseres Vereins besetzt geht auf Reisen. Zuletzt war das bei der WM 10 Tänze 2008 in Berlin der Fall. Diesmal war das JMD-Turnier in Bernburg unser Ziel.

Auf diesen Tag habe ich mich besonders lange vorher gefreut.
Weil unsere beiden JMD-Formationen zum ersten Mal gemeinsam ein Turnier bestreiten. Weil wir die Turnierleitung stellen durften. Weil wir mit einer Fanpower vor Ort rechnen konnten, die Heimturnierstärke erreicht.
Die Anreise zu einem JMD-Turnier verläuft für gewöhnlich sehr ruhig. Zu früh das Aufstehen und zu hoch das Restschlafbedürfnis der Mitfahrer. Diesmal sollte es noch unruhig werden. Die Sporthalle am Eichenweg in Bernburg hat sich leidenschaftlich gegen unsere Anreise gewehrt. Nachdem wir 8:58 Uhr Ortszeit die Autobahn verlassen hatten, war laut Navi klar, dass wir spätestens 9:10 Uhr am Ort sein müssten.

Pustekuchen. Wir hatten die falsche Halle im Navi drin. Die richtige war zwar nur 2 Kilometer entfernt, aber durch Baustellen vor potenziellen Besuchern gut „geschützt“. Zwei Fehlversuche später in Sackgassen, die mit dem Schild „keine Wendemöglichkeit für LKW“ garniert waren, hatten die mobilen Endgeräte im Bus nun überwiegend die App von Google-Maps auf dem Display.
Und ich habe zwei Dinge über unseren besten Mann vorne links gelernt:
1. Man kann Roberts Puls in die Höhe treiben: Nicht nur, wenn man unbefugt während der Fahrt durch den Bus läuft oder alkoholische Getränke verkleckert…
… sondern auch, wenn man seinen Bus mit PKW-tauglichen Navigationshinweisen in die Gartensiedlung lotsen möchte.
2. Seine demnächst zu absolvierende Meisterprüfung kann kommen: Er kann einen Bus wenden, auch wenn es keine Wendemöglichkeit gibt. So dass selbst seine Bus-erfahrene Ehefrau Franzi lobend nachfragte: Das hast Du wirklich gesehen, dass Du hier rumkommst?
Er hat es gefühlt, dass da noch maximal 2 Millimeter Luft zwischen Bordsteinkante und Reifen gewesen sein müssen.

Um 9:58 Uhr war die Stadtrundfahrt durch Bernburg-Süd beendet und erleichterte Tänzer konnten aussteigen.

Die Halle in Bernburg ist raumtechnisch besonders. Vermutlich nirgendwo anders sind die Zuschauer so nah an den Tänzern dran. Das hat Vorteile, wenn die Emotionen zwischen Publikum und Tänzern ungehindert fließen können. Jedoch Nachteile, wenn Unruhe in der Halle herrscht. Das Publikum in Bernburg war glücklicherweise besonders diszipliniert.
Den Mädels von NeustArt hat das leider nichts genutzt. Die guten Noten im Wertungsgebiet Technik machen Hoffnung. Aber insgesamt reichte es nicht, um noch einmal in der Zwischenrunde tanzen zu dürfen.

Für den Moment waren die Tänzerinnen am Boden zerstört. Aber nach dem Prinzip – Einer für alle, alle für einen – war das ein zusätzlicher Schub für den Auftritt von InsTanz. Weil die Fans noch einmal zulegten. Weil Phil und seine Mädels eine zusätzliche Motivationsspritze hatten, die eigene „Jugendbrigade“ mit einem richtig guten Auftritt zu trösten. Nadja hat bei der Auslosung die „Superzahl“ 1 gezogen. Ein Turnier zu eröffnen, ist für keine Formation ein Traumlos. Instanz hat das souverän gelöst.

Im Finale konnte die Dramaturgie perfekter nicht sein: Vorletzter Startplatz, die Mitbewerber ums Podest waren alle vorher dran, die Stimmung war prächtig.
Weil ich mehrfach danach gefragt wurde: Ja, es stimmt. Ich hatte die qualifizierten Formationen der Oberliga für das große Finale nicht chronologisch bekannt gegeben. Das steigert den Nervenkitzel. Deshalb baten mich manche Tänzerinnen auch ganz herzlich: „Uli, das machst du bitte nie wieder.“
Das kann ich so leider nicht versprechen. Weil es einfach zu verlockend schön ist, dabei zuzusehen, wie befreit manche Menschen tanzen, wenn der Steinbruch vom Herzen gefallen ist. Weil es mit der Qualifikation fürs große Finale doch noch geklappt hat.
Der Finalauftritt von InsTanz war mein persönlicher „Tanz des Turniertages“ insgesamt. Vielleicht der schönste Auftritt unserer Formation überhaupt. Aus der Turnierleiterperspektive war es berührend zu sehen, dass nicht nur die eigenen Fans in den Bann gezogen wurden, sondern die Zuschauer vieler Formationen. Die Wertung war die beste, die InsTanz jemals hatte: 11112.

Hier fließt die Energie zum Publikum: Siegerauftritt von InsTanz

Nach dem Turnier begann das Feiern. Mega-Maine und Ihre Kampfgreifvögel bildeten ein mobiles Spalier, welches die vom Kaufland-Parkplatz abreisenden PKW-Besatzungen mit einer La-Ola-Welle verabschiedeten. Später kamen die Papp-Siegerkronen eines einschlägig bekannten Burger-Restaurants zum Zuge. Welches wir heimsuchten, weil unsere Stadtrundfahrt am frühen Morgen die Schichtpause unseres Busfahrers verlängert hatte. So dass wir genügend Zeit für eine Bernburg-Süd-Wohngebiets-After-Show-Party hatten. Die im Bus mit DJ Phil nahtlos weiterging. Schließlich hatte unser Bus insgesamt drei Einsen in der Endplatzierung gewonnen. Und zum Schluss haben die Mädels von NeustArt tatsächlich einen Wettbewerb ganz allein für sich entschieden: Wer kann den Abschieds-Teamspruch lauter.

So eine Busfahrt die ist schön. Sie darf gerne wiederkommen. Hoffentlich mit Robert Stolzenbach im Cockpit: Wir haben ihm zum Dank letzten Samstag die höchste Auszeichnung des Vereins verliehen: Die Excelsior-Ehrenbusfahrer-Tasse. Denn eigentlich haben Robert & Franzi gerade andere Prioritäten. Aber so kam die kleine Valentina im Alter von einem Monat in den Genuss Ihrer ersten Busreise.

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