Der Fluch ist vertanzt

4. Mai 2019 in Allgemein

Auch wenn es an diesem Tag niemand vorher laut ausgesprochen hat.
Es haben einige leise in ihren Hinterköpfen gedacht: InsTanz und der Fluch des dritten Ligaturniers.
Bei „bestem“ Schneematsch-Mai-Winterwetter kam ich ziemlich durchnässt an der Halle an, wo das Turnier im Vorjahr stattgefunden hatte. Nur, dass dort niemand war. Ein Glück: Die „richtige“ Halle war nur vier Kilometer entfernt, die Stellprobe rechtzeitig erreicht.

Nach der Stellprobe traf ich auf eine Mannschaft, deren emotionale Wetterlage das ganze Gegenteil war: Sommer, Sonne, Party…

Dass Jojo für die Vorrunde Startplatz eins gezogen hatte, konnte die Stimmung nicht im geringsten eintrüben. Es war schon fast eine Portion Übermut unter den Tänzern. Beim Mannschaftskreis flossen erstmals keine Tränen, viele lachende Gesichter.
Ein gutes Omen?

Ein Paradoxon ist: Bei geerdeter nachdenklicher Stimmung fließen die Emotionen besser als bei Euphorie. So kam es: Technisch grandios, aber wegen der Hochstimmung fehlten die Emotionen.

Die Ansprache von Annika vor dem großen Finale verdient einfach nur das Prädikat: Wow, was für passende Worte!
Danach kamen sie wieder beim Mannschaftskreis: Die Tränen, welche die Mannschaft in diesem Jahr so zusammenschweißt und emotional so wunderbar tanzen lässt. Für mein Gefühl kam dann der beste Durchgang von InsTanz, den die Mannschaft je tanzte. Während des Tanzes mit Tränen bei Mannschaftsmitgliedern und auch bei mir. Wie die Wertungsrichter das Ergebnis einschätzen würden, war für mich nach diesem Erlebnis offen gestanden ziemlich zweitrangig. Da diese es mit dem Prädikat 11121 taten, schrie Jojo seine Erleichterung heraus mit den Worten: „Der Fluch ist besiegt“.
Nein, InsTanz hat den Fluch erfolgreich vertanzt. Als Dankeschön dafür wurde Annika von ihren Schützlingen kurzerhand zum Hochleben in die Luft befördert.
Mit einem Augenzwinkern: Gute Übung, denn ab der 2. Bundesliga sind ja Hebungen erlaubt, an denen mehr als zwei Tänzer beteiligt sind.

Tanzen mit Tränen, vielen Dank an Enrico Tschöpel für das tolle Foto


Falls Ihnen als Leser die Artikel zu den JMD-Ligaturnieren in diesem Jahr in ihrer Darstellung zu tränenreich erscheinen:
Erstens: Haben die Tänzer alle eine leidenschaftliche Freude an dem was sie tun.

Zweitens: Habe ich gelernt, dass Tränen in dieser Sportart dem Erfolg absolut dienlich sein können.

Drittens: Haben Sie am 01.06.2019 in Dresden letztmalig die Chance, die Mannschaft mit diesem Tanz & Teamgefühl live zu sehen.

Viele Tränen sind dabei gewiss: Weil es die Abschiedsvorstellung sein wird. Von einer Choreografie, welche die Tänzer nicht nur mit der Kraft ihres Verstandes tanzen, sondern mit dem Herzen ausleben.

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