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Durchmarsch eines neuen Familienmitglieds

12. Juni 2016 in Allgemein, Artikel

Als es Phil Schwarick zum Schluss mit Hilfe des Beisitzers Markus Ziebell gelang, der Turnierleiterin Stefanie Müller-Heise das Mikrofon kurz zu entreißen, konnte er den Schlusspunkt unter eine schöne Verbandsliga-Saison 2016 setzen. Seine Dankesworte zur herzlichen Aufnahme von InsTanz und zur Arbeit der Funktionäre wurden von zahlreichen Turnierteilnehmern mit anerkennender Rührung entgegengenommen. Wobei vor lauter Aufstiegs-Freude & Heiterkeit einige InsTanz-Kolleginnen seine Worte glatt verpasst hatten.
Das Turnier am 11.06.2016 im Sportkomplex Jena-Lobeda brachte die Entscheidungen in der Regionalliga und Verbandsliga 2 Südost.
Dabei gab es zwei Siegervereine: Citydance aus Saalfeld und den TSC Excelsior Dresden.

Die Geschichte der Formation Citydance vom gleichnamigen Verein in der Regionalliga gehört zu den schönen, die nur der Sport schreibt. Es sollte ein Ansporn für unser danach folgendes Turnier sein. Die Formation hatte drei Turniere lang ihre neue klassische und bühnentaugliche Choreografie versucht. Anspruchsvolle Tanzkunst, aber auch schwere Kost für einen Formationswettbewerb. Die Vereinschefin Annett Ortwig gab zu: „Da haben wir Lehrgeld bezahlt.“ Für das letzte Turnier holte die akut abstiegsgefährdete Formation eine mehrere Jahre alte Choreografie samt der Kostüme wieder hervor, brachte diese den neueren Formationsmitgliedern eilig bei.
Das Ergebnis war sehenswert, schöne Musik leidenschaftlich vertanzt, Publikum und Wertungsrichter überzeugt. Platz 4 gewonnen und damit auf den 8. Platz vor dem Abstieg gerettet.

Dass die zweite Formation des Saalfelder Vereins Justify als souveräner Tabellenführer in „unserer“ Liga aufsteigen würde, war sicher. Annett Ortwig machte aus ihrer Sympathie keinen Hehl: „Es wäre schön, wenn InsTanz mit uns aufsteigen würde.“ Ergo hatten wir mit Justify und Fuse aus Jena zwei Formationen, die uns mental und lautstark unterstützt haben. Der Fanblock aus Dresden war gegenüber dem letzten Mal an gleicher Stelle deutlich gewachsen.

Auch die beiden Formationen aus Könnern Vis a Vis und Viva la Dance wussten Facebook zu nutzen und hatten ihrerseits nennenswerte Fanblock-Kräfte in Jena gebündelt. So musste die Wertungsrichterin Ann-Kathrin Lange aus Gera nach „ruhigen“ Wertungsrunden in der Regionalliga feststellen, dass ihr Platz in der Verbandsliga nun im Epizentrum des Fanblock-Krachs lag. Dresden zur Rechten und Könnern zur Linken. Sie suchte sich für das große Finale einen neuen Platz, der mehr Ruhe für die Arbeit versprach.

Der Wunsch und die Marschrichtung an die Tänzer von InsTanz vor dem Turnier war: Leidenschaft und Freude am Tanzen zeigen, die Gunst des Publikums erobern. Die Wertungsrichter in Ruhe entscheiden lassen, in welcher Liga wir nächstes Jahr tanzen dürfen und das Ergebnis mit Gelassenheit akzeptieren. Unser Kapitän Mandy war mit ihren gelosten Startpositionen zweimal auf drei nicht ganz so glücklich. InsTanz musste somit in beiden Runden vorlegen. Vis a Vis hatte zunächst das Momentum auf seiner Seite. Das letzte Turnier an gleicher Stelle vor InsTanz beendet. Die Vorrunde von InsTanz am Anfang etwas nervös mit starkem Endspurt. Vis a Vis mit starker Vorrunde.
Im Finale durfte InsTanz direkt nach Justify tanzen. Beide Durchgänge waren großartig. Hoffnungen wurden wach, dass dies die Gesamtplätze eins und zwei gewesen sein könnten. Vis a Vis versuchte gegenzuhalten. Das Momentum schien nun bei InsTanz zu liegen. Egal wie es ausgeht: Die Tänzer hatten wirklich alles herausgeholt, was möglich war.

Bei der offenen Anzeige für InsTanz bekamen die Hoffnungen gleich einen Dämpfer: 52351, keine wirklich komfortable 3er-Majorität. Das Vis a Vis ebenso eine 3er Majorität erhalten wird, war da zwar abzusehen, aber auch beim letzten Mal entschied die Qualität dieser Majorität über die beiden Treppchenplätze.
Nach der vorletzten offenen Wertung: 36512 – Enttäuschung in Könnern: Mission Wiederaufstieg nicht geglückt. Unbändige Freude in Dresden, Durschmarsch in die Oberliga vollendet.

Aufgrund der sehr knappen Wertung dauerte es durchaus einen Moment, ehe die Erkenntnis über den Platz so langsam in alle Köpfe sickerte und erst die Siegerehrung brachte den endgültigen „Erlösungsjubel“ bzw. das „Enttäuschungsschweigen“ bei den beiden Formationen.

Dementsprechend hatten einige Fahrgäste des Regionalexpresszuges 16535 auf der Fahrt von Leipzig nach Dresden sowohl am 16.04.2016 nach dem ersten Turnier als auch 11.06.2016 nach dem letzten Turnier Lärmbelästigungen durch freudetrunkene Sportler & Fans des TSC Excelsior Dresden zu ertragen. Wir baten um Verständnis. Die gute Nachricht für die Kunden der deutschen Bahn lautet: In den nächsten 9 Monaten verhalten wir uns ruhig und bereiten uns akribisch auf die neue Herausforderung Oberliga vor.

30.04.2016 – ein glücklicher Großsporttag: InsTanz, Erik & Julia

30. April 2016 in Artikel, Ergebnisse

Ganz persönlich hatte ich an diesem Tag schon sehr viel Glück: Der Zufall, dass mich ein „Läufer-Taxi“ von meiner eigenen Siegerehrung direkt vom Stadion des SV Wacker 90 Nordhausen nach Naunhof brachte. Als ich die Halle betrat, lief mir sehr vertraute Musik und so stürmte ich an den verdutzten Einlassdamen vorbei mit der Ansage: „Ich bin der Vereinschef, meine Formation tanzt gerade. Ich komme gleich nochmal wieder …“
Mandy hatte wie in Saalfeld bei der Vorrunde die letzte Startposition gezogen. Dadurch hatte ich überhaupt die Chance auf einen Eindruck, wie InsTanz den befreundeten PVC-Boden der Parthelandhalle beim zweiten Ligaturnier bearbeitete.
Große Überraschung dann nach der Vorrunde: Rinsgum enttäuschte und betretene Tänzer-Gesichter, selbst bei Annika keine Chance auf „Linderung“. Hatte ich Pleiten, Pech & Pannen im ersten Teil der Darbietung verpasst? Hatten die anderen Formationen vorher soviel vorgelegt?
Von Sabine Müller aus dem Excelsior-Fan-Publikum wurde ich beruhigt: Nein, alles gut, InsTanz ist im Vergleich mit den anderen Darbietungen sicherer Finalkandidat.
Als das Erreichen des großen Finales feststand, Annika eine leidenschaftliche Traineransprache hielt und Mandy wieder die letzte Startposition gezogen hatte, war die Welt von Phil & seinen Tänzerinnen wieder in Ordnung. Nur der Schlachtruf war da noch viel leiser als beim letzten Mal im Zug nach Dresden. Annika hatte vorher extra die Wertungsrichter gewarnt, dass es gleich laut werden könnte… Naja, könnte.
Es sollte noch laut werden. Das Finale war einfach grandios. Das Publikum ging hervorragend mit. Schon in Saalfeld hatte die Formation mit der letzten Startposition gewonnen.
Nach den Willen der männlichen Offiziellen wäre das in Naunhof auch so geblieben. Der DJ darf aber nicht mitwerten und mit einem männlichen Wertungsrichter ist keine Majorität zu gewinnen.
Justify hat alle weiblichen Wertungsrichter überzeugt und ist der Favoritenrolle gerecht geworden. Schon vor der offenen Anzeige für InsTanz durften sich die Kenner des „Mitrechnens“ über den zweiten Platz freuen, weil die erste „Eins“ der InsTanz-Geschichte und drei „Zweien“ offen waren.
Damit klettert InsTanz auf den zweiten Tabellenplatz, weil die anderen Mitkonkurrenten „Federn“ ließen. Möge dieser Platz Ansporn und Inspiration sein und nicht so sehr zum Nachdenken verführen, was dieser Platz für Endkonsequenzen im Ligabetreib mit sich bringt 🙂
Als die prall gefüllte Umkleidekabine dann mit vollen Sektbechern zum Feiern bereit war, hatte der Schlachtruf dann auch wieder die gewünschte Lautstärke, dass die Wände wackeln.

Nachdem sich die „InsTanz-Fahrzeuge“ mit amtlichen Kennzeichen wie z.B. WOB, SPN oder WI (die Mädels sind entsprechend heimatverbunden) wieder nach DD in Bewegung gesetzt hatten, ging der Fokus in Richtung DO wie Dortmund, genauer nach Kamen. Zur deutschen Meisterschaft über 10 Tänze.
Erik & Julia haben uns dort würdig vertreten. Auf Platz 14 sind wir stolz. Obschon wir den beiden sehr gern einen Semifinalplatz auf die Reise gewünscht haben. Leider fehlt uns dort ein Live-Berichterstatter für die Details. Phil & Annika konnten uns nicht vertreten, Naunhof war hier erster Sieger.

 

Instanz

InsTanz: Die Begrüßung eines neuen „Familienmitglieds“

17. April 2016 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

„Wir sind: Ein Team! Wir sind: InsTanz! Der Boden ist: Unser Freund!“ – Das sind die Schlagwörter für den Start in den Ligabetrieb

Am Samstag, den 16.04.2016, ging in Saalfeld der Traum einiger Menschen in Erfüllung. Ein  weißer Fleck in der tänzerischen Landkarte ist getilgt. Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat eine JMD-Formation im Ligabetrieb. Dementsprechend herzlich war die Begrüßung des neuen „JMD-Familienmitglieds“ durch den Turnierleiter Ullrich Prax, der aus dem benachbarten Wilsdruff kommt und daher ein besonderes Auge auf unsere Formation hatte.

Das erste Mal ist immer etwas ganz Besonderes: Kein Druck. Keine Ahnung zum  Leistungsniveau der anderen Formationen. Kein Rechenschieber mit der Ligatabelle. Pure Vorfreude. Die Einweihung der Formationsfahne. Frisch gebastelte Glücksbringer der Trainerin Annika Röhl für alle Formationsmitglieder. Dankesblumen der Formation für Annika. Für ihre Hingabe beim Training mit vielen Extrawochenendschichten, damit die Premiere ein Erfolg wird. Die Wahl der Mannschaftskapitänin.
Bei der letzteren demokratischen Urabstimmung war die Umkleidekabine akustisch von einem Wort erfüllt: „Menndieeh“. Mandy Düsterhöft versteht es, durch ihre humorvoll gewinnende Art mit dem unverwechselbaren Riesaer Dialekt die überwiegend weiblichen Mannschaftsmitglieder hinter sich zu bringen. Danach wurde die erste Unterschrift des „Gabbidäns“ ins Formationsbuch zelebriert.

Kurz vor dem Start gab Annika nochmal die „Keywords“ mit auf dem Weg. Bei InsTanz sind das die drei „Au‘s“: Autfit, Ausdruck, Austanzen. Wobei das erste Keyword als sächsische Übersetzung des englischen Originals nicht im Duden steht. Uli prophezeite Phil & seinen Mädels eine unverbindliche Platzierungsempfehlung: Wir fahren heute nicht ohne „Etwas“ nach Hause.

Nach der offenen Wertung (42453) mit dem „Mittelwert“ vier wussten nur wenige rechenkundige Insider, dass er Recht behalten sollte. Also schauten viele Tänzerinnen zunächst etwas betreten: Ach nö, nicht ausgerechnet der vierte Platz. Umso schöner der Jubel, als für Platz vier plötzlich eine andere Formation gerufen wurde.

Siegerehrung Saalfeld 20160416_1

Jetzt ist es amtlich: pure Freude über den dritten Platz

Siegerehrung Saalfeld 20160416

Die Formation mit Urkunde und Pokal
Mandy, Natalie, Phoebe, Phil, Lydia, Claudia, Sandy, Daria, Nadja, Saskia, Sophie, Leonie (von links)

Der Pokal für den 3. Platz ist die erste Liga-Trophäe und damit emotional für immer ein ganz besonderes Erinnerungsstück. Was demnächst in der nun einzurichtenden JMD-Vereinsvitrine Platz finden wird.

Eine aufgeregt-durchwachsene Stellprobe. Eine super Vorrunde als letzte der 10 Formationen, wo viele Mitbewerber respektvoll den „Neulingen“ zusahen. Ein Finale, wo ein klein wenig Luft nach oben war. Das lag zur feierlichen Siegerehrung alles hinter den 12 Sportlern. Die Gastgeberformation „justify“ aus Saalfeld konnte den Heimvorteil am Ende nutzen.

Das Ergebnis mit der Streuung die Einzelwertungen zeigt: In dieser Verbandsliga sind viele Teams eng beisammen. Es erwarten uns noch drei spannende Ligaturniere. Auffallend ist: Die drei Teams mit einem Herren lagen am Ende geschlossen auf den ersten Plätzen. Unser „Salz in der Formationsteamsuppe“ heißt: Phil Schwarick. An ihm, den Mädels, die er in die Lüfte heben darf und denen, die immer auf dem besten Freund – dem Boden – bleiben müssen, werden wir in Zukunft noch viel Freude haben.

50 Jahre Excelsior Dresden

14. Mai 2005 in Artikel

Einen festlichen Tanzball mit einer Fülle von Darbietungen außerhalb des Rahmens von Sportwettkämpfen findet man nicht oft. Der TSC Weiterlesen →

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