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Neue Nordeuropameister – Finalteilnehmer Deutschlandpokal JMD

11. November 2018 in Artikel, Pressemitteilungen

Dieses Wochenende war mächtig wieder was los in und ums Tanzen. Zum einen machten sich Phil und Lilly mit Ihrer Trainerin schon am frühen Freitagnachmittag auf ins über 660 km entfernte Saarlouis zum Deutschlandpokal JMD 2018 in den Solo’s wie Duo. Zum Anderen starteten am Freitag auf heimischen Boden in Dresden die Saxionan Dance Classics ausgerichtet von Tanzsportzentrum Dresden im Kongresscenter Dresden.

Los ging es am Freitag mit den WDSF Senior II Latein, wo Jana und Hilmar das zweite Mal in diesem Jahr internationale Konkurrenzluft geschnuppert haben. Leider sahen es die zehn Wertungsrichter es etwas anders und gaben Ihnen zu wenig Kreuze für das Semifinale. Somit war es nur die Platzierung der Herzen (19. Platz von 19 Paaren).
Weiter ging es mit der WDSF Senior I Standard, wo neben Erik&Julia auch Alex&Annett an den Start gingen. 36 Paare und unsere beiden Paare tanzen eine super Vorrunde, und sind direkt eine Runde weiter. Genau bei der Hälfte nämlich den 18. Platz belegten Alex&Annett, denn neben Ihrem eignem Tanzen waren Sie auch über die Platzierung zufrieden. Nun hieß es Anfeuern und ein kleiner Fanblock hatte sich bereits gebildet. Denn für Erik&Julia ging es weiter im Semifinale, wo Sie eine Gute Sohle auf‘s Parkett legten. Leider erfuhren wir erst nach der Runde, dass es für das Finale nicht reichen sollte. Sie belegten einen 9. Platz an diesem Abend. Jedoch fanden keine größeren Feierlichkeiten statt, denn es wartete noch ein anstrengendes Wochenende auf die Beiden.
Zum Samstag starteten Moritz&Emily zu der 1. WDSF Nordeuropa Meisterschaft Jugend im Rahmen der Saxionan Dance Classics im Kongresscenter. Ein stark besetztes Feld mit 16 Paaren aus 8 Nationen war ein schöner Wettkampfstart zum Samstagvormittag. Die Wertungsrichter platzierten unser Jugendpaar auf den 15. Platz.
Jedoch gab es keine lange Verschnaufpause für den angereisten Fanblock, denn direkt im Anschluss starteten die Senioren I zur Ihrer Nordeuropameisterschaft. Und hier sah das Starterfeld schon ganz anders aus, neben den Vier anderen Nationen, wie Litauen, Lettland, Finland und Dänemark, kamen die übrigen 24 Paare aus Deutschland. Unsere beiden Seniorenpaare zogen zunächst in die 24er Runde ein. Jedoch waren nicht nur der anwesende Fanclub sondern auch Alex&Annett sichtlich überrascht über den 23. Platz. Das hatten alle ein wenig anders gesehen. Kein Trübsal blasen hieß es allerdings, denn Julia&Erik überstanden diese Runde und meisterten auch das Semifinale. Diesmal hieß es Finale zum Turnier Nummer Eins an diesem Tag. Im Finale neben dem aktuellen Weltmeister der Standardsektion Fabian Wendt&Anne Steinmann, erlangten Sie den 6. Platz von 29 Paaren.

 

 

 

Nun gab es für alle ein wenig Pause. Aber nicht in Saarlouis hier kämpfte sich Lilly Dreßl von Runde zu Runde weiter. Schließlich tanzte sie mit die anderen qualifizierten Solistinnen im Bereich JMD um den Deutschlandpokal 2018. Am späten Nachmittag stand das Ergebnis fest, es war ein 7. Platz. Eine hervorragende Leistung und eine zufriedene Trainerin ließen es jedoch nicht vermeiden, dass es nur knapp am Finale vorbei ging und Schlussendlich nur an einem Kreuz fehlte. Bei den Herren im JMD sind es nicht so viele, sodass hier nur eine kleine Präsentationsrunde gezeigt wurde, bevor es direkt ins Finale ging. Phil musste sich leider mit dem 4. Platz geschlagen geben, wobei Annika als Trainerin sehr zufrieden mit der Leistung war und ebenfalls sehr stolz, sodass es bei den Dreien nach einem langen Turniertag zur Stärkung für das Duo am Sonntag noch einen Abstecher zu Goldenen Möwe gab.

 

 

 

 

 

Unterdessen versammelten sich in Dresden schon die Paare wieder für die Turniere der Abendveranstaltung. Wieder einmal machte die Jugend den Anfang. Von anfänglich 25 gemeldeten Paaren traten leider nur 19 Paare an. Trotzdem waren noch 7 Nationen von Nordeuropa vertreten. Moritz&Emily durften nur die Vorrunde tanzen und beendeten das Turnier auf dem 18. Platz.
Im Nachbarsaal, sammelten sich die Gäste im feinen Zwirn, den im Rahmen der Welttanzgala und Saxionan Dance Classics wurden die Nordeuropameisterschaften der Senioren I Latein ausgetragen. Für unseren Verein mit am Start Erik&Julia, die ja quasi einen wahren Tanzmarathon an diesem Wochenende ablegen wollten. Schon 7 Standardfinals in den Beinen hieß es nun alles geben für den Abend. Der Saal war bis auf die letzte Karte ausverkauft und Sabine&Tassilo Lax zeigten zum wiederholten Mal eine wunderbaren Ballabend mit eingebunden mit Höchstleistungssport. 16 Paare gingen an den Start somit stand es fest, es wird 3 Runden geben, wenn man auf‘s Siegertreppchen will. Neben der Familie waren auch die üblichen Verdächtigen der „Kilimandscharo-Connection“ anwesend (mehr dazu im vorherigen Artikel). Die Vorrunde noch im roten Kleid, wurde das Semifinale wie auch das Finale im „Leolook“-Kleid von Julia absolviert. Es sollte sich lohnen, denn am Ende hieß es Platz 1. für Erik Heyden und Julia Luckow. Damit nicht genug musste Julia an diesem Abend ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass Sie schnell Kleider wechseln kann. Nach der Siegerehrung hatte Sie sich schon in Ihre Abendgarderobe geschmissen, was Sabine Lax nicht sonderbar fand. Denn unsere beiden Vizeweltmeister der Kombination und nun auch Nordeuropameister Latein, wurden vom Publikum zum Liebling gewählt und durften ein weiteres Mal die Masse mit einem kleinen Ständchen begeistern. So ging auch ein langer Turniersamstag langsam mit Ballgeschehen zu Ende.

 

Sonntag, der 11.11. eigentlich Karnevalbeginn und niemand in der Tanzsportszene hat Zeit dafür. Phil und Lilly waren dank Ihrer ehrgeizigen und zielstrebigen Trainerin wieder einmal die ersten in der Stadthalle zum Erwärmen und Eintanzen für den Deutschlandpokal. Trotz eines kleinen Patzers in der Vorrunde, erreichen die Beiden doch recht sicher die nächste Runde. Das Zitat der Trainerin : „Die Steine, die vom Herzen gefallen sind, sollte man bis nach Dresden gehört haben.“ Mit diesen Worten sprach sie den fleißigen Daumendrücken in der Heimat ein kleines Dankeschön aus. Die Zwischenrunde lief deutlich besser, jedoch war die Konkurrenz auch stark vertreten, sodass es wieder eine enge Kiste werden sollte. Doch es reichte für das Finale. Leider waren hier kleinere Unstimmigkeiten größer ausschlaggebend, sodass es nur zu einem 6. Platz reichte. Man sollte hier nur nochmals erwähnen, dass die beiden erst Ihr zweites Jahr Duo tanzen und schon jetzt zu den Top 6 Deutschlands gehören. – Was für eine spitzen Leistung!!

 

 

 

In Dresden wollten es Erik&Julia nochmal wissen und traten trotz Blasen an den Füßen und leichten Muskelkater, aufgrund der letzten zwei Tage, zur WDSF Latein Open Senior I an. 17 Paare aus 6 Nationen kamen zum Sonntagabend in das Internationale Kongresscenter Dresden im Großen Saal zusammen. Nur zur Erinnerung Erik&Julia hatten schon 10 Final‘s und 2 Solotänze an diesem Wochenende in den Beinen und die WM war ja auch gerade mal erst eine Woche her. Sie wurden tatkräftig von Anhängern der Familie und des Vereins angefeuert und zogen nach 2 Runden direkt ins Finale ein. Hier lieferten Sie sich einen guten Schlagabtausch mit einem Spanier, einem finnischen Paar sowie drei Tschechischen Paaren. Trotz gewonnener Samba wurde es der 2. Platz.

Zum Abschluss gab es ein weiteres Foto vor der Tanzsport Deutschland Wand. Auf dem Weg zum Auto meinte Julia nur so locker: „Wir haben dieses Wochenende 13 Final‘s getanzt, wobei unser Trainingsplan nur 6 vorsieht.“ Glücklich und mit einem weiteren Pokal für die Vitrine verabschiedeten Sie sich zum Sonntagabend.

 

 

Im Namen des Vereins möchten Wir als Vorstand allen gestarteten Paaren, Duo sowie Lilly und Phil als Solisten recht herzlich zu Ihren Ergebnissen gratulieren!
Vielen Dank für Eure Leistungen und das Ihr den Verein so erfolgreich im Deutschen Tanzsport vertretet.

Erik & Julia sind Vize-Weltmeister-Besieger

5. November 2018 in Artikel, Ergebnisse

Insider unseres Vereins kennen sechs Excelsior-Mitglieder Erik, Julia, Eric, Lissy, Basti und Camilla auch unter dem Synonym: Kilimandscharo-Connection.

Weil diese sechs Freunde vor Jahren gemeinsam den höchsten Berg Afrikas bestiegen und damit ihre Freundschaft noch mehr gefestigt haben. Somit war es Ehrensache, dass die Connection komplett ins rumänische Sibiu gereist ist. Die deutschen Einwohner in Siebenbürgen sagen auch Hermannstadt dazu. In der Heimat Draculas gab es neben dem warmen Wetter bei den Transsilvanischen WDSF-OPEN-Turnieren auch den Weltmeistertitel über 10 Tänze der Senioren I zu holen.
Der Traum von Erik & Julia, auf den die Beiden das ganze Jahr hingearbeitet hatten.

Die Besteigung des Kilimandscharo ist wahrscheinlich die leichtere Aufgabe. Weil man den Weg klar vor sich sieht und genau sehen kann, wenn man den Gipfel tatsächlich erreicht hat.
Im Tanzen kann man sich gefühlt häufiger auf dem Gipfel des Siegerpodestes wähnen. Ob man tatsächlich darauf stehen darf, entscheiden in diesem WM-Fall 11 andere Menschen.

Erik & Julia als Neulinge hatten es mit zwei anderen Paaren zu tun, die alle gleichwertig als Weltmeister in Frage kamen. Die bisherigen Vizeweltmeister aus Rumänien, die gern ihren Heimvorteil nutzen wollten. Die bis gestern Weltmeister aus Spanien, die ihren Titel verteidigen wollten.

Erik & Julia sind seit gestern Weltmeister-Besieger. Worauf wir alle wahnsinnig stolz sind.
Weil die beiden Rumänen tatsächlich ihren Heimvorteil nutzen konnten, wurde es der Vize-Weltmeister-der-Herzen-Titel.
Was einen kleinen Vorteil hat: Erik & Julia wissen, dass sie sich das richtige Ziel gesetzt haben. Und können jetzt ein Jahr an der Vollendung feilen.

Und wir hatten nach 10 Jahren Wartezeit endlich wieder mal einen Flughafen-Empfang. Außer Julia, die leider dienstlich nach Düsseldorf zurückfliegen musste, kamen zusätzlich zu den fünf verbliebenen Freunden sogar noch zwei Naturstrom-Arbeitskollegen von Erik aus dem Flieger. Dank einiger tatkräftiger Excelsiorianer, wie Heike, Kristin, Steve und unserem neuen Vereinsbäcker Simon waren wir fünf Minuten vor der Landung startklar. Und der Weltmeister-der-Herzen-Kuchen sogar noch warm beim Anschnitt.

Für unsere Chefin der Revisionskommission Annett landet der letzte Flieger aus München ziemlich zeitig und der Empfang um 23 Uhr war schon verdammt früh…:-) Wir haben sie gefühlt mittags auf ihrer Arbeit von den Westin-Bellevue-Hotel-Monatsabschluss-Zahlen losgeeist. Steve hat mit gefühlt 50 Meilen pro Stunde zum Flughafen alles gegeben, damit wir noch vor der Landung ankommen. Der Empfang war allerdings glücklicherweise spät genug, damit Erik höchstpersönlich pünktlich um 0 Uhr überraschend das Feier-Thema wechseln konnte: Happy Birthday liebe Conny…, Mit diesem Reinfeier-Gesang für unsere Trainingskoordinatorin konnten wir den Flughafen-Ausflug zusätzlich abrunden.

Hier findet ihr einen Zeitungsartikel zu diesem Turnier. Hermannstädter Zeitung, 08.11.2018

Ein Flughafenempfang: Aufregend & schön für die, die Ankommen. Und für die, die die schon da sind. Foto: Stille-Photography

 

Die Kilimandscharo-Connection, zwei Naturstrom-Fans, ein Trainer und ein LTVS-Präsident, Foto: Stille-Photography

 

Phil und Lilly schaffen DM-Qualifikation

31. Oktober 2018 in Artikel, Ergebnisse

Am vergangenen Wochenende hieß es Daumendrücken für Clara, Lilly und Phil. Es ging um die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften Solo/Duo. So traf sich der Excelsior-Fanblock in der Saubachtalhalle in Wilsdruff, um die drei bestmöglich anzufeuern. Und…es hat sich gelohnt. Sowohl in ihren jeweiligen Solos als auch im Duo schafften Lilly & Phil die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften, die am 10./11.11.2018 in Saarlouis stattfinden.
Für Clara hatte sich im ersten Turnier in Recklinghausen abgezeichnet, dass es im ersten „Lehrlings“Jahr bei den Jugend-Solos noch nicht für die DM-Qualifikation reichen wird. Wilsdruff war die Chance, sich in Heimatnähe ihren Fans zu zeigen. Sie hätte gern zweimal getanzt, ist aber froh, sich der Herausforderung Solo gestellt zu haben.

Phil war diesmal Teil eines Rekord-Starterfelds von 6 Tänzern. Er hat mit dem 3. Platz seine Serie fortgesetzt: Jede Rangliste eine Medaille holen.
Lilly hatte eine Weile nachdenklich auf dem Turnhallenboden der Saubachtalhalle sitzend daran zu knabbern, dass sich die Wertungsrichter im Finale für 6 andere Tänzerinnen entschieden hatten. Zu Hause wäre das erste Finale in einem Solo-Wettbewerb eben doch besonders schön gewesen. Da Lilly sicher zu den Top 12 in Deutschland zählt, war ihre Qualifikation nicht in Gefahr.
Im Duo war aufgrund des Starterfelds nur der Sieger klar und ansonsten alles möglich. Der 3. Platz und damit die nächste Medaille war ein schöner Schlusspunkt für Annika und die vielen Fans, die zu dem Zeitpunkt mehrheitlich schon mehr als 10 Stunden „Zuschauerzeit“ hinter sich hatten.

Bei Lilly und Phil fällt auf, das sie in all ihren drei Kategorien insbesondere den männlichen Wertungsrichter überzeugt hatten.
Ein nichtwissenschaftlicher Erklärungsversuch:
Gegenüber dem letzten Jahr und gegenüber zahlreichen Konkurrenten hatten alle Choreografien einen zum Teil deutlich höheren Schwierigkeitsgrad. Was beeindruckend ist und ein Wagnis im Turnier. Männern wird nachgesagt, dass diese risikobewusster seien als Frauen und Wagnisse eher honorieren.
Ob es stimmt, ist nicht gewiss. Aber wir drücken fest die Daumen, dass die Wertungsrichter in Saarlouis den hohen Anspruch zu schätzen wissen.

Hier geht es zu den Ergebnissen:
Solo Lilly
Solo Phil
Solo Clara
Duo Phil und Lilly

Ein paar visuelle Eindrücke von den Turnieren mit herzlichem Dank an Enrico Tschöpel für die schönen Fotos.
Mehr davon gibt es hier.
(Fotos von Clara waren noch nicht online und werden hinzugefügt sobald sie verfügbar sind.)

Mars[ch] in die Regionalliga

11. Juni 2018 in Artikel

Dank meiner Position als Turnierleiter hatte ich einen Vorteil: Dass ich nach der Kontrolle der Wertungszettel als Erster im Saal wusste, dass die Wertungsrichter in Kürze viele Fans, Helfer und Tänzer im Saal glücklich machen werden. All jenen, die InsTanz ganz fest die Daumen gedrückt haben.

Ich selbst bin vor Glück geplatzt. Musste aber irgendwie die Contenance wahren. In meiner „Not“ fragte ich Liane Albrecht, ob ich sie mal bitte ganz fest umarmen darf. Weil sie als früheres Instanz-Teammitglied und Siegerehrungs-Komitee-Chefin zufällig gerade neben mir auf die „Arbeitsmittel“ wartete. Auf Lianes Nachfrage nach dem „Warum?“ für diese Attacke habe ich mich ganz doll bei ihr bedankt, dass sie heute bei uns und der Mannschaft ist und dem Verein so schön hilft … 😉
Ok, das war nicht die ganze Wahrheit. Aber ich wollte auch ihr die Spannung nicht nehmen.

Zwei Minuten später wollte es das Losglück so, dass die beiden Mannschaften, die um den ersten Ligaplatz getanzt hatten, ganz zum Schluss die offene Wertung sahen. Da alle Zweien schon verteilt waren, aber keine Eins, war klar: Wer die drei Einsen hat, ist Hauptgewinner und Aufsteiger in die Regionalliga.
Im nachfolgenden Video steckt die ganze Portion Glücklichsein mit dem entscheidenden Moment des Turniertages drin.
Unfassbar, aber wahr: Obwohl wir erst drei Jahre im JMD-Ligabetrieb mitmischen, ist InsTanz und damit der TSC Excelsior Dresden schon zweimal aufgestiegen 🙂 🙂

Vorab: Bitte den Ton leiser stellen 😂!!! Fassen können wir es immer noch nicht richtig. Nach so vielen Sorgen, Zweifeln, Befürchtungen, Ängsten, Unsicherheit, manchmal auch Druck, dann unendlich hartem Training, aber stets mit grenzenloser Teamliebe zueinander und zum Tanz, hat es tatsächlich geklappt. – Aufstieg in die Regionalliga 😍Vielen Dank an dieses wahnsinns Publikum, dies war nicht nur ein "Heim"publikum, dies war ein großer Freundeskreis! Und zu diesem Kreis gehören ebenso all' die tollen Mannschaften der Oberliga! Vielen Dank, ihr habt uns getragen und unterstützt. Was kann es wertvolleres geben, als gegenseitige und aufrichtige Freude über Ergebnisse aller Art?Wieder war es eine Ligasaison, die uns zu tiefst im Herzen bleiben wird! — vielen Dank! Weitere Eindrücke und was sonst noch so geschah, berichten wir Euch in den nächsten Tagen… Jetzt wird erstmal geschlafen 😉want more? ~stay tuned~

Gepostet von InsTanz am Sonntag, 10. Juni 2018

 
Weil man in diesem Video keine Zahlen sehen und meine Ansage über Mikrofon im Saal keiner wirklich hören konnte:
InsTanz hatte die maximal realistisch erreichbare Anzahl von 4 Einsen ertanzt und damit den Gänsehautmoment auf ihrer Seite.

Ich hatte Phil und seine Mädels in einer Kabinenansprache vor dem Turnier gebeten, sich im Finaldurchgang „die Seele aus dem Leib“ zu tanzen. Um sich noch einmal ganz emotional von der bisher schönsten und erfolgreichsten Choreografie Mars [maʁʃ] tänzerisch zu verabschieden, die diese Formation je hatte. Die Mannschaft hat meinen Wunsch perfekt umgesetzt und vielen Zuschauern damit wirklich ein schönes Tanz-Erlebnis beschert. Ab der „Isolate“-Stelle, wo es auf der Fläche besonders intensiv zur Sache geht, hatte ich meine Tränendrüsen nicht mehr im Griff. Zum Glück hat das Publikum sehr lange applaudiert, dass ich die nachfolgende Formation wieder mit fester Stimme ansagen konnte.

Der krönende Abschluss des „Saunatages“ in der Energie-Verbund-Arena war der Siegertanz und damit endgültige Abschiedstanz von [Marsch] durch InsTanz.
Da die Lüftungsanlage des Objekts die frische Warmluft direkt unter dem Hallendach ansaugt, musste auch das Publikum alle Pappteller, Programmhefte und Urkunden als Fächer einsetzen.

Das Einmarsch-Video auf Facebook zeigt einen kleinen Ausschnitt, was die anwesenden ca. 500 Feuchtbiotope als Zuschauer, Helfer und Tänzer dort leisten mussten. Deshalb bin ich diesmal besonders dankbar für alle Helfer, die zum Teil ihre Schichten verlängert hatten. Und dafür, dass die STILLE-Foto-Sanitätsabteilung nur Pflaster verteilen, jedoch keinerlei Tänzer-Herz-Kreislaufsysteme durch Bewässerung wieder in Gang bringen musste.
Während im letzten Jahr Mineralwasser der Top-Ladenhüter im Catering-Sortiment war – diesmal war es der Verkaufsschlager, der gleich Liter-Flaschenweise eingekauft wurde.

Einer der ersten Gedanken der Formation nach der Verkündung des Ergebnisses war: Jetzt sind die Haare rot.
Ich war vor 14 Monaten so mutig oder leichtsinnig wie Goethes Dr. Faust: siehe hier.

Jetzt, wo die Zeilen schreibe, sehe ich (noch) so aus wie immer. Möglich ist, dass ich demnächst einen Termin mit der Mannschaft habe, den ich dann andersfarbig wieder verlasse. Solange ich dann hoffentlich immer noch mitStil aussehe … 🙂

Im letztgenannten Dresdner Restaurant haben wir noch am gleichen Abend mit Fans, Eltern, Freunden und den Tänzern in die Regionalliga hineingefeiert. Wir nehmen die Herausforderung gerne an. Am Mittwoch ist für alle Tänzer die Stunde 0 der Saison 2019: Konzeptvorstellung der neuen Choreografie. Deren Musik in Kürze aus dem Tonstudio kommt.
Denn wer Annika kennt, weiß: Wir haben keine Zeit zu verlieren …

Zum Abschluss:

Weil die beiden Fotos von Sebastian „Basti“ Markowski einfach unbestechlich schön und treffend sind: (bei Doppelklick in groß)

Foto 1: DAVOR, Bruchteile von Sekunden vor der Anzeige der entscheidenden offenen Wertung: Vorfreude, Hoffnung, Gebete kulminieren in entspannten bis hin zu auf das schlimmste vorbereiteten Tänzergesichtern …
Foto 2: DANACH, Bruchteile von Sekunden sind die Wertungstafeln gehoben und 4 Einsen darauf zu sehen. Erlösungsfreude pur in den Tänzergesichtern 🙂 …

 

58. Sportturnier in Finsterwalde

2. Juni 2018 in Artikel, Ergebnisse

Als „Inventar“, das später auf „Gastinventar“ korrigiert wurde, bezeichnete die Vorsitzende des TSC Sängerstadt Finsterwalde, Barbara Schemmel, ihren langjährigen Turnierleiter Uli Trodler liebevoll. In der Tat ist Uli seit vielen Jahren als Turnierleiter in Finsterwalde eingeladen und es ist immer eine große Freude und Ehre, mit lieben und vertrauten Menschen zusammenzuarbeiten.

Zwei Paare unseres Vereins stellten sich dem Senioren III-B-Standard-Turnier:
Frank und Sabine lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den 2. Platz, das sie leider knapp im Skating verloren (2-2-3-3-3 zu 3-4-2-2-2).
Andreas und Kriemhild ertanzten sich den 4. Platz mit einem kleinen Bronzeanteil (3. Platz im Tango). Wir gratulieren den beiden Paaren ganz herzlich.

Unser drittes SEN-III-B-Paar, Karsten und Angela, hatte die Hexe geschossen. Die beiden mussten daher leider kurzfristig ihren Start absagen. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, dass bis zum nächsten geplanten Start wieder alles ok ist.

Hier sind alle Ergebnisse im Detail nachzulesen.

Believe in Steve – 99Funken haben gezündet

29. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Manch einer kennt vielleicht den im Titel genannten Song von Bodo Wartke aus seinem Programm „Swingende Notwendigkeit“.
Auch der TSC Excelsior Dresden hatte „Zwingende Notwendigkeit“, als die Mitgliederversammlung im Februar 2018 unseren Steve (Hädicke) als Pressewart neu in den Vorstand wählte. Ich habe ihn sofort als Erstlingswerk im Ehrenamt mit einem Projekt auf der Crowdfunding-Plattform 99Funken betraut. Ganz schön überfallen habe ich ihn, wird er mir später sagen. Ich bin dankbar, dass mein „Überfall“ gelingt und schon nach wenigen Tagen Findungszeit mit Hilfe unseres Schriftführers Tom Henschel eine Projektidee steht.

Ein motivierter Pressewart hinter der Idee verblüffte den Vorstand mit folgender Aussage: „Das Projekt kann gar nicht schiefgehen. Zuerst gewinnen wir 1.000 € beim Stimmencontest zum Projekt des Monats. Und wenn zur Fundingschwelle von 3.000 € wirklich noch etwas fehlt, zahlt meine Oma den fehlenden Betrag.“

Oh je, wenn die betroffene ältere Dame dann bis zu 2.990 € Ihrer Rente abgeben muss, habe ich für einen kleinen Moment gedacht.
55 Tage und 5.200 € später wissen wir: Steve hat Wort gehalten. Und seine Großmutter hat keinen Cent ihres Ersparten dabei eingebüßt. Den Stimmen-Contest haben wir tatsächlich gewonnen. Das war nichts für schwache Nerven. Aber das Ergebnis zählt: Der Boden ist unser Freund ist Projekt des Monats April 2018.

Etwa 50 Unterstützer haben dazu beigetragen, dass der neue Boden nun hoffentlich bald unser Freund ist. Dafür möchte ich im Namen des Vereins jedem einzelnen Unterstützer ganz herzlich DANKE sagen.

Einer Unterstützerin möchte ich ganz besonders danken: Evi Ehrlich von den Folktänzern. Denn die Evi, dass muss ich so ehrlich sagen, hat mir erst den nötigen Mut gemacht, dass sich ein Crowdfunding für unser Vereins-Umzugs-Projekt wirklich lohnen kann. Und sich dafür eingesetzt, dass die Sparkasse als Partner unseres Projektes noch mit einer kleinen Extra-Spritze dabei ist.

Zum Schluss des Projekts heißt es für alle Empfänger der ausgelobten Prämien wie Schlüsselanhänger mit Tanzboden, Autogrammkarten, Sympathien des Vereins und VIP-Tickets für das Saisonfinale: Believe in …., dass die Artikel zeitnah ankommen.

Denn unser Pressewart wird jetzt die Anfertigung und Auslieferung organisieren. 

Ballabend in Bennewitz

25. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Gern haben wir unseren Urlaub für das wunderschöne Ballturnier in Bennewitz unterbrochen. Schon seit langer Zeit sind wir mit den Organisatoren Jana und Hilmar Schröter sehr freundschaftlich verbunden. Beide haben uns schon oft aus kleinen Tiefpunkten bei Turnieren aufgebaut. Ihre mentale Hilfe hat uns vorangetrieben und zu besseren Ergebnissen geführt. In Bennewitz dann in zwei Turnieren zu starten, war für uns selbstverständlich. Wir wissen wie schwer es ist, einen Ball zu organisieren und mit gutem Tanz zum Leben zu erfüllen. Daher war natürlich auch bei uns die Freude groß, dass wir bei den SEN II den 2. Platz und bei den SEN III den 3. Platz belegen konnten. Der schöne Pokal aus der Abendveranstaltung hat bei uns zu Hause einen würdigen Platz gefunden. Vielen Dank auch für die sehr nette Turnierauswertung (so etwas kommt für uns sehr selten vor) von Julia Luckow. Aber  Jana und Hilmar haben nicht nur den Ball organisiert. Beide konnten sich ebenfalls für die Abendveranstaltung bei den SEN II A Latein qualifizieren. Dort sind sie nur knapp am Treppchen bei ihrem Ballturnier vorbeischrammt – aber ein 4. Platz ist in ihrer jungen Geschichte der SEN II A Latein auch eine sehr gute Leistung. Insgesamt waren drei Paare vom Club am Start. Andreas und Kriemhild düsten aus Braunlage mit einem 5. Platz im Gepäck nach Bennewitz. Und auch hier konnten sich beide in der Endrunde auf den 5. Platz tanzen. Neben der schönen Atmosphäre beim Ball und im Turnier waren die Ergebnisse für den TSC Excelsior im Turnier auch ein gute Leistung. Dank an alle, die dieses Event zum Erfolg geführt haben.

Frank & Sabine ganz rechts, Andreas & Kriemhild 3. Paar von links               Foto: Trodler

 

3. Bennewitzer Mai-Pokal

20. Mai 2018 in Artikel, Ergebnisse

Für unseren Verein war es das erste Mal in Bennewitz. In einem Gasthaus, dem man von außen nicht ansieht, welches Ballsaal-Potenzial drinnen versteckt ist.
Diesmal hatten wir das Glück, dass das teilnehmende Tanzpaar Manfred & Ivonne Pfaff aus dem Land der Hermanns (Ostwestfalen) ihr Erlebnis zum 3. Bennewitzer Maipokal als Dankeschön für unsere Turnierorganisation aufgeschrieben haben. Weil wir das nicht besser hätten zusammenfassen können, zitieren wir das Feedback hiermit einfach.  🙂

Uns hat diese Veranstaltung sooo gut gefallen, dass wir euch hiermit doch gerne ein Feedback geben wollen.
Das nicht nur deshalb, weil wir erfolgreich bei dem Turnier abgeschnitten hatten, sondern weil es rundherum eine einmalige Veranstaltung war, ganz nach dem Motto: „Once in your life.“

Die Location war für diese Veranstaltung aus unserer Sicht echt klasse: Der Raum hatte Ballhausflair, die Speisekarte und das Essen – super!

Die Organisation, die Herrichtung der Bühne mit den aufgestellten Pokalen (die übrigens auch ganz was Besonderes vom Design her sind!), die Auswahl der Musik, die schnellen helfenden Hände sowohl bei der Parkplatzeinweisung, Aufstellen des Siegertreppchens wie auch die Herrichtung des Saals zur Abendveranstaltung sind eines dicken Lobes wert; die Turnierleitung führte locker-lustig durch den Tag.

Auch die Art und Weise des Turniers und seine Einbindung in die Abendveranstaltung fanden wir wirklich gut gelungen. Ja, dadurch dass die Vorrunden am Nachmittag stattfanden und die Endrunden der Turniere II A Lat und III B Std am Abend durchgeführt wurden, wurde der Spannungsbogen bei den Tänzern lange auf Spannung gehalten. Aber auch das hatte seinen Reiz! Gerade die Art und Weise der Durchführung der Endrunden hatten auch etwas von Wertschätzung für die Tanzpaare gehabt: Mit dem Einlauf der Paare, der Vorstellung mit dem Vorstellungstanz und anschließend auch der Siegertanz verlieh dem Turnier das Flair eines Professional-Turniers – wir haben so etwas Tolles in unserer bisherigen Laufbahn noch nicht erlebt! Gekrönt wurde dich Abendveranstaltung natürlich auch durch die Showtänze – genial! Nicht vergessen möchten wir aber auch die Wertungsrichterinnen und Wertungsrichter wie auch die Offiziellen, die allein durch ihre festliche Kleidung dem Ball und den Endrunden einen würdigen Rahmen verliehen. By the way „Wertungsrichter“. Ihnen gehört auch ein besonderes Lob: Wir fanden es ausgesprochen angenehm, dass sie quasi zwischen den Turnierpaaren am Nachmittag im Biergarten saßen und nicht die Distanz suchten, sondern vielmehr auch zu dem ein oder anderen kleinen Schwätzchen bereit waren.

Die Veranstaltung mit Hilmar & Jana Schröter vor Ort und einer perfekt motivierten Helfermannschaft im Rücken war emotional genau so, wie wir uns das gewünscht haben und nicht besser hätten umsetzen können. Denn das, was wir für den 4. Bennewitzer Maipokal dringend brauchen, sind mehr begeisterungsfähige Zuschauer. Wir haben alles gegeben, jetzt müssen sich die Besucher noch lange an den schönen Abend vom 19.05.2018 erinnern und vielen davon berichten.

Zum Schluss:
Hier sind die Ergebnisse zu finden.

 
Fotos: Trodler

Siegerehrung SEN III B mit Frank & Sabine Löwe Platz 3 sowie Andreas & Kriemhild Barth Platz 5

Jana und Geburtstagskind Hilmar mit Sonderpokal für hervorragende Turnierorganisation

Unser jünster Helfer Dario als Junior-Wertungsrichter…

…und als Junior-Protokollant

Döbeln und der Fluch des dritten Ligaturniers

14. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Jedes dritte Turnier einer Ligasaison war bisher für alle Excelsior JMD-Mannschaften sportlich in der Kategorie „Dämpfer“ einzuordnen.
2016 in Jena fiel Instanz auf den dritten Platz zurück.
2017 in Wilsdruff ging es auf Platz fünf runter.
2018 in Bernburg mussten die Mädels von NeustArt gleich als erste Mannschaft bei der Siegerehrung ausrücken.
Vorweg genommen: Nein, InsTanz hat in Döbeln diesen Fluch leider nicht beenden können.
Vielleicht hilft das klare Aufschreiben dieser Serie dabei, dass im Jahr 2019 der „Fluch“ gebrochen wird und die Mission Erfolgsgeschichte drittes Ligaturnier beginnt.

In gewisser Weise verlief das Wochenende in Döbeln emotional ähnlich wie Bernburg. Nur diesmal in umgekehrter Reihenfolge.
NeustArt hat das Ergebnis von Bernburg hervorragend aufgearbeitet. Die Köpfe der Tänzerinnen waren frei, um sich leidenschaftlich von ihrer ersten Liga-Choreografie zu verabschieden. Und das hoffentlich zweimal tun zu dürfen.
Da es in der Jugendverbandsliga ein „Vorderfeld“ mit 4 Mannschaften und „Hinterfeld“ mit praktisch 7 gleichstarken Mannschaften gibt, liegen in dieser Liga immer rechnerische Kuriositäten in der Luft.
Diesmal hatten in der Vorrunde aller 11 Formationen nur 5 Formationen die erforderlichen 3 Kreuze ertanzt. Da aber mindestens die Hälfte – also sechs Formationen – in die nächste Runde kommen müssen, mussten in dem Fall auch alle Formationen mit zwei Kreuzen weiterkommen. Und das waren weitere 5.
Bei der Zwischenrunde mit 10 Formationen ergab sich das gleiche Ergebnis noch einmal. Gott sei Dank ist 5 die Hälfte von 10 und es konnte ins Finale gehen.

Dass NeustArt genau diesen fünften Platz im Finale einnehmen konnte, hatte zwei wunderbare Nebeneffekte:
1. Dieser Platz ist für NeustArt genau so traumhaft schön, wie das Bernburg-Ergebnis für InsTanz.
2. Zum Saisonabschluss durften die Mädels ihre Choreografie sogar dreimal tanzen.
In der Fachsprache heißt so etwas: Happy End.

Ein Esotheriker könnte meinen: Damit hatte der TSC Excelsior seine Portion Glück von Döbeln wohl ausgeschöpft.
OK vielleicht, aber bei Licht betrachtet: Der Erfolg von Bernburg hatte definitiv Tücken:
1. Man gewöhnt sich so schnell ans „Gewinnen“.
2. Man bekommt von seiner Umwelt ein tonnenschweres Etikett umgehängt, wo das Unwort „Favorit“ draufsteht.

Die Tänze von Instanz waren technisch hervorragend. Aber eben emotional nicht so frei wie in Bernburg. Die geistige Bürde des Favoriten konnte die Mannschaft scheinbar nicht abstreifen. Das Momentum hatten diesmal andere Formationen auf ihrer Seite. 

Als feststand, dass InsTanz diesmal nicht gewinnen wird, passierte etwas Erdendes. Bei Sportlern und Fans gleichermaßen.
Jetzt, wo man sich eigentlich leidenschaftlich gegenseitig für Silber drücken müsste, sickert einfach unbarmherzig die Enttäuschung über das verpasste Gold in jede Ritze. Und produziert viele schweigende in sich gekehrte Menschen. Dann braucht es Menschen wie Nadja, die sich schnell „aufrappeln“ und die Situation umlenken: „Mein Gott, bei der Stimmung könnte man denken, wir sind Letzter geworden. Wir sind aber Zweiter geworden, mit zwei Einsen drin!! Das können wir feiern.“

Wie wahr, denn so eine schöne Saison wie diese hat Instanz noch nie getanzt. Und das Thema Favorit sind wir nun Gott sei Dank los.
Nun ist es an uns, das Saisonfinale perfekt vorzubereiten. Auf allen Ebenen, denn es ist unser Heimturnier ist. Ich freue mich drauf.

Excelsior macht den Bus voll

2. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Dieses Erfolgserlebnis hatten wir seit 10 Jahren nicht mehr:
Ein Reisebus mit knapp 50 Plätzen nur mit Mitgliedern unseres Vereins besetzt geht auf Reisen. Zuletzt war das bei der WM 10 Tänze 2008 in Berlin der Fall. Diesmal war das JMD-Turnier in Bernburg unser Ziel.

Auf diesen Tag habe ich mich besonders lange vorher gefreut.
Weil unsere beiden JMD-Formationen zum ersten Mal gemeinsam ein Turnier bestreiten. Weil wir die Turnierleitung stellen durften. Weil wir mit einer Fanpower vor Ort rechnen konnten, die Heimturnierstärke erreicht.
Die Anreise zu einem JMD-Turnier verläuft für gewöhnlich sehr ruhig. Zu früh das Aufstehen und zu hoch das Restschlafbedürfnis der Mitfahrer. Diesmal sollte es noch unruhig werden. Die Sporthalle am Eichenweg in Bernburg hat sich leidenschaftlich gegen unsere Anreise gewehrt. Nachdem wir 8:58 Uhr Ortszeit die Autobahn verlassen hatten, war laut Navi klar, dass wir spätestens 9:10 Uhr am Ort sein müssten.

Pustekuchen. Wir hatten die falsche Halle im Navi drin. Die richtige war zwar nur 2 Kilometer entfernt, aber durch Baustellen vor potenziellen Besuchern gut „geschützt“. Zwei Fehlversuche später in Sackgassen, die mit dem Schild „keine Wendemöglichkeit für LKW“ garniert waren, hatten die mobilen Endgeräte im Bus nun überwiegend die App von Google-Maps auf dem Display.
Und ich habe zwei Dinge über unseren besten Mann vorne links gelernt:
1. Man kann Roberts Puls in die Höhe treiben: Nicht nur, wenn man unbefugt während der Fahrt durch den Bus läuft oder alkoholische Getränke verkleckert…
… sondern auch, wenn man seinen Bus mit PKW-tauglichen Navigationshinweisen in die Gartensiedlung lotsen möchte.
2. Seine demnächst zu absolvierende Meisterprüfung kann kommen: Er kann einen Bus wenden, auch wenn es keine Wendemöglichkeit gibt. So dass selbst seine Bus-erfahrene Ehefrau Franzi lobend nachfragte: Das hast Du wirklich gesehen, dass Du hier rumkommst?
Er hat es gefühlt, dass da noch maximal 2 Millimeter Luft zwischen Bordsteinkante und Reifen gewesen sein müssen.

Um 9:58 Uhr war die Stadtrundfahrt durch Bernburg-Süd beendet und erleichterte Tänzer konnten aussteigen.

Die Halle in Bernburg ist raumtechnisch besonders. Vermutlich nirgendwo anders sind die Zuschauer so nah an den Tänzern dran. Das hat Vorteile, wenn die Emotionen zwischen Publikum und Tänzern ungehindert fließen können. Jedoch Nachteile, wenn Unruhe in der Halle herrscht. Das Publikum in Bernburg war glücklicherweise besonders diszipliniert.
Den Mädels von NeustArt hat das leider nichts genutzt. Die guten Noten im Wertungsgebiet Technik machen Hoffnung. Aber insgesamt reichte es nicht, um noch einmal in der Zwischenrunde tanzen zu dürfen.

Für den Moment waren die Tänzerinnen am Boden zerstört. Aber nach dem Prinzip – Einer für alle, alle für einen – war das ein zusätzlicher Schub für den Auftritt von InsTanz. Weil die Fans noch einmal zulegten. Weil Phil und seine Mädels eine zusätzliche Motivationsspritze hatten, die eigene „Jugendbrigade“ mit einem richtig guten Auftritt zu trösten. Nadja hat bei der Auslosung die „Superzahl“ 1 gezogen. Ein Turnier zu eröffnen, ist für keine Formation ein Traumlos. Instanz hat das souverän gelöst.

Im Finale konnte die Dramaturgie perfekter nicht sein: Vorletzter Startplatz, die Mitbewerber ums Podest waren alle vorher dran, die Stimmung war prächtig.
Weil ich mehrfach danach gefragt wurde: Ja, es stimmt. Ich hatte die qualifizierten Formationen der Oberliga für das große Finale nicht chronologisch bekannt gegeben. Das steigert den Nervenkitzel. Deshalb baten mich manche Tänzerinnen auch ganz herzlich: „Uli, das machst du bitte nie wieder.“
Das kann ich so leider nicht versprechen. Weil es einfach zu verlockend schön ist, dabei zuzusehen, wie befreit manche Menschen tanzen, wenn der Steinbruch vom Herzen gefallen ist. Weil es mit der Qualifikation fürs große Finale doch noch geklappt hat.
Der Finalauftritt von InsTanz war mein persönlicher „Tanz des Turniertages“ insgesamt. Vielleicht der schönste Auftritt unserer Formation überhaupt. Aus der Turnierleiterperspektive war es berührend zu sehen, dass nicht nur die eigenen Fans in den Bann gezogen wurden, sondern die Zuschauer vieler Formationen. Die Wertung war die beste, die InsTanz jemals hatte: 11112.

Hier fließt die Energie zum Publikum: Siegerauftritt von InsTanz

Nach dem Turnier begann das Feiern. Mega-Maine und Ihre Kampfgreifvögel bildeten ein mobiles Spalier, welches die vom Kaufland-Parkplatz abreisenden PKW-Besatzungen mit einer La-Ola-Welle verabschiedeten. Später kamen die Papp-Siegerkronen eines einschlägig bekannten Burger-Restaurants zum Zuge. Welches wir heimsuchten, weil unsere Stadtrundfahrt am frühen Morgen die Schichtpause unseres Busfahrers verlängert hatte. So dass wir genügend Zeit für eine Bernburg-Süd-Wohngebiets-After-Show-Party hatten. Die im Bus mit DJ Phil nahtlos weiterging. Schließlich hatte unser Bus insgesamt drei Einsen in der Endplatzierung gewonnen. Und zum Schluss haben die Mädels von NeustArt tatsächlich einen Wettbewerb ganz allein für sich entschieden: Wer kann den Abschieds-Teamspruch lauter.

So eine Busfahrt die ist schön. Sie darf gerne wiederkommen. Hoffentlich mit Robert Stolzenbach im Cockpit: Wir haben ihm zum Dank letzten Samstag die höchste Auszeichnung des Vereins verliehen: Die Excelsior-Ehrenbusfahrer-Tasse. Denn eigentlich haben Robert & Franzi gerade andere Prioritäten. Aber so kam die kleine Valentina im Alter von einem Monat in den Genuss Ihrer ersten Busreise.

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