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Mars[ch] in die Regionalliga

11. Juni 2018 in Artikel

Dank meiner Position als Turnierleiter hatte ich einen Vorteil: Dass ich nach der Kontrolle der Wertungszettel als Erster im Saal wusste, dass die Wertungsrichter in Kürze viele Fans, Helfer und Tänzer im Saal glücklich machen werden. All jenen, die InsTanz ganz fest die Daumen gedrückt haben.

Ich selbst bin vor Glück geplatzt. Musste aber irgendwie die Contenance wahren. In meiner „Not“ fragte ich Liane Albrecht, ob ich sie mal bitte ganz fest umarmen darf. Weil sie als früheres Instanz-Teammitglied und Siegerehrungs-Komitee-Chefin zufällig gerade neben mir auf die „Arbeitsmittel“ wartete. Auf Lianes Nachfrage nach dem „Warum?“ für diese Attacke habe ich mich ganz doll bei ihr bedankt, dass sie heute bei uns und der Mannschaft ist und dem Verein so schön hilft … 😉
Ok, das war nicht die ganze Wahrheit. Aber ich wollte auch ihr die Spannung nicht nehmen.

Zwei Minuten später wollte es das Losglück so, dass die beiden Mannschaften, die um den ersten Ligaplatz getanzt hatten, ganz zum Schluss die offene Wertung sahen. Da alle Zweien schon verteilt waren, aber keine Eins, war klar: Wer die drei Einsen hat, ist Hauptgewinner und Aufsteiger in die Regionalliga.
Im nachfolgenden Video steckt die ganze Portion Glücklichsein mit dem entscheidenden Moment des Turniertages drin.
Unfassbar, aber wahr: Obwohl wir erst drei Jahre im JMD-Ligabetrieb mitmischen, ist InsTanz und damit der TSC Excelsior Dresden schon zweimal aufgestiegen 🙂 🙂

Vorab: Bitte den Ton leiser stellen 😂!!! Fassen können wir es immer noch nicht richtig. Nach so vielen Sorgen, Zweifeln, Befürchtungen, Ängsten, Unsicherheit, manchmal auch Druck, dann unendlich hartem Training, aber stets mit grenzenloser Teamliebe zueinander und zum Tanz, hat es tatsächlich geklappt. – Aufstieg in die Regionalliga 😍Vielen Dank an dieses wahnsinns Publikum, dies war nicht nur ein "Heim"publikum, dies war ein großer Freundeskreis! Und zu diesem Kreis gehören ebenso all' die tollen Mannschaften der Oberliga! Vielen Dank, ihr habt uns getragen und unterstützt. Was kann es wertvolleres geben, als gegenseitige und aufrichtige Freude über Ergebnisse aller Art?Wieder war es eine Ligasaison, die uns zu tiefst im Herzen bleiben wird! — vielen Dank! Weitere Eindrücke und was sonst noch so geschah, berichten wir Euch in den nächsten Tagen… Jetzt wird erstmal geschlafen 😉want more? ~stay tuned~

Gepostet von InsTanz am Sonntag, 10. Juni 2018

 
Weil man in diesem Video keine Zahlen sehen und meine Ansage über Mikrofon im Saal keiner wirklich hören konnte:
InsTanz hatte die maximal realistisch erreichbare Anzahl von 4 Einsen ertanzt und damit den Gänsehautmoment auf ihrer Seite.

Ich hatte Phil und seine Mädels in einer Kabinenansprache vor dem Turnier gebeten, sich im Finaldurchgang „die Seele aus dem Leib“ zu tanzen. Um sich noch einmal ganz emotional von der bisher schönsten und erfolgreichsten Choreografie Mars [maʁʃ] tänzerisch zu verabschieden, die diese Formation je hatte. Die Mannschaft hat meinen Wunsch perfekt umgesetzt und vielen Zuschauern damit wirklich ein schönes Tanz-Erlebnis beschert. Ab der „Isolate“-Stelle, wo es auf der Fläche besonders intensiv zur Sache geht, hatte ich meine Tränendrüsen nicht mehr im Griff. Zum Glück hat das Publikum sehr lange applaudiert, dass ich die nachfolgende Formation wieder mit fester Stimme ansagen konnte.

Der krönende Abschluss des „Saunatages“ in der Energie-Verbund-Arena war der Siegertanz und damit endgültige Abschiedstanz von [Marsch] durch InsTanz.
Da die Lüftungsanlage des Objekts die frische Warmluft direkt unter dem Hallendach ansaugt, musste auch das Publikum alle Pappteller, Programmhefte und Urkunden als Fächer einsetzen.

Das Einmarsch-Video auf Facebook zeigt einen kleinen Ausschnitt, was die anwesenden ca. 500 Feuchtbiotope als Zuschauer, Helfer und Tänzer dort leisten mussten. Deshalb bin ich diesmal besonders dankbar für alle Helfer, die zum Teil ihre Schichten verlängert hatten. Und dafür, dass die STILLE-Foto-Sanitätsabteilung nur Pflaster verteilen, jedoch keinerlei Tänzer-Herz-Kreislaufsysteme durch Bewässerung wieder in Gang bringen musste.
Während im letzten Jahr Mineralwasser der Top-Ladenhüter im Catering-Sortiment war – diesmal war es der Verkaufsschlager, der gleich Liter-Flaschenweise eingekauft wurde.

Einer der ersten Gedanken der Formation nach der Verkündung des Ergebnisses war: Jetzt sind die Haare rot.
Ich war vor 14 Monaten so mutig oder leichtsinnig wie Goethes Dr. Faust: siehe hier.

Jetzt, wo die Zeilen schreibe, sehe ich (noch) so aus wie immer. Möglich ist, dass ich demnächst einen Termin mit der Mannschaft habe, den ich dann andersfarbig wieder verlasse. Solange ich dann hoffentlich immer noch mitStil aussehe … 🙂

Im letztgenannten Dresdner Restaurant haben wir noch am gleichen Abend mit Fans, Eltern, Freunden und den Tänzern in die Regionalliga hineingefeiert. Wir nehmen die Herausforderung gerne an. Am Mittwoch ist für alle Tänzer die Stunde 0 der Saison 2019: Konzeptvorstellung der neuen Choreografie. Deren Musik in Kürze aus dem Tonstudio kommt.
Denn wer Annika kennt, weiß: Wir haben keine Zeit zu verlieren …

Zum Abschluss:

Weil die beiden Fotos von Sebastian „Basti“ Markowski einfach unbestechlich schön und treffend sind: (bei Doppelklick in groß)

Foto 1: DAVOR, Bruchteile von Sekunden vor der Anzeige der entscheidenden offenen Wertung: Vorfreude, Hoffnung, Gebete kulminieren in entspannten bis hin zu auf das schlimmste vorbereiteten Tänzergesichtern …
Foto 2: DANACH, Bruchteile von Sekunden sind die Wertungstafeln gehoben und 4 Einsen darauf zu sehen. Erlösungsfreude pur in den Tänzergesichtern 🙂 …

 

58. Sportturnier in Finsterwalde

2. Juni 2018 in Artikel, Ergebnisse

Als „Inventar“, das später auf „Gastinventar“ korrigiert wurde, bezeichnete die Vorsitzende des TSC Sängerstadt Finsterwalde, Barbara Schemmel, ihren langjährigen Turnierleiter Uli Trodler liebevoll. In der Tat ist Uli seit vielen Jahren als Turnierleiter in Finsterwalde eingeladen und es ist immer eine große Freude und Ehre, mit lieben und vertrauten Menschen zusammenzuarbeiten.

Zwei Paare unseres Vereins stellten sich dem Senioren III-B-Standard-Turnier:
Frank und Sabine lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den 2. Platz, das sie leider knapp im Skating verloren (2-2-3-3-3 zu 3-4-2-2-2).
Andreas und Kriemhild ertanzten sich den 4. Platz mit einem kleinen Bronzeanteil (3. Platz im Tango). Wir gratulieren den beiden Paaren ganz herzlich.

Unser drittes SEN-III-B-Paar, Karsten und Angela, hatte die Hexe geschossen. Die beiden mussten daher leider kurzfristig ihren Start absagen. Wir wünschen gute Besserung und hoffen, dass bis zum nächsten geplanten Start wieder alles ok ist.

Hier sind alle Ergebnisse im Detail nachzulesen.

Believe in Steve – 99Funken haben gezündet

29. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Manch einer kennt vielleicht den im Titel genannten Song von Bodo Wartke aus seinem Programm „Swingende Notwendigkeit“.
Auch der TSC Excelsior Dresden hatte „Zwingende Notwendigkeit“, als die Mitgliederversammlung im Februar 2018 unseren Steve (Hädicke) als Pressewart neu in den Vorstand wählte. Ich habe ihn sofort als Erstlingswerk im Ehrenamt mit einem Projekt auf der Crowdfunding-Plattform 99Funken betraut. Ganz schön überfallen habe ich ihn, wird er mir später sagen. Ich bin dankbar, dass mein „Überfall“ gelingt und schon nach wenigen Tagen Findungszeit mit Hilfe unseres Schriftführers Tom Henschel eine Projektidee steht.

Ein motivierter Pressewart hinter der Idee verblüffte den Vorstand mit folgender Aussage: „Das Projekt kann gar nicht schiefgehen. Zuerst gewinnen wir 1.000 € beim Stimmencontest zum Projekt des Monats. Und wenn zur Fundingschwelle von 3.000 € wirklich noch etwas fehlt, zahlt meine Oma den fehlenden Betrag.“

Oh je, wenn die betroffene ältere Dame dann bis zu 2.990 € Ihrer Rente abgeben muss, habe ich für einen kleinen Moment gedacht.
55 Tage und 5.200 € später wissen wir: Steve hat Wort gehalten. Und seine Großmutter hat keinen Cent ihres Ersparten dabei eingebüßt. Den Stimmen-Contest haben wir tatsächlich gewonnen. Das war nichts für schwache Nerven. Aber das Ergebnis zählt: Der Boden ist unser Freund ist Projekt des Monats April 2018.

Etwa 50 Unterstützer haben dazu beigetragen, dass der neue Boden nun hoffentlich bald unser Freund ist. Dafür möchte ich im Namen des Vereins jedem einzelnen Unterstützer ganz herzlich DANKE sagen.

Einer Unterstützerin möchte ich ganz besonders danken: Evi Ehrlich von den Folktänzern. Denn die Evi, dass muss ich so ehrlich sagen, hat mir erst den nötigen Mut gemacht, dass sich ein Crowdfunding für unser Vereins-Umzugs-Projekt wirklich lohnen kann. Und sich dafür eingesetzt, dass die Sparkasse als Partner unseres Projektes noch mit einer kleinen Extra-Spritze dabei ist.

Zum Schluss des Projekts heißt es für alle Empfänger der ausgelobten Prämien wie Schlüsselanhänger mit Tanzboden, Autogrammkarten, Sympathien des Vereins und VIP-Tickets für das Saisonfinale: Believe in …., dass die Artikel zeitnah ankommen.

Denn unser Pressewart wird jetzt die Anfertigung und Auslieferung organisieren. 

Ballabend in Bennewitz

25. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Gern haben wir unseren Urlaub für das wunderschöne Ballturnier in Bennewitz unterbrochen. Schon seit langer Zeit sind wir mit den Organisatoren Jana und Hilmar Schröter sehr freundschaftlich verbunden. Beide haben uns schon oft aus kleinen Tiefpunkten bei Turnieren aufgebaut. Ihre mentale Hilfe hat uns vorangetrieben und zu besseren Ergebnissen geführt. In Bennewitz dann in zwei Turnieren zu starten, war für uns selbstverständlich. Wir wissen wie schwer es ist, einen Ball zu organisieren und mit gutem Tanz zum Leben zu erfüllen. Daher war natürlich auch bei uns die Freude groß, dass wir bei den SEN II den 2. Platz und bei den SEN III den 3. Platz belegen konnten. Der schöne Pokal aus der Abendveranstaltung hat bei uns zu Hause einen würdigen Platz gefunden. Vielen Dank auch für die sehr nette Turnierauswertung (so etwas kommt für uns sehr selten vor) von Julia Luckow. Aber  Jana und Hilmar haben nicht nur den Ball organisiert. Beide konnten sich ebenfalls für die Abendveranstaltung bei den SEN II A Latein qualifizieren. Dort sind sie nur knapp am Treppchen bei ihrem Ballturnier vorbeischrammt – aber ein 4. Platz ist in ihrer jungen Geschichte der SEN II A Latein auch eine sehr gute Leistung. Insgesamt waren drei Paare vom Club am Start. Andreas und Kriemhild düsten aus Braunlage mit einem 5. Platz im Gepäck nach Bennewitz. Und auch hier konnten sich beide in der Endrunde auf den 5. Platz tanzen. Neben der schönen Atmosphäre beim Ball und im Turnier waren die Ergebnisse für den TSC Excelsior im Turnier auch ein gute Leistung. Dank an alle, die dieses Event zum Erfolg geführt haben.

Frank & Sabine ganz rechts, Andreas & Kriemhild 3. Paar von links               Foto: Trodler

 

3. Bennewitzer Mai-Pokal

20. Mai 2018 in Artikel, Ergebnisse

Für unseren Verein war es das erste Mal in Bennewitz. In einem Gasthaus, dem man von außen nicht ansieht, welches Ballsaal-Potenzial drinnen versteckt ist.
Diesmal hatten wir das Glück, dass das teilnehmende Tanzpaar Manfred & Ivonne Pfaff aus dem Land der Hermanns (Ostwestfalen) ihr Erlebnis zum 3. Bennewitzer Maipokal als Dankeschön für unsere Turnierorganisation aufgeschrieben haben. Weil wir das nicht besser hätten zusammenfassen können, zitieren wir das Feedback hiermit einfach.  🙂

Uns hat diese Veranstaltung sooo gut gefallen, dass wir euch hiermit doch gerne ein Feedback geben wollen.
Das nicht nur deshalb, weil wir erfolgreich bei dem Turnier abgeschnitten hatten, sondern weil es rundherum eine einmalige Veranstaltung war, ganz nach dem Motto: „Once in your life.“

Die Location war für diese Veranstaltung aus unserer Sicht echt klasse: Der Raum hatte Ballhausflair, die Speisekarte und das Essen – super!

Die Organisation, die Herrichtung der Bühne mit den aufgestellten Pokalen (die übrigens auch ganz was Besonderes vom Design her sind!), die Auswahl der Musik, die schnellen helfenden Hände sowohl bei der Parkplatzeinweisung, Aufstellen des Siegertreppchens wie auch die Herrichtung des Saals zur Abendveranstaltung sind eines dicken Lobes wert; die Turnierleitung führte locker-lustig durch den Tag.

Auch die Art und Weise des Turniers und seine Einbindung in die Abendveranstaltung fanden wir wirklich gut gelungen. Ja, dadurch dass die Vorrunden am Nachmittag stattfanden und die Endrunden der Turniere II A Lat und III B Std am Abend durchgeführt wurden, wurde der Spannungsbogen bei den Tänzern lange auf Spannung gehalten. Aber auch das hatte seinen Reiz! Gerade die Art und Weise der Durchführung der Endrunden hatten auch etwas von Wertschätzung für die Tanzpaare gehabt: Mit dem Einlauf der Paare, der Vorstellung mit dem Vorstellungstanz und anschließend auch der Siegertanz verlieh dem Turnier das Flair eines Professional-Turniers – wir haben so etwas Tolles in unserer bisherigen Laufbahn noch nicht erlebt! Gekrönt wurde dich Abendveranstaltung natürlich auch durch die Showtänze – genial! Nicht vergessen möchten wir aber auch die Wertungsrichterinnen und Wertungsrichter wie auch die Offiziellen, die allein durch ihre festliche Kleidung dem Ball und den Endrunden einen würdigen Rahmen verliehen. By the way „Wertungsrichter“. Ihnen gehört auch ein besonderes Lob: Wir fanden es ausgesprochen angenehm, dass sie quasi zwischen den Turnierpaaren am Nachmittag im Biergarten saßen und nicht die Distanz suchten, sondern vielmehr auch zu dem ein oder anderen kleinen Schwätzchen bereit waren.

Die Veranstaltung mit Hilmar & Jana Schröter vor Ort und einer perfekt motivierten Helfermannschaft im Rücken war emotional genau so, wie wir uns das gewünscht haben und nicht besser hätten umsetzen können. Denn das, was wir für den 4. Bennewitzer Maipokal dringend brauchen, sind mehr begeisterungsfähige Zuschauer. Wir haben alles gegeben, jetzt müssen sich die Besucher noch lange an den schönen Abend vom 19.05.2018 erinnern und vielen davon berichten.

Zum Schluss:
Hier sind die Ergebnisse zu finden.

 
Fotos: Trodler

Siegerehrung SEN III B mit Frank & Sabine Löwe Platz 3 sowie Andreas & Kriemhild Barth Platz 5

Jana und Geburtstagskind Hilmar mit Sonderpokal für hervorragende Turnierorganisation

Unser jünster Helfer Dario als Junior-Wertungsrichter…

…und als Junior-Protokollant

Döbeln und der Fluch des dritten Ligaturniers

14. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Jedes dritte Turnier einer Ligasaison war bisher für alle Excelsior JMD-Mannschaften sportlich in der Kategorie „Dämpfer“ einzuordnen.
2016 in Jena fiel Instanz auf den dritten Platz zurück.
2017 in Wilsdruff ging es auf Platz fünf runter.
2018 in Bernburg mussten die Mädels von NeustArt gleich als erste Mannschaft bei der Siegerehrung ausrücken.
Vorweg genommen: Nein, InsTanz hat in Döbeln diesen Fluch leider nicht beenden können.
Vielleicht hilft das klare Aufschreiben dieser Serie dabei, dass im Jahr 2019 der „Fluch“ gebrochen wird und die Mission Erfolgsgeschichte drittes Ligaturnier beginnt.

In gewisser Weise verlief das Wochenende in Döbeln emotional ähnlich wie Bernburg. Nur diesmal in umgekehrter Reihenfolge.
NeustArt hat das Ergebnis von Bernburg hervorragend aufgearbeitet. Die Köpfe der Tänzerinnen waren frei, um sich leidenschaftlich von ihrer ersten Liga-Choreografie zu verabschieden. Und das hoffentlich zweimal tun zu dürfen.
Da es in der Jugendverbandsliga ein „Vorderfeld“ mit 4 Mannschaften und „Hinterfeld“ mit praktisch 7 gleichstarken Mannschaften gibt, liegen in dieser Liga immer rechnerische Kuriositäten in der Luft.
Diesmal hatten in der Vorrunde aller 11 Formationen nur 5 Formationen die erforderlichen 3 Kreuze ertanzt. Da aber mindestens die Hälfte – also sechs Formationen – in die nächste Runde kommen müssen, mussten in dem Fall auch alle Formationen mit zwei Kreuzen weiterkommen. Und das waren weitere 5.
Bei der Zwischenrunde mit 10 Formationen ergab sich das gleiche Ergebnis noch einmal. Gott sei Dank ist 5 die Hälfte von 10 und es konnte ins Finale gehen.

Dass NeustArt genau diesen fünften Platz im Finale einnehmen konnte, hatte zwei wunderbare Nebeneffekte:
1. Dieser Platz ist für NeustArt genau so traumhaft schön, wie das Bernburg-Ergebnis für InsTanz.
2. Zum Saisonabschluss durften die Mädels ihre Choreografie sogar dreimal tanzen.
In der Fachsprache heißt so etwas: Happy End.

Ein Esotheriker könnte meinen: Damit hatte der TSC Excelsior seine Portion Glück von Döbeln wohl ausgeschöpft.
OK vielleicht, aber bei Licht betrachtet: Der Erfolg von Bernburg hatte definitiv Tücken:
1. Man gewöhnt sich so schnell ans „Gewinnen“.
2. Man bekommt von seiner Umwelt ein tonnenschweres Etikett umgehängt, wo das Unwort „Favorit“ draufsteht.

Die Tänze von Instanz waren technisch hervorragend. Aber eben emotional nicht so frei wie in Bernburg. Die geistige Bürde des Favoriten konnte die Mannschaft scheinbar nicht abstreifen. Das Momentum hatten diesmal andere Formationen auf ihrer Seite. 

Als feststand, dass InsTanz diesmal nicht gewinnen wird, passierte etwas Erdendes. Bei Sportlern und Fans gleichermaßen.
Jetzt, wo man sich eigentlich leidenschaftlich gegenseitig für Silber drücken müsste, sickert einfach unbarmherzig die Enttäuschung über das verpasste Gold in jede Ritze. Und produziert viele schweigende in sich gekehrte Menschen. Dann braucht es Menschen wie Nadja, die sich schnell „aufrappeln“ und die Situation umlenken: „Mein Gott, bei der Stimmung könnte man denken, wir sind Letzter geworden. Wir sind aber Zweiter geworden, mit zwei Einsen drin!! Das können wir feiern.“

Wie wahr, denn so eine schöne Saison wie diese hat Instanz noch nie getanzt. Und das Thema Favorit sind wir nun Gott sei Dank los.
Nun ist es an uns, das Saisonfinale perfekt vorzubereiten. Auf allen Ebenen, denn es ist unser Heimturnier ist. Ich freue mich drauf.

Excelsior macht den Bus voll

2. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Dieses Erfolgserlebnis hatten wir seit 10 Jahren nicht mehr:
Ein Reisebus mit knapp 50 Plätzen nur mit Mitgliedern unseres Vereins besetzt geht auf Reisen. Zuletzt war das bei der WM 10 Tänze 2008 in Berlin der Fall. Diesmal war das JMD-Turnier in Bernburg unser Ziel.

Auf diesen Tag habe ich mich besonders lange vorher gefreut.
Weil unsere beiden JMD-Formationen zum ersten Mal gemeinsam ein Turnier bestreiten. Weil wir die Turnierleitung stellen durften. Weil wir mit einer Fanpower vor Ort rechnen konnten, die Heimturnierstärke erreicht.
Die Anreise zu einem JMD-Turnier verläuft für gewöhnlich sehr ruhig. Zu früh das Aufstehen und zu hoch das Restschlafbedürfnis der Mitfahrer. Diesmal sollte es noch unruhig werden. Die Sporthalle am Eichenweg in Bernburg hat sich leidenschaftlich gegen unsere Anreise gewehrt. Nachdem wir 8:58 Uhr Ortszeit die Autobahn verlassen hatten, war laut Navi klar, dass wir spätestens 9:10 Uhr am Ort sein müssten.

Pustekuchen. Wir hatten die falsche Halle im Navi drin. Die richtige war zwar nur 2 Kilometer entfernt, aber durch Baustellen vor potenziellen Besuchern gut „geschützt“. Zwei Fehlversuche später in Sackgassen, die mit dem Schild „keine Wendemöglichkeit für LKW“ garniert waren, hatten die mobilen Endgeräte im Bus nun überwiegend die App von Google-Maps auf dem Display.
Und ich habe zwei Dinge über unseren besten Mann vorne links gelernt:
1. Man kann Roberts Puls in die Höhe treiben: Nicht nur, wenn man unbefugt während der Fahrt durch den Bus läuft oder alkoholische Getränke verkleckert…
… sondern auch, wenn man seinen Bus mit PKW-tauglichen Navigationshinweisen in die Gartensiedlung lotsen möchte.
2. Seine demnächst zu absolvierende Meisterprüfung kann kommen: Er kann einen Bus wenden, auch wenn es keine Wendemöglichkeit gibt. So dass selbst seine Bus-erfahrene Ehefrau Franzi lobend nachfragte: Das hast Du wirklich gesehen, dass Du hier rumkommst?
Er hat es gefühlt, dass da noch maximal 2 Millimeter Luft zwischen Bordsteinkante und Reifen gewesen sein müssen.

Um 9:58 Uhr war die Stadtrundfahrt durch Bernburg-Süd beendet und erleichterte Tänzer konnten aussteigen.

Die Halle in Bernburg ist raumtechnisch besonders. Vermutlich nirgendwo anders sind die Zuschauer so nah an den Tänzern dran. Das hat Vorteile, wenn die Emotionen zwischen Publikum und Tänzern ungehindert fließen können. Jedoch Nachteile, wenn Unruhe in der Halle herrscht. Das Publikum in Bernburg war glücklicherweise besonders diszipliniert.
Den Mädels von NeustArt hat das leider nichts genutzt. Die guten Noten im Wertungsgebiet Technik machen Hoffnung. Aber insgesamt reichte es nicht, um noch einmal in der Zwischenrunde tanzen zu dürfen.

Für den Moment waren die Tänzerinnen am Boden zerstört. Aber nach dem Prinzip – Einer für alle, alle für einen – war das ein zusätzlicher Schub für den Auftritt von InsTanz. Weil die Fans noch einmal zulegten. Weil Phil und seine Mädels eine zusätzliche Motivationsspritze hatten, die eigene „Jugendbrigade“ mit einem richtig guten Auftritt zu trösten. Nadja hat bei der Auslosung die „Superzahl“ 1 gezogen. Ein Turnier zu eröffnen, ist für keine Formation ein Traumlos. Instanz hat das souverän gelöst.

Im Finale konnte die Dramaturgie perfekter nicht sein: Vorletzter Startplatz, die Mitbewerber ums Podest waren alle vorher dran, die Stimmung war prächtig.
Weil ich mehrfach danach gefragt wurde: Ja, es stimmt. Ich hatte die qualifizierten Formationen der Oberliga für das große Finale nicht chronologisch bekannt gegeben. Das steigert den Nervenkitzel. Deshalb baten mich manche Tänzerinnen auch ganz herzlich: „Uli, das machst du bitte nie wieder.“
Das kann ich so leider nicht versprechen. Weil es einfach zu verlockend schön ist, dabei zuzusehen, wie befreit manche Menschen tanzen, wenn der Steinbruch vom Herzen gefallen ist. Weil es mit der Qualifikation fürs große Finale doch noch geklappt hat.
Der Finalauftritt von InsTanz war mein persönlicher „Tanz des Turniertages“ insgesamt. Vielleicht der schönste Auftritt unserer Formation überhaupt. Aus der Turnierleiterperspektive war es berührend zu sehen, dass nicht nur die eigenen Fans in den Bann gezogen wurden, sondern die Zuschauer vieler Formationen. Die Wertung war die beste, die InsTanz jemals hatte: 11112.

Hier fließt die Energie zum Publikum: Siegerauftritt von InsTanz

Nach dem Turnier begann das Feiern. Mega-Maine und Ihre Kampfgreifvögel bildeten ein mobiles Spalier, welches die vom Kaufland-Parkplatz abreisenden PKW-Besatzungen mit einer La-Ola-Welle verabschiedeten. Später kamen die Papp-Siegerkronen eines einschlägig bekannten Burger-Restaurants zum Zuge. Welches wir heimsuchten, weil unsere Stadtrundfahrt am frühen Morgen die Schichtpause unseres Busfahrers verlängert hatte. So dass wir genügend Zeit für eine Bernburg-Süd-Wohngebiets-After-Show-Party hatten. Die im Bus mit DJ Phil nahtlos weiterging. Schließlich hatte unser Bus insgesamt drei Einsen in der Endplatzierung gewonnen. Und zum Schluss haben die Mädels von NeustArt tatsächlich einen Wettbewerb ganz allein für sich entschieden: Wer kann den Abschieds-Teamspruch lauter.

So eine Busfahrt die ist schön. Sie darf gerne wiederkommen. Hoffentlich mit Robert Stolzenbach im Cockpit: Wir haben ihm zum Dank letzten Samstag die höchste Auszeichnung des Vereins verliehen: Die Excelsior-Ehrenbusfahrer-Tasse. Denn eigentlich haben Robert & Franzi gerade andere Prioritäten. Aber so kam die kleine Valentina im Alter von einem Monat in den Genuss Ihrer ersten Busreise.

Das Wochenende der Sieger: Teil 2: InsTanz in Saalfeld

17. April 2018 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

Liebe Leser, bitte schaut zuerst das folgende Video an:
Siegerehrung, Saalfeld, 15.04.2018

Es zeigt Menschen, die dort erfahren, dass ihnen nach drei Jahren Wartezeit genau das gelingt, was diese sich sehnlich gewünscht haben. Für die tänzerische Leistung einmal mit dem ersten Platz belohnt zu werden. So schön wird der Jubel eventuell nur beim ersten Mal sein. Schon beim bloßen Zuschauen lässt sich Energie tanken für die eigenen Ziele und Aufgaben. 🙂
Was man wegen der Auflösung im Video nicht sehen kann: Die Kapazität des überreichten Pokals reichte nicht für das komplette Augenwasser, was Phil und seine Mädels aus Gründen spontaner Freude verloren haben.

Das erste Turnier der JMD-Saison ist immer besonders spannend. Wie zahlt sich das Training der vergangenen Monate aus? Welche Choreografien sind diese Saison angesagt?

Ich hatte in dieser Saison das Glück, den Trainingsfortschritt verfolgen zu können. Bei meiner inwischen fast traditionellen „Neusaisonsansprache“ an die Mannschaft war ich deshalb überzeugt: Aller guten Dinge sind drei (Anläufe). Wir fahren heute nicht ohne etwas nach Hause. Vor zwei Jahren in Saalfeld hatte ich mit diesem in gleicher Weise geäußerten Gefühl schon einmal Recht. Damals war es der Pokal für den dritten Platz. Letztes Jahr gab es zwar zwei Einsen, aber die anderen hohen Zahlen in der Wertung führten uns an den Fußboden-Trommelwirbel-Plätzen vorbei.

Aber meine Tänzer haben sich vom Vereinschef keinen Druck machen lassen und schlagfertig geantwortet: „Stimmt, wir kriegen heute eine Urkunde.“
Natürlich war allen klar, dass ich diese bunten trinkähnlichen Gefäße als Beuteziel gemeint hatte, die es für Medaillenplätze gibt.

Worauf ich besonders stolz bin, ist die Energie, die in dieser Mannschaft steckt. Die Geschlossenheit, der faire Umgang miteinander, die gebastelten Glückbringer, die Annika an die ganze „Familie“ ausgeteilt hat. In der Vorrunde konnte man bei den Mannschaften sehen, dass alle große Lust hatten, nach der langen Pause endlich ihre Choreografie im Wettkampf zu zeigen. Der Auftritt von InsTanz in der Vorrunde war dennoch mein persönliches Highlight als bester Durchgang aller Teams des gesamten Turniertages: Weil die Choreografie erfrischend anders ist und ich spüren konnte, dass die Tänzer dieses Thema richtig gerne umsetzen.

Im großen Finale war der Schieberegler für die Leidenschaft nicht mehr ganz bei 100%. Allerdings hatten auch andere Formationen bei der Vorrunde sichtbar Pulver verschossen. Ich wurde von meinem linken Nachbarn, dem Freund einer InsTanz-Tänzerin nach Ende des großen Finales gefragt, auf welchen Sieger ich denn tippe. Vielleicht wirke ich in meiner Vereinsjacke kompetent. Aber mit meinem fundierten JMD-Halbwissen bin ich bisher nur begrenzt brauchbar gewesen beim Ergebnisse raten.
Diesmal antwortete ich zielsicher: Das war so deutlich, das kann nur InsTanz sein. Mit meinen roten Excelsior-Glückssocken, dem NeustArt-Fan-T-Shirt unter der Vereinsjacke und den ganz frisch eingeweihten InsTanz-Glücksbringern von Franzi Stolzenbachs Oma auf dem Schoß müssen die Karma-Punkte diesmal einfach reichen… 😉

Wenige Augenblicke vor dem Video ganz oben im Beitrag habe ich meine Frau ganz fest umarmt. Weil ich ausnahmsweise mal Recht hatte. Die Fachkenntnisse einer Turnierleiterausbildung bei der Ergebnisausrechnung waren nützlich, ein paar Sekunden eher zu wissen, dass es verdammt knapp aber dafür sehr herzlich zum Sieg gereicht hat.

NeustArt hatte am Vortag dieses Glück nicht. Die Jugendverbandsliga ist dieses Jahr in der Tat so ausgeglichen, dass zwischen vielen Formationen nur eine Winzigkeit liegt. Dass zweimal 3 Formationen sich einen Platz teilen müssen, kommt tatsächlich extrem selten vor. Ich wünsche mir, dass sich die Mädels davon nicht beeindrucken lassen und beherzt weiter das zeigen, was in der Mannschaft steckt. Solange Annika stolz ist, ist alles im grünen – oder besser blauen 😉 – Bereich.

Das Schöne ist: Der nächste Auftritt findet mit beiden Formationen gemeinsam in Bernburg statt. Bei der Schlagkraft nach dem Motto „Einer für alle und alle für Einen“ kann das doch nur ein Heimturnier in 200 km Entfernung werden.

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Das Wochenende der Sieger: Teil 1: deutscher Meister Erik & Julia

17. April 2018 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

Erik&Julia haben es geschafft 🙂

Zugegeben: Unser Verein hat sich vor allem genau für diese deutsche Meisterschaft beworben, weil wir erhofft hatten, was vorgestern wahr geworden ist: Erik & Julia bringen eine ausverkaufte Herderhalle in Pirna „aus dem Häuschen“ und erringen für unseren Verein ihren ersten deutschen Meistertitel.
Erik & Julia waren auch das schlagende Argument, mit dem wir den befreundeten TSC Silberpfeil Pirna letztlich überzeugt hatten, für dieses Projekt die Traditionsveranstaltung „Pirna tanzt!“ „auszuleihen“.

So wurde es dann auch hinreichend laut, als aus Sicht vieler Fans endlich gegen 21:00 Uhr die Finals der Senioren I begannen. Erik & Julia sind ein Paar, das sich gerne zu Höchstleistungen kitzeln lässt, wenn die Unterstützung vom Publikum da ist.

Beide fühlten sich sichtbar wohl. Angesichts Ihrer tänzerischen Dominanz hatte wahrscheinlich niemand im Saal Zweifel, dass die späteren Publikumslieblinge auch die Wertungsrichter dazu bewegen können, die Einsen beim Paar 39 ins Digi zu tippen. Was am Ende bei 85 der 90 möglichen Fälle genau so geklappt hat. 

Lieber Erik, liebe Julia, ich bin stolz auf euch. Ich bin sicher, die anderen Fans und Vereinsmitglieder auch :-).

Um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft werden wir uns sicher nicht bewerben können, weil das eine Nummer zu groß für uns wäre. Obwohl eine Heim-WM sicher spannend wäre. Weil ich glaube, dass die beiden mit ihren Fans im Rücken in der Lage sind, das Unmögliche möglich zu machen.

Ein Teil unserer Helfermannschaft nach getaner Arbeit

Begeisternd war das viele Herzblut, was alle Helfer in diese Veranstaltung gesteckt haben. Obwohl unser Verein in den nächsten Wochen jede Menge freiwillige Arbeitsstunden für das neue Vereinsheim benötigt, sind wir in Pirna in Mannschaftsstärke angetreten, damit es alle Tanzpaare vor Ort schön haben. Ein ganz besonders herzliches Dankeschön für das gelungene Gesamtpaket gebührt gleichermaßen den „Silberpfeilen“. Die Paare und das Publikum sorgten für eine Stimmung, die ich bei zahlreichen Pirna-tanzt-Veranstaltungen noch nicht erlebt habe.

Ja, es gab natürlich im Vorfeld auch Befürchtungen. Insbesondere, dass der Rahmen den Anforderungen der Meisterschaft nicht gewachsen sein könnte.

Mein Fazit ist: Der Rahmen „Pirna Tanzt!“ war perfekt in Form und Größe, dass sich Paare und Zuschauer gern an diesen 14.04.2018 erinnern.

Eine deutsche Meisterschaft bedeutet auch, dass die Ausrichter unter größerer Beobachtung stehen, als bei anderen Turnieren. Das ist Anspruch und Antrieb zugleich für die Vorbereitungsmannschaft für einige Kernfragen.
Ist die Halle meisterschaftswürdig dekoriert?
Gibt es leckeres Essen zu bezahlbaren Preisen?
Passt die Technik und gibt es eine gelungene Musikauswahl?
Schlafen die wichtigen Menschen im richtigen Hotel?
Ist der Zeitplan realistisch einzuhalten?

Das meiste hatten wir in fachkundige Hände gegeben.
Alexandra Baitis hatte als Tänzermama früher für verschiedene Landesmeisterschaften ansprechend dekorierten Blumenschmuck zur Verfügung gestellt. Sie hat mit ihrer Kollegin Brit Hickmann aufwändig und geschmackvoll in grün-weiß gestalteten Tischschmuck eigens für die DM entworfen und dazu Meistschaftsfinal-Rosen mit integrierten Deutschland-Accesoires für die Teilnehmer.

Das Essen war im wahrsten Sinne des Wortes mitStil. Es ist ein Glücksfall, das sich unser Tänzer Phil Schwarick seinen Lebenstraum eines eigenen Restaurants kürzlich erfüllt hat. Ich behaupte: Auf dieser Meisterschaft hat es das leckerste Eis seit vielen Jahren gegeben. Zumindest haben die deutschlanderfahreren Funktionäre auf der Bühne Mango-Chili, Erbeer-Rucola und Birne-Parmesan fast ausnahmslos begeistert probiert.

Für die Tontechnik hatten wir mit Mario Eichler und André Markert zwei Fachleute ausgewählt, wo ich sage: Man findet in unserer Gegend keine besseren. Das war auch gut so. Schon beim Eintanzen gingen bange Blicke zur Musik, wenn schöne Standardmusik kurz durch „Rauschen“ unterbrochen wurde. Die fehlenden „WLAN-Kabel“ mögen für viele Zwecke ein Segen sein. Aber wenn die Funkfrequenzen für die vielen kabellosen Geräte knapp werden, dann kommen auch Fachleute auf Betriebstemperatur. Also fuhr André nochmals heim, um „Technik-Nachschlag“ zu holen. Mario blieb den ganzen Tag als aktiver Techniker vor Ort an den Reglern, obwohl er ursprünglich zwischendurch mit Bereitschaftsdienst eingeplant war.

Beim Hotel gab es kein Optimum bei den vielen Kriterien. Wir setzten auf ein neu renoviert eröffnetes 3-Sterne-Haus in der Innenstadt von Pirna. Es sollte nicht ohne Kritik bleiben.
Beim Zeitplan ist es wie bei der deutschen Bahn: Solange alles pünktlich verläuft …
Das mit der Pünktlichkeit haben wir tagsüber geschafft. Am Abend war die Stimmung dann doch zu schön. Oder: Wer Ballturniere exakt planen kann, ist wirklich ein Meister des Turnier-Zeitplan-Faches.

So eine Meisterschaft auszurichten, ist schön, wenn die Veranstaltung gelungen zu Ende geht. Mit dem TSC Silberpfeil hatten wir einen perfekten Partner. Meine Amtsvorgängerin Ursula Rupp hat bei Abgabe der erfolgreichen Bewerbung seinerzeit treffend formuliert: „Ihr müsst verrückt sein.“ So ist es. Ohne diese Eigenschaft ist es nicht zu schaffen. Genau deshalb wird es sicher auch ein paar Jahre dauern, bis der Verein wieder die Kraft für Verrücktheiten solcher Größenordnung hat.

 
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Hier ein Beitrag aus der SZ vom 17.04.2018
http://m.sz-online.de/nachrichten/mit-viel-applaus-zum-sieg-3919130.html

Ein Wochenende voller Turniere

27. März 2018 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

WDSF Open Pieve Di Cento, Gebietsmeisterschaft Ost 10 Tänze & Landesmeisterschaft Senioren II Standard, Bernd Hörmann Trophy

Siegerehrung Senioren II B Standard

 

Neben den Sächsischen Landesmeisterschaften in Standard der Senioren II, fanden auch die Gebietsmeisterschaften Ost der Kombination im Internationalen Congress Center in Dresden statt. Frank und Sabine Löwe nahmen die heimischen Meisterschaften war und traten in der Senioren II B an. 7 Paare gingen an den Start und das Ehepaar Löwe setzte sich in der Vorrunde durch und durfte direkt das Finale bestreiten. Im Dreiviertel- und Viervierteltakt schwebten die Paare am Ufer der Elbe. Schließlich ertanzten sie sich den 6. Platz.

 

Anschließend ging es direkt für Moritz Büttner und Emily Matthies in der Jugend A weiter. Zunächst die Vorrunde Standard mit ebenfalls 7 Paaren auf der Fläche. Nachdem die 5 Standardtänze absolviert waren, hieß es schnell umziehen und vorbereiten für die Lateinamerikanischen Tänze. Auch die 5 Lateintänze absolvierte unser Jugendpaar sehr gut.

Nach Sächsischer Wertung

Siegerehrung Jugend A Gebietsmeisterschaft Ost Kombination

Sie hatten mit Abstand die beste Kondition und hätten eigentlich keine Verschnaufpausen gebraucht. Nun hieß es warten, doch zum Glück mussten die mitgereisten Fans nicht allzu lange warten: Es war klar, Moritz und Emily durften im Finale nochmals Ihr Können unter Beweis stellen. Das Jugendpaar legte gefühlt von Außen nochmal eine Schippe drauf und ertanzten sich verdient in einem starken Feld im Gesamtturnier den 4. Platz. Jedoch nach rein sächsischer Wertung war es sogar der 3. Platz, sodass es für unser junges Tanzpärchen Medaillen gab.

 

 

 

 

 

Obwohl sie sicher heiße Anwärter auf den ersten Gebietsmeistertitel der Senioren I in der Kombination gewesen wären, haben sich Erik Heyden und Julia Luckow lieber auf der Jagd nach weiteren Weltranglistenpunkten begeben. Dazu fuhren sie nach Pieve Di Cento, einer kleinen Gemeinde in Bologna, Italien. Dort fanden am Wochenende im Rahmen der Star Championchips mehrere Weltranglisteturniere statt. Am Freitag begannen Erik und Julia mit dem Turnier der Senioren I Standard (23 Paare), wo sie ins Semifinale einzogen und den 11. Platz belegten. Im Turnier der Senioren I Latein (25 Paare) tanzten sich die beiden bis ins Finale, und nahmen hier neben dem Treppchen Aufstellung mit dem 4. Platz. Dabei schlugen sie aber u.a. den Vizeweltmeister!

Auf das Siegertreppchen, aber leider erst im nachhinein, kamen Jenny und Jonatan beim Standardturnier (7 Paare) der Bernd Hörmann Trophy in Düsseldorf. Aufgrund eines Rechenfehlers mussten sie bei der eigentlichen Siegerehrung noch mit dem 4. Platz sich neben dem Treppchen positionieren. Erst am darauf folgenden Tag wurde der Fehler korrigiert, und die beiden holten sich damit nach dem Großen Preis von Deutschland am Wochenende davor, den zweiten 3. Platz in Folge bei einem Grand Prix Turnier.

Wir gratulieren allen Paaren ganz herzlich zu ihren Leistungen und Ergebnissen.

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