Döbeln und der Fluch des dritten Ligaturniers

14. Mai 2018 in Allgemein, Artikel

Jedes dritte Turnier einer Ligasaison war bisher für alle Excelsior JMD-Mannschaften sportlich in der Kategorie „Dämpfer“ einzuordnen.
2016 in Jena fiel Instanz auf den dritten Platz zurück.
2017 in Wilsdruff ging es auf Platz fünf runter.
2018 in Bernburg mussten die Mädels von NeustArt gleich als erste Mannschaft bei der Siegerehrung ausrücken.
Vorweg genommen: Nein, InsTanz hat in Döbeln diesen Fluch leider nicht beenden können.
Vielleicht hilft das klare Aufschreiben dieser Serie dabei, dass im Jahr 2019 der „Fluch“ gebrochen wird und die Mission Erfolgsgeschichte drittes Ligaturnier beginnt.

In gewisser Weise verlief das Wochenende in Döbeln emotional ähnlich wie Bernburg. Nur diesmal in umgekehrter Reihenfolge.
NeustArt hat das Ergebnis von Bernburg hervorragend aufgearbeitet. Die Köpfe der Tänzerinnen waren frei, um sich leidenschaftlich von ihrer ersten Liga-Choreografie zu verabschieden. Und das hoffentlich zweimal tun zu dürfen.
Da es in der Jugendverbandsliga ein „Vorderfeld“ mit 4 Mannschaften und „Hinterfeld“ mit praktisch 7 gleichstarken Mannschaften gibt, liegen in dieser Liga immer rechnerische Kuriositäten in der Luft.
Diesmal hatten in der Vorrunde aller 11 Formationen nur 5 Formationen die erforderlichen 3 Kreuze ertanzt. Da aber mindestens die Hälfte – also sechs Formationen – in die nächste Runde kommen müssen, mussten in dem Fall auch alle Formationen mit zwei Kreuzen weiterkommen. Und das waren weitere 5.
Bei der Zwischenrunde mit 10 Formationen ergab sich das gleiche Ergebnis noch einmal. Gott sei Dank ist 5 die Hälfte von 10 und es konnte ins Finale gehen.

Dass NeustArt genau diesen fünften Platz im Finale einnehmen konnte, hatte zwei wunderbare Nebeneffekte:
1. Dieser Platz ist für NeustArt genau so traumhaft schön, wie das Bernburg-Ergebnis für InsTanz.
2. Zum Saisonabschluss durften die Mädels ihre Choreografie sogar dreimal tanzen.
In der Fachsprache heißt so etwas: Happy End.

Ein Esotheriker könnte meinen: Damit hatte der TSC Excelsior seine Portion Glück von Döbeln wohl ausgeschöpft.
OK vielleicht, aber bei Licht betrachtet: Der Erfolg von Bernburg hatte definitiv Tücken:
1. Man gewöhnt sich so schnell ans „Gewinnen“.
2. Man bekommt von seiner Umwelt ein tonnenschweres Etikett umgehängt, wo das Unwort „Favorit“ draufsteht.

Die Tänze von Instanz waren technisch hervorragend. Aber eben emotional nicht so frei wie in Bernburg. Die geistige Bürde des Favoriten konnte die Mannschaft scheinbar nicht abstreifen. Das Momentum hatten diesmal andere Formationen auf ihrer Seite. 

Als feststand, dass InsTanz diesmal nicht gewinnen wird, passierte etwas Erdendes. Bei Sportlern und Fans gleichermaßen.
Jetzt, wo man sich eigentlich leidenschaftlich gegenseitig für Silber drücken müsste, sickert einfach unbarmherzig die Enttäuschung über das verpasste Gold in jede Ritze. Und produziert viele schweigende in sich gekehrte Menschen. Dann braucht es Menschen wie Nadja, die sich schnell „aufrappeln“ und die Situation umlenken: „Mein Gott, bei der Stimmung könnte man denken, wir sind Letzter geworden. Wir sind aber Zweiter geworden, mit zwei Einsen drin!! Das können wir feiern.“

Wie wahr, denn so eine schöne Saison wie diese hat Instanz noch nie getanzt. Und das Thema Favorit sind wir nun Gott sei Dank los.
Nun ist es an uns, das Saisonfinale perfekt vorzubereiten. Auf allen Ebenen, denn es ist unser Heimturnier ist. Ich freue mich drauf.

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