Das Wochenende der Sieger: Teil 2: InsTanz in Saalfeld

17. April 2018 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

Liebe Leser, bitte schaut zuerst das folgende Video an:
Siegerehrung, Saalfeld, 15.04.2018

Es zeigt Menschen, die dort erfahren, dass ihnen nach drei Jahren Wartezeit genau das gelingt, was diese sich sehnlich gewünscht haben. Für die tänzerische Leistung einmal mit dem ersten Platz belohnt zu werden. So schön wird der Jubel eventuell nur beim ersten Mal sein. Schon beim bloßen Zuschauen lässt sich Energie tanken für die eigenen Ziele und Aufgaben. 🙂
Was man wegen der Auflösung im Video nicht sehen kann: Die Kapazität des überreichten Pokals reichte nicht für das komplette Augenwasser, was Phil und seine Mädels aus Gründen spontaner Freude verloren haben.

Das erste Turnier der JMD-Saison ist immer besonders spannend. Wie zahlt sich das Training der vergangenen Monate aus? Welche Choreografien sind diese Saison angesagt?

Ich hatte in dieser Saison das Glück, den Trainingsfortschritt verfolgen zu können. Bei meiner inwischen fast traditionellen „Neusaisonsansprache“ an die Mannschaft war ich deshalb überzeugt: Aller guten Dinge sind drei (Anläufe). Wir fahren heute nicht ohne etwas nach Hause. Vor zwei Jahren in Saalfeld hatte ich mit diesem in gleicher Weise geäußerten Gefühl schon einmal Recht. Damals war es der Pokal für den dritten Platz. Letztes Jahr gab es zwar zwei Einsen, aber die anderen hohen Zahlen in der Wertung führten uns an den Fußboden-Trommelwirbel-Plätzen vorbei.

Aber meine Tänzer haben sich vom Vereinschef keinen Druck machen lassen und schlagfertig geantwortet: „Stimmt, wir kriegen heute eine Urkunde.“
Natürlich war allen klar, dass ich diese bunten trinkähnlichen Gefäße als Beuteziel gemeint hatte, die es für Medaillenplätze gibt.

Worauf ich besonders stolz bin, ist die Energie, die in dieser Mannschaft steckt. Die Geschlossenheit, der faire Umgang miteinander, die gebastelten Glückbringer, die Annika an die ganze „Familie“ ausgeteilt hat. In der Vorrunde konnte man bei den Mannschaften sehen, dass alle große Lust hatten, nach der langen Pause endlich ihre Choreografie im Wettkampf zu zeigen. Der Auftritt von InsTanz in der Vorrunde war dennoch mein persönliches Highlight als bester Durchgang aller Teams des gesamten Turniertages: Weil die Choreografie erfrischend anders ist und ich spüren konnte, dass die Tänzer dieses Thema richtig gerne umsetzen.

Im großen Finale war der Schieberegler für die Leidenschaft nicht mehr ganz bei 100%. Allerdings hatten auch andere Formationen bei der Vorrunde sichtbar Pulver verschossen. Ich wurde von meinem linken Nachbarn, dem Freund einer InsTanz-Tänzerin nach Ende des großen Finales gefragt, auf welchen Sieger ich denn tippe. Vielleicht wirke ich in meiner Vereinsjacke kompetent. Aber mit meinem fundierten JMD-Halbwissen bin ich bisher nur begrenzt brauchbar gewesen beim Ergebnisse raten.
Diesmal antwortete ich zielsicher: Das war so deutlich, das kann nur InsTanz sein. Mit meinen roten Excelsior-Glückssocken, dem NeustArt-Fan-T-Shirt unter der Vereinsjacke und den ganz frisch eingeweihten InsTanz-Glücksbringern von Franzi Stolzenbachs Oma auf dem Schoß müssen die Karma-Punkte diesmal einfach reichen… 😉

Wenige Augenblicke vor dem Video ganz oben im Beitrag habe ich meine Frau ganz fest umarmt. Weil ich ausnahmsweise mal Recht hatte. Die Fachkenntnisse einer Turnierleiterausbildung bei der Ergebnisausrechnung waren nützlich, ein paar Sekunden eher zu wissen, dass es verdammt knapp aber dafür sehr herzlich zum Sieg gereicht hat.

NeustArt hatte am Vortag dieses Glück nicht. Die Jugendverbandsliga ist dieses Jahr in der Tat so ausgeglichen, dass zwischen vielen Formationen nur eine Winzigkeit liegt. Dass zweimal 3 Formationen sich einen Platz teilen müssen, kommt tatsächlich extrem selten vor. Ich wünsche mir, dass sich die Mädels davon nicht beeindrucken lassen und beherzt weiter das zeigen, was in der Mannschaft steckt. Solange Annika stolz ist, ist alles im grünen – oder besser blauen 😉 – Bereich.

Das Schöne ist: Der nächste Auftritt findet mit beiden Formationen gemeinsam in Bernburg statt. Bei der Schlagkraft nach dem Motto „Einer für alle und alle für Einen“ kann das doch nur ein Heimturnier in 200 km Entfernung werden.

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