Das Wochenende der Sieger: Teil 1: deutscher Meister Erik & Julia

17. April 2018 in Allgemein, Artikel, Ergebnisse

Erik&Julia haben es geschafft 🙂

Zugegeben: Unser Verein hat sich vor allem genau für diese deutsche Meisterschaft beworben, weil wir erhofft hatten, was vorgestern wahr geworden ist: Erik & Julia bringen eine ausverkaufte Herderhalle in Pirna „aus dem Häuschen“ und erringen für unseren Verein ihren ersten deutschen Meistertitel.
Erik & Julia waren auch das schlagende Argument, mit dem wir den befreundeten TSC Silberpfeil Pirna letztlich überzeugt hatten, für dieses Projekt die Traditionsveranstaltung „Pirna tanzt!“ „auszuleihen“.

So wurde es dann auch hinreichend laut, als aus Sicht vieler Fans endlich gegen 21:00 Uhr die Finals der Senioren I begannen. Erik & Julia sind ein Paar, das sich gerne zu Höchstleistungen kitzeln lässt, wenn die Unterstützung vom Publikum da ist.

Beide fühlten sich sichtbar wohl. Angesichts Ihrer tänzerischen Dominanz hatte wahrscheinlich niemand im Saal Zweifel, dass die späteren Publikumslieblinge auch die Wertungsrichter dazu bewegen können, die Einsen beim Paar 39 ins Digi zu tippen. Was am Ende bei 85 der 90 möglichen Fälle genau so geklappt hat. 

Lieber Erik, liebe Julia, ich bin stolz auf euch. Ich bin sicher, die anderen Fans und Vereinsmitglieder auch :-).

Um die Ausrichtung der Weltmeisterschaft werden wir uns sicher nicht bewerben können, weil das eine Nummer zu groß für uns wäre. Obwohl eine Heim-WM sicher spannend wäre. Weil ich glaube, dass die beiden mit ihren Fans im Rücken in der Lage sind, das Unmögliche möglich zu machen.

Ein Teil unserer Helfermannschaft nach getaner Arbeit

Begeisternd war das viele Herzblut, was alle Helfer in diese Veranstaltung gesteckt haben. Obwohl unser Verein in den nächsten Wochen jede Menge freiwillige Arbeitsstunden für das neue Vereinsheim benötigt, sind wir in Pirna in Mannschaftsstärke angetreten, damit es alle Tanzpaare vor Ort schön haben. Ein ganz besonders herzliches Dankeschön für das gelungene Gesamtpaket gebührt gleichermaßen den „Silberpfeilen“. Die Paare und das Publikum sorgten für eine Stimmung, die ich bei zahlreichen Pirna-tanzt-Veranstaltungen noch nicht erlebt habe.

Ja, es gab natürlich im Vorfeld auch Befürchtungen. Insbesondere, dass der Rahmen den Anforderungen der Meisterschaft nicht gewachsen sein könnte.

Mein Fazit ist: Der Rahmen „Pirna Tanzt!“ war perfekt in Form und Größe, dass sich Paare und Zuschauer gern an diesen 14.04.2018 erinnern.

Eine deutsche Meisterschaft bedeutet auch, dass die Ausrichter unter größerer Beobachtung stehen, als bei anderen Turnieren. Das ist Anspruch und Antrieb zugleich für die Vorbereitungsmannschaft für einige Kernfragen.
Ist die Halle meisterschaftswürdig dekoriert?
Gibt es leckeres Essen zu bezahlbaren Preisen?
Passt die Technik und gibt es eine gelungene Musikauswahl?
Schlafen die wichtigen Menschen im richtigen Hotel?
Ist der Zeitplan realistisch einzuhalten?

Das meiste hatten wir in fachkundige Hände gegeben.
Alexandra Baitis hatte als Tänzermama früher für verschiedene Landesmeisterschaften ansprechend dekorierten Blumenschmuck zur Verfügung gestellt. Sie hat mit ihrer Kollegin Brit Hickmann aufwändig und geschmackvoll in grün-weiß gestalteten Tischschmuck eigens für die DM entworfen und dazu Meistschaftsfinal-Rosen mit integrierten Deutschland-Accesoires für die Teilnehmer.

Das Essen war im wahrsten Sinne des Wortes mitStil. Es ist ein Glücksfall, das sich unser Tänzer Phil Schwarick seinen Lebenstraum eines eigenen Restaurants kürzlich erfüllt hat. Ich behaupte: Auf dieser Meisterschaft hat es das leckerste Eis seit vielen Jahren gegeben. Zumindest haben die deutschlanderfahreren Funktionäre auf der Bühne Mango-Chili, Erbeer-Rucola und Birne-Parmesan fast ausnahmslos begeistert probiert.

Für die Tontechnik hatten wir mit Mario Eichler und André Markert zwei Fachleute ausgewählt, wo ich sage: Man findet in unserer Gegend keine besseren. Das war auch gut so. Schon beim Eintanzen gingen bange Blicke zur Musik, wenn schöne Standardmusik kurz durch „Rauschen“ unterbrochen wurde. Die fehlenden „WLAN-Kabel“ mögen für viele Zwecke ein Segen sein. Aber wenn die Funkfrequenzen für die vielen kabellosen Geräte knapp werden, dann kommen auch Fachleute auf Betriebstemperatur. Also fuhr André nochmals heim, um „Technik-Nachschlag“ zu holen. Mario blieb den ganzen Tag als aktiver Techniker vor Ort an den Reglern, obwohl er ursprünglich zwischendurch mit Bereitschaftsdienst eingeplant war.

Beim Hotel gab es kein Optimum bei den vielen Kriterien. Wir setzten auf ein neu renoviert eröffnetes 3-Sterne-Haus in der Innenstadt von Pirna. Es sollte nicht ohne Kritik bleiben.
Beim Zeitplan ist es wie bei der deutschen Bahn: Solange alles pünktlich verläuft …
Das mit der Pünktlichkeit haben wir tagsüber geschafft. Am Abend war die Stimmung dann doch zu schön. Oder: Wer Ballturniere exakt planen kann, ist wirklich ein Meister des Turnier-Zeitplan-Faches.

So eine Meisterschaft auszurichten, ist schön, wenn die Veranstaltung gelungen zu Ende geht. Mit dem TSC Silberpfeil hatten wir einen perfekten Partner. Meine Amtsvorgängerin Ursula Rupp hat bei Abgabe der erfolgreichen Bewerbung seinerzeit treffend formuliert: „Ihr müsst verrückt sein.“ So ist es. Ohne diese Eigenschaft ist es nicht zu schaffen. Genau deshalb wird es sicher auch ein paar Jahre dauern, bis der Verein wieder die Kraft für Verrücktheiten solcher Größenordnung hat.

 
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Hier ein Beitrag aus der SZ vom 17.04.2018
http://m.sz-online.de/nachrichten/mit-viel-applaus-zum-sieg-3919130.html

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