Deutsche Meisterschaft Kombination

4. Mai 2013 in Artikel

Nach der erfolgreichen Gebietsmeisterschaft über 10 Tänze im März, bei der aus fünf teilnehmenden Bundesländern eine Excelsior-Clubmeisterschaft wurde, ging es am 4. Mai für alle drei qualifizierten Paare nach Bad Homburg zur Deutschen Meisterschaft über 10 Tänze (Kombination).

In dem angenehm hergerichteten Saal musste man sich wieder an zwei Dinge erinnern. Zum einen an eine für eine Deutsche Meisterschaft relativ kleine Fläche und zum anderen an einen mit Tageslicht gefluteten Saal. Ersteres ist unschön, letzteres eine Gewöhnungsfrage. Nun zogen sie sich hin – die Tanzrunden. Standard Latein, Latein Standard, Standard Latein.
Ein Paar musste nur einmal die Turniersachen wechseln, die anderen beiden Paare „durften“ dies zweimal vornehmen. Ein dreifacher Wechsel der Outfits ist leider nur den westdeutschen Paaren vorbehalten gewesen.

Ob nun 8., 9. oder 15. Platz, alle drei Paare haben sich lang und intensiv auf diesen Jahreshöhepunkt vorbereitet. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dass dies neben Beruf, Studium, Alltagsverpflichtungen,… nicht einfach ist, wissen die Paare am besten. Trotzdem haben sie genügend Ehrgeiz und „opfern“ auch die letzten Minuten ihrer außerberuflichen Zeit für den Sport und vertreten den Verein und das Land im In- und Ausland. Man kann also getrost behaupten, dass diese drei Paare die derzeitigen Aushängeschilder in der höchsten Turnierklasse und -form sind.

Das Publikum ging ab dem ersten Tanz mit den Paaren mit, am Rand tummelten sich Funktionäre der jeweiligen Länder, Trainer und Bundestrainer aus der ganzen Republik. Man redete, stand in Gruppen zusammen, unterstützte seine Paare oder schaute einfach nur der Creme de la Creme des deutschen Tanzsports zu. Die Paare des Landes Sachsen? Ja die waren auch da, sie fahren gemeinsam hin, motivieren sich, feuern sich an und trinken danach vielleicht auch einmal ein hochprozentiges Wässerchen. Nur leider stehen sie fast immer allein an der Fläche.
Auf der Jahreshauptversammlung des LTVS wird erklärt, dass im Rahmen von gesunkenen Zuschüssen die älteren Paare nicht mehr finanziell unterstützt werden können. Mmhhh, dies kann man verstehen, wo hört man nichts über finanzielle Engpässe. Aber liegt es denn immer nur am Geld? Warum sind Paare aus anderen Landesverbänden mit schlechteren Leistungen vor den sächsischen? Warum schmunzelt man im Westen über die Sachsen? Liegt es wirklich nur am Geld? Ist es nicht ein toller Erfolg, dass unter den 15 besten deutschen Paaren über 10 Tänze, drei aus Sachsen sind? Unterstützung und Rückhalt muss nicht immer nur anhand der Geldsumme festgeschrieben werden! Eine physische Anwesenheit während eines Wettkampfes ist in keiner Weise zu unterschätzen! In den letzten anderthalb Jahren hätte es von Funktionsträgern ruhig ein bisschen mehr sein dürfen.

Vielen Dank an die immerwährende Unterstützung von zwei Familien und diejenigen, die sich mit oder ohne öffentliche Funktion auf einer Deutschen Meisterschaft wiederfinden!

Die drei Turnierpaare, die in Bad Homburg leider – wieder einmal – allein am Flächenrand standen.

Hinterlasse eine Antwort

Du musst Dich einloggen, um einen Kommentar zu schreiben.

Wir benutzen Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch deinen Besuch stimmst du dem zu.
Zur Werkzeugleiste springen