9. Weihnachtsbowling 2010

13. Dezember 2010 in Ergebnisse

Ergebnisse 9. Excelsior-Weihnachtsbowling am 13.12.2010 in Dresden

Gesamt: 13 Paare

Finale
1. Andreas Hoffmann – Marion Fiedler 560 Pins (149/138) 287 – (131/142) 273
2. Phil Schwarick – Olga Golikow 432 Pins (96/127) 223 – (90/119) 209
3. Georg Cerwenka – Jana Hänsel 426 Pins (178/92) 270 – (63/93) 156
4. Ronny Hormann – Laura Dalicho 423 Pins (114/139) 253 – (83/87) 170
Zwischenrunde
5. Ulrich Trodler – Solveig Herrmann 408 Pins (100/127) 227 – (83/98) 181
6. Markus Ziebegk – Nico Brockmann 407 Pins (97/121) 218 – (101/88) 189
7. Christoph Kies – Felicitas Timmler 406 Pins (121/104) 225 – (107/74) 181
8. Georg Langer – Noreen Hinrichs 405 Pins (99/96) 195 – (114/96) 210
Vorrunde
9. Mario Illinger – Daniel Sieber 393 Pins (110/102) 212 – (99/82) 181
10. Erik Heyden – Ina Trodler 389 Pins (112/120) 232 – (82/75) 157
11. Marian Illinger – Franziska Frenzel 367 Pins (120/139) 259 – (37/71) 108
12. Matthias Rose – Annika Röhl 357 Pins (65/97) 162 – (86/109) 195
13. Eugen Boos – Franziska Schöne 348 Pins (95/67) 162 – (91/95) 186

13 Paare wollten die neunte Auflage des Excelsior-Weihnachtsbowlings mitgestalten, eine erfreuliche Beteiligung. OK, das Niveau war diesmal eher weihnachtlich entspannt. Für die Pins war es nicht zu stressig. Diesmal gab es im Mittelfeld eine ziemliche Grüppchenbildung mit ganz engen Ergebnissen. Folglich haben nur 4 Paare das Finale erreicht.

Nun der Reihe nach und zwar diesmal von vorn. Zu behaupten, es hätte einen Kampf um den Sieg gegeben, wäre glatt gelogen. Der Abstand zwischen dem Sieger und Zweitplatzierten war etwa doppelt so groß, wie zwischen zweitem und dreizehnten.

So bowlte ein Paar an der Spitze einsam für sich allein und der Rest gegeneinander. Als Kerstin beim Standard-Training vorm Bowling entschuldigend feststellte: „Ich werd heut nicht mitkommen. Das Wetter draußen ist ja grad nicht so.“ Hääh? Liebe Kerstin, Bowling findet drin in geschlossenen Räumen statt. Es waren sogar etwa 20 Grad da drin, plus selbstverständlich. Ob Andreas langfristig daran gebaggert hat, seiner Partnerin das Bowling unschmackhaft zu machen, darf intensiv gemutmaßt werden, um sich mit einer besseren Partnerin zu „bewaffnen“.
Und Topfavorit Sylvio, der Herr der Vorjahreszweiten, hat sich rechtzeitig am Tag des Bowlings auf Arbeit (ja, was wäre die Welt ohne das Handwerk) seinen Rücken so verhoben, dass er verhindert war… Zufall?
Er zeigte aber trotz Schmerzen und Spritze im Rücken unglaublich viel menschliches Format, als Beobachter seiner Frau dabei zuzusehen, wie Sie mit einem anderen Partner fremdgehend Ihren zweiten Titel holte.
Marion war wirklich der Hammer. Die Kugeln setzten sanft auf der Bahn auf, als wär sie ein Federbett, rauschten wie am Faden gezogen nach hinten und verursachten stets verheerende frontale Zusammenstöße mit vielen Verlusten. Im zweiten Wurf neunmal alle Pinreste zu einem Spare verarbeitet. Nervenstärke auf Rekordniveau. Nach den erfolgreichen Einschlägen huschte ein Lächeln über Ihr Gesicht und sie begab sich zielsicher zur Ladestation. Sie vorn, Er hinten, Arme um die Hüften anstandsneutral angedockt. Sylvio-Küsse und Kuscheleinheiten nachtanken.
Tipp für alle Bowler, die immer unter 100 bleiben: Bringt mal Eure Ladestation von zu Hause mit. Wobei für Zuschauer begrenzte Platzkapazitäten bestehen.
Andreas ist inzwischen hinlänglich als Rekordhalter aufgefallen, der seine rohe männliche Kegel-Gewalt öfter in Strikes umsetzt und deshalb nicht immer hinten abräumen muss und trotzdem den Titel des Einzelsiegers erobern konnte. 560 Punkte sind neuer Rekord im Bowling, ob das jemals überboten wird? Hoffentlich nicht, sonst kommen immer mehr Paare wegen mangelnder Gewinnchance die nächsten Jahre nicht mehr mit…

Lieber Excelsior-Bowlingnachwuchs unter 40, offenbar muss man tatsächlich lange reifen, um ein guter Bowler zu werden…, denn die beiden waren das einzige Seniorenpaar und im Gegensatz zu tänzerischen Wettkämpfen scheint die Leistung bis zum besten Alter proportional zu sein.

Kommen wir zum normalen Rest aus der Hauptgruppe. Phil&Olga sind das Siegen inzwischen gewöhnt. Das hat sich nicht geändert. Zwei schöne Menschen: groß, schlank, wurfstark, ausgeglichen und mit starkem Finish im zweiten Durchgang.

Das Ergebnis um Bronze entschieden der Hauch von drei Pins…, 2 Paare, deren Herren es auf erfolgreich vermeiden konnten, den undankbaren Silberrang zu belegen.

Georg C & Jana.
Sie mussten auf unterste Treppchen. Sein erster Durchgang muss für die Pins die Hölle gewesen sein. Dieses ständige umgeworfen und aufgestellt werden. Ohne Chance auf Gnade, dass wenigstens einer stehend durchkommt. Als Trost hat er den 21. Bonuswurf als Abschluss der Runde in die Rinne geschoben. Mitgefühl mit den weißen Plastikteilchen da hinten? 178 Punkte für einen Durchgang. Sensationell. Es gibt Menschen, die ganz unten im Bericht noch genannt werden, die benötigen für diese Punktzahl 5 Durchgänge.
Jetzt war den Leuten klar, dass die charakteristische binnenkörperliche Festigkeit, die ihn beim Tanzen nach dem langsamen Walzer immer wieder überkommt von seiner rechten Hand herrührt, die einfach all seine Geschmeidigkeit in sich aufsaugt.
Georg bemerkte aber sofort beschwichtigend gegenüber seinen Bewunderern: „Im zweiten Durchgang lässt das nach, weil mir dann die Hand langsam wehtut.“ Gut zu wissen.
Und dann wollte er noch den Stil des Sportwarts imitieren… OK, wenn’s sein muss.
Die Schmerzen in Georgs rechter Extremität müssen brutal gewesen sein, zumindest sind es die Augenschmerzen des Lesers, wenn man den Einbruch der Punktzahl im zweiten Durchgang mit ansehen muss. Unfassbar.
Jana ist erst zum zweiten Mal dabei und hat noch nicht die große Stärke erreicht. Es wäre etwas vermessen, Ihr Talent zu bescheinigen. Sie bowlte sich im zweiten Durchgang die Seele aus dem Leib und überholte ihren Partner um einen Pin… Schon wieder Zufall? Oder hat er Sie extra überholen lassen, um gerade noch Bronze zu retten und den Paarfrieden für das nächste Turnier zu sichern?

Ronny H alias Sportwart feat. Bahnschranke mit Laura knapp an der Medaille vorbei.
Den Kennern des Excelsior-Bowlingzirkus ist damit alles klar. Vorjahressieger mit der schönen Franzi. Aber der Job als Sportwart … das setzt auf Dauer jedem Menschen zu … vor allem wenn Leute Hauptgruppe 2 tanzen, die gar keine Hauptgruppe 2 sind.
Lieber Ronny, es gibt beim Bowling schon immer 2 (in Worten: Zwei) Wertungsdurchgänge, die auf die Gesamtpunktzahl angerechnet werden. Für die berühmten unterdrehten Kreisel, die zu 90% in der Rinne landen, bevor sie hinten ankommen, ist danach noch Zeit…
Das erstaunliche: Trotz seiner Arbeitsverweigerung zu Anfang des zweiten Durchgangs holte er noch 6 Strikes… Laura ist so wunderschön ruhig und zurückhaltend: Wie ihr Bowlingergebnis und ihr Markenzeichen: Zeitlupenstrike. Zeitabstand zwischen dem Sturz des ersten und zehnten Pins: ca. 5 Sekunden. Laura hat sich schon längst umgedreht, um vergebens die Kugel für den zweiten Wurf zu holen und wundert sich dann beim Rückweg zur Abwurflinie, dass keine stehenden mehr da sind … Netter ballistischer Anschauungsunterricht, aber klappt halt extrem selten. Schade.

Es hat noch nie eine Platzgleichheit beim Weihnachtsbowling gegeben und es hat noch nie 4 Paare gegeben, die nur einen Pin voneinander getrennt sind. Somit ist die Einsortierung der Plätze zwischen 5 und 8 eher Zufall als irgendwie nennenswert.

5. Uli & Solli, zum ersten Mal in dieser Konstellation am Start. Uli hat sich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Als früherer Sieger tritt er seit Jahren auf Stelle und muss viele Bowler inzwischen vorbeilassen. Für Ihn scheint das mit der Bowling-Altersreife nicht zuzutreffen. Musste man sich bei Solli früher Gedanken machen, dass eine 6er-Kugel überhaupt hinten ankommt, war es diesmal eine kraftvolle und zielstrebige Vorstellung. 98 Pins im zweiten Durchgang sind ein grandioser Fortschritt, wenn man in der Chronik der vergangenen Jahre blättert… Irgendwann fällt sie, die 100.

6. Markus & Nico.
Er zum zweiten Mal dabei und die männliche Sie im Paar das erste Mal. Markus fragte traditionell wie letztes Jahr vor dem Bowling, ob er noch eben einen Döner essen gehen darf und bat direkt nach dem Schmaus den Verfasser dieses Machwerks mit der typisch aromatischen Zwiebelfahne doch gut über ihn zu berichten. Glatte Einflussnahme auf eine subjektive Berichterstattung… Bevor die Organisatoren das unverantwortliche Risiko eingehen, dass er sich beim nächsten Mal zwei Stück holt und die anderen dann deutlich mehr als 10 Minuten auf den Start warten müssen…?
Somit, lieber Markus: Extralob. Sehr schön. Du wärst mit Wunschpartner Erik auf den zweiten Platz gekommen.
Als Du Mitte des zweiten Durchgangs das türkische Kalorienkunstwerk verdaut hattest: sensationelle 70 Pins aus den letzten 5 Durchgängen.
Für’s nächste Mal: Zugegeben, es ist keine 3-Sterne-Küche, aber die Pizza oder Kartoffelecken im Star Bowl kann man wirklich essen. Und für den evtl. Mehrpreis bietet der Verein eine bequeme Ratenzahlung bis zum nächsten Weihnachtsbowling an.

7. Christoph & Feli
Obwohl gemeldet, tauchte Gleb beim Weihnachtsbowling nicht auf. Schon wieder Zufall? Oder hat Feli nachgeholfen? Gleb ist bisher eher mit hinteren Plätzen aufgefallen mit dem Talent eines Zahlenstrahls und dem Humor einer Differentialgleichung.

Also: verliebt, mit dem Spaßfaktor eines dreifachen Weltmeisters bowlt sichs natürlich immer gut. Dementsprechend motiviert legte sie los: 57 Pins aus den ersten 4 Durchgängen. Dann war irgendwie Ladehemmung. Christoph hat lange dagegengehalten, fing dann aber auch irgendwann an zu bröckeln. Er muss schließlich immer die linke Hand nehmen. Sicheren Finalplatz am Schluss vergeben. Schade.

8. Georg C & Noreen
Er schimpfte wie ein Rohrspatz: Hat sich doch der Bowlingcomputer erdreistet, ihm einen Strike abzuerkennen. Richtig Georg, Du hattest im ersten Durchgang gefühlt über 100 Punkte, auch wenn nur 99 auf der Anzeigetafel standen. Und bist damit gefühlter fünfter im Endresultat. Noreen war schon immer besser als Georg. Aber zum Trost hatte beide im zweiten Durchgang die gleiche Punktzahl: 96. Anpassung nach unten. Verzicht aus Liebe?

Kommen wir zu den Niederungen der Vorrunde.

9. Mario und Daniel.
Beide sehen schillernd aus. Der eine langhaarig bebrillt, der andere großgewachsen und unheimlich präsent im Oberkörper. Aber wirklich fürchten mussten sich die Pins vor Ihnen nicht. Für ganz vorn zu wenig und für ganz hinten zu viel.

10. Erik und Ina.
Uli hatte sich ja mit Solli bewaffnet und damit brauchte Ina einen neuen Partner. Hmm, und wurde mit Erik verkuppelt. Dass Ina mit Erik einen starken Partner hatte, der am oberen Rand seiner Möglichkeiten bowlte, konnte Sie irgendwie nicht beeindrucken. Sie blieb leider unter ihren Möglichkeiten und war hinterher untröstlich. Als Erik erfuhr, dass er nicht mit Markus und zum Schluss auch die Musikanlage im Star Bowl ausfiel, ätzte er zwinkernd: „Keine dolle Organisation diesmal.“ Alter Schwede, diese Veranstaltung wird traditionell vom Pressewart organisiert und alle dürfen gespannt sein, wer die dolle Organisation nächstes Jahr macht …

11. Marian & die frenzelnde Franzi
Das Paar der Rekorde. Marian ist seit Jahren als Spitzenbowler bekannt. Da er mit Franzi keine Chance hat, versuchte er sich mit neuen Herausforderungen: Wer bekommt die Kugel am langsamsten hinter. 0,9 km/h Unfassbar. Rekord unter großem Jubel der Zuschauer.
Bei Franzi kann man sich die Frage stellen, ob sich der Optiker bei den Dioptrien verrechnet hat. Selbst wenn Sie eine Kugel mit eingebauten Magneten bekäme, wäre das Zufall, wenn sie auf der Bahn bliebe. 22 Ratten auf 40 Wurf, 3 Auslandsvorwahlen in Folge, 37 Punkte pro Runde. Alles Rekorde. Eigentlich ununtertreffbar. Nur die schöne Franzi hatte vor 7 Jahren mal 26 Punkte.
Liebe Eltern, wenn Ihr möchtet, dass Eure Töchter später beim Bowling einigermaßen bestehen können, bitte nennt sie nicht Franziska.

12. Matthias und Annika
Matthias hat akuten Annegret-Frauenmangel, was seine binnenkörperliche Festheit akut verstärkt. Eine komplette Runde rein gar nichts abgeräumt. Sehr traurig. 162 Pins sind eigentlich keine Leistung aber angesichts der Familiensituation hiermit entschuldigt. Annika ist neu im Geschäft und die 195 Pins sehr ordentlich. Respekt. Obwohl die dort keine Ballettstangen an der Abwurflinie hatten. Musste Sie sich halt mit Tanzen um die Tische ablenken.

13. Eugen und die schöne Franzi
Eugen hat irgendwie nicht so richtig stattgefunden. Speziell im zweiten Durchgang nicht mehr. Franzi war leicht krank, hatte extra das Standardtraining ausgelassen und wurde dann als Vorjahressiegerin mit unfassbaren Menschen auf eine Bahn gesetzt. Was Sie leicht erregte und nicht zur gewohnten Form finden lies. Ok, ich kenn den gut, der die Bahnen immer einteilt. Mit brutaler Willkür. Ich red mal mit Ihm, dass das nächstes Jahr mal jemand anderes macht … Dann werden vielleicht auch die Ergebnisse aller Teilnehmer wieder besser.

In dem Sinne schöne Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht
Der Verfasser.

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