8. Weihnachtsbowling 2009

7. Dezember 2009 in Ergebnisse

Ergebnisse 8. Excelsior-Weihnachtsbowling am 07.12.2009 in Dresden

Gesamt: 11 Paare

Unser Vorbild alias: Zu viel(e Pins) für eine Frau
0. Marian Illinger 294 Pins (135/159) 294
Finale
1. Ronny Hormann – Franziska Schöne 497 Pins (146/114) 260 – (125/112) 237
2. Sylvio Kühn – Marion Fiedler 461 Pins (103/113) 216 – (141/104) 245
3. Daniel Sieber – Matthias Rose 446 Pins (105/156) 261 – (97/88) 185
4. Markus Ziebegk – Jenny Müller 442 Pins (101/87) 188 – (107/147) 254
5. Erik Heyden – Christian Hanzelmann 430 Pins (133/85) 218 – (109/103) 212
6. Christian Langer – Lilian Ebert 429 Pins (156/115) 271 – (80/78) 158
Vorrunde
7. Ulrich & Ina Trodler 414 Pins (121/90) 211 – (103/100) 203
8. Andreas & Kerstin Hoffmann 408 Pins (118/141) 259 – (94/55) 149
9. Georg Cerwenka – Jana Hänsel 385 Pins (122/116) 238 – (72/75) 147
10. Georg Langer – Noreen Hinrichs 344 Pins (73/86) 159 – (79/107) 186
11. Gleb Below – Felicitas Timmler 304 Pins (83/50) 133 – (63/108) 171

23 unerschrockene Menschen, die diesen gnadenlosen Bericht offenbar (noch) nicht so sehr fürchten, als das es Sie von einer Teilnahme an der „aktiven Weihnachtsfeier“ hätte abhalten können – Sie sollten eigentlich die Bahnen 6 – 9 des Star Bowl im ODC bevölkern. So stand das auf dem Bestellzettel. Aber der verantwortliche BowlingBahn-Einsatzplankalender-Markierfunktionär dachte sich, 6 bis 9 macht 3 Bahnen. Schade eigentlich, denn wer zählen kann ist normalerweise klar im Vorteil. So wurde es kuschlig auf den Bahnen 6 bis 8 und wir durften auf Kosten des Hauses 20 Min gratis bowlen, sehr faire Geste.

Sieben Mal ging alles gut, aber jetzt hat es doch mal geklappt: Jemand hat sich eine Tomaten-Pizza schmecken lassen und am Ende ohne Bezahlung verdünnisiert. Der Verein hofft noch, dass der ehrliche Esser den ungewollt verauslagten Schaden noch ersetzt. Die Spurenlage zu evtl. Verdächtigen wird aus ermittlungstaktischen Gründen streng geheim gehalten. Schließlich vergisst das Internet nie und wir wollen die beginnende Vita kommender Nachwuchs-Künstler nicht gefährden.

Es gab schon einige, die schmerzlich vermisst wurden: Thomas Bühn, Christoph Kies, Martin Stammwitz … (unvollständige Liste prominenter Bowlingspieler)

Das Niveau war insgesamt wieder einmal atemberaubend hoch, wobei man feststellen musste, dass es praktisch kein Mittelfeld gab. Entweder sensationell oder grottenschlecht. Fangen wir mal mit letzterem an.

Zugegeben, als feinfühliger promovierter Mathematiker ein Spitzen-Bowler zu werden, ist sicher in etwa so schwer, als wenn die Putzfrau eine Vorlesung in Algebra halten soll. Dank der heilenden Kraft eines Döners hungerte sich die erste Runde noch auf 83 Pins hoch, die zweite war mit 50 für die Anderen schlicht ununterbietbar.

Felicitas, vor 4 Jahren noch auf der Siegerliste zu finden, hatte sogar ihren eigenen Physiotherapeuten dabei (Stichwort Bahnschranke). Trotzdem landeten die ersten 5 Schuss in der Rinne, 3 Punkte auf 6 Versuche waren eine ausbaufähige Bilanz. Irgendwann zeigte die permanente Rückenmassage doch noch Wirkung, bei 108 Stück im zweiten Durchgang ließ sie Ansätze ihrer Klasse aufblitzen.

Kleiner Tipp: Am Besten die Massagebehandlung ca. 20 min vor Beginn des Wettkampfs starten.

Auf den beiden Plätzen davor sortierten sich zwei Neulinge des Excelsior-Bowlingzirkus ein, die natürlich erstmal Lehrgeld zahlen mussten. Noreen wollte die letzte 9 erreichen, und schwänzte so einige Durchgänge. Schade, bitte nächstes Jahr rechtzeitig vorher einen Antrag auf langes Aufbleiben bei den Eltern einreichen. Der Vereinsvorstand unterschreibt bei derart wichtigen Wettkämpfen ohne Zögern und organisiert selbstredend den Fahrdienst nach Hause. Das Georg ohne Partnerin dann traurig vor sich hin murmelte, volles Verständnis. Das nächste Jahr kommt bestimmt.

Jana war schon von hinten ein Hingucker am Abwurf, aber die Pins brauchten nicht wirklich große Angst davor zu haben, von einer Ihrer Kugeln getroffen zu werden. (12 Ratten, 6 Vorwahlen, davon eine Auswahlvorwahl). Georg hat sich von Beginn an glänzend präsentiert, wenn er das Potenzial aus seiner Dame künftig herauskitzeln kann, ist mit den Beiden im Finale zu rechnen.

Zwei gealterte Favoriten finden sich davor mit einem knappen Vorrunden-Aus wieder. Mit etwas Engagement hätte das bei Beiden noch für Platz 5 oder 6 reichen können, aber ansonsten war auf der Seniorenbahn 6 diesmal nicht so wirklich großer Konkurrenzkampf angesagt. Andreas gewohnt stabil wie immer, ertrug mit stoischer Ruhe die 14 Ratten seiner Partnerin. Die Pins, die sich bei Kerstins Würfen immer auf eine sanfte Entspannungsmassage freuen können, wenn sich die Kugel ruhiger Vorsicht ihren Weg bahnt: Sie wurden leider oft enttäuscht, weil die Kugel eben doch leise in der Rinne vorbeiglitt.

Da die beiden ja verheiratet sind: Ein Kuss während des Wettkampfs steigert manchmal das Ergebnis. Genau diesen Selbstversuch hat Uli gemacht, schon um seiner Ina einige der Bazillen abzunehmen, die Sie so reichlich an diesem Abend mitbrachte. Bei der krankheitsbedingten Quälerei sind Ina’s 203 Stück nicht von schlechten Eltern. Da man allerdings Uli in der Pfeife rauchen konnte – der zweite Durchgang war eine äußerst schwache uHu-Runde – konnte an diesem Abend nicht viel bei rauskommen. Das die beiden früher mal Sieger waren, davon war leider rein gar nichts zu sehen.

Zum Finale:

Dort ging es dann doch schon ganz schön zur Sache.

Um Platz 5 gab es einen spannenden Zweikampf, der letztlich mit einem Punkt Unterschied endete.

Lili hat an diesem Abend nicht wirklich viel gerissen und wurde von Ihrem Partner Christian Langer regelrecht ins Finale durchgefüttert. Christian mit sensationeller erster Runde, wollte sich voller übermut seines Hemdes entledigen. Zum Glück für die Zuschauer gab er das Vorhaben wieder auf und brachte so noch die zweitbeste Einzelleistung an diesem Abend zustande.

Christian Hanzelmann stellte sich gleich zu Beginn vor: Ich bin für Julia Luckow da, die dafür keine Lust hat. Schade eigentlich, denn schöne Frauen kann eine Weihnachtsfeier mit Männerüberschuss immer gebrauchen. Christian war in seiner konstanten Mittelmäßigkeit kaum zu übertreffen und hat sich als solider Partner bei seinem Newcomer-Auftritt durchaus für weitere Jahrgänge empfohlen.

Es gibt da eine wirklich lästige Sache, wenn bestimmte Menschen einfach mal gut bowlen wollen: Nerven.

Erik hatte den Wettkampf seines Lebens vor sich: 10. Versuch, ein Doppelstrike und 119 Punkte vorgelegt. Mit einem vernünftigen Versuch wären durch die doppelt wirkenden Bonuspunkte locker lässig 150 Punkte drin gewesen. Es wurde höchste Zeit für eine Vorwahl, um dem Traum von den drohenden Bonuspunkten doch noch zu entgehen. Die Nerven waren rechtzeitig zur Stelle und es klappte doch noch mit der Rinne. Die Runde endete bei 133. Enttäuschung pur. Davon erholte er sich im zweiten Durchgang nicht mehr. 85 Punkte sind ein trauriges Beispiel, was Nerven aus einem hoffnungsvollen Talent machen können.

Ebenso hart der Zweikampf um Bronze. Da war Markus, früher männlicher Teil des tänzerischen Erzfeindbildes Ziebegkkuske aus dem erbitterten Leipzigdresdner Konkurrenzkampf, heute ein super sympathischer Junge, den wir für unsere Excelsior-Zwecke sogar auch als Bowling-Ersttäter gewinnen konnten. Er wies mich vorab auf sein komplett fehlendes Talent hin, verbunden mit der Hoffnung, im Bericht gänzlich unerwähnt zu bleiben. Perfekt getimter Motivationsschub für einen ausführlichen Sonderabsatz. Als Tanzsportgerät mit allen Extras und sportlicher Idealkonstitution fehlen ihm beim Bowling in der Tat ein paar wichtige Prozente Körperfettanteil und eine gewisse Grobmotorik, die halt beim Tanzen leider stört. Auch er nutzte die Kraft eines Döners, dessen Geschmack er in höchsten Tönen lobte. Der erste Durchgang war – von einer Auslandsvorwahl abgesehen – ganz passabel. Später ließ die Döner-Wirkung nach. Trotzdem konnte er auf seinen Konkurrenten des Bronze-Paares Matthias Rose 3 Punkte Vorsprung herausarbeiten. über Matthias’s binnenkörperliche Festheit wurde in den vergangenen Jahren schon genügend referiert. Es bleibt hier nur ein Fazit: Entweder es fallen alle in einem Versuch um, oder sie bleiben halt stehen (seltene Zufallstreffer bestätigen die Regel). Für die rückstandsfreie Beseitigung stehen gebliebener Pin-Reste ist Matthias definitiv nicht konstruiert worden.

Dann blieb der Zweikampf Jenny gegen Daniel. Jenny kann ihrem Markus noch viel beibringen, wie man es trotz Feingefühl und Eleganz schafft, effektiv hinten aufzuräumen. Den Titel beste Dame ist Sie inzwischen gewöhnt. Am Ende war wohl der 12. Versuch das Zünglein an der Waage. Jenny schob den Bonuswurf in die Rinne. Pech. Unser Kraftwerk Daniel forderte nicht nur als mobile Stimmungskanone alle zum Dreifachen Quick-Quick-Slow für Strikes auf, er hielt in der Schlussphase auch richtig dagegen. Spannend für die Zuschauer am Ende den Rückstand wettgemacht und Bronze gesichert.

Kühnfiedlers hatten sich mit einem Paukenschlag vor zwei Jahren als Neulinge von Null auf Eins platziert und letztes Jahr unter mysteriösen Umständen gefehlt. Die Mission für dieses Jahr war glasklar formuliert: Titel zurückerobern.

Sylvio, seinerzeit Garant für den Erfolg, war diesmal ziemlich hausbacken mit einer kleinen gelben 9er-Damenkugel unterwegs. Was dabei auffiel: Mein Gott, der Mann ist Linkshänder! Wegen der fehlenden Schwungmasse für einen kräftigen Armzug beschleunigen selbst die leichten Damenkugeln wie ein Güterzug. Alle Achtung, das trotz dieser Widrigkeiten 216 Punkte herauskamen. Die 277 vor zwei Jahren muten da schier unglaublich an.

Marion war natürlich ein Zuschauermagnet: blitzsaubere Technik, publikumswirksame Würfe mit viel Raffinesse und die weiblichen Reize gekonnt eingesetzt. Irgendwann im zweiten Durchgang fing Sie klar in Führung liegend an, zu glauben, dass die Sache hier mit halber Kraft von alleine läuft… Die Flirts mit Erik wurden intensiver der wachsende übermut bei den zunehmend riskanter werdenden Würfen ließ den Zuschauern den Atem stocken. Wenn die Kugel haarscharf an den Pins vorbeisauste, muss der Luftzug an den Dreckpartikeln an der Pin-Außenhaut orkanartig gewesen sein. Sorry, das war super-spannende Unterhaltung für alle Marion-Fans. Aber alle, die vielleicht auf einen Sieg oder klitzekleinen Schlussspurt gehofft hatten, hatten am Ende eine Faust in der Tasche.

Die Sieger heißen Ronny „Schrankenbaum“ Hormann und Franziska Schöne. Vollkommen verdient erreichen Sie ihren ersten Sieg mit einem beruhigenden Vorsprung. Wenn es sich wegen der B-Note gelohnt hätte, einem Spieler mal eine Kamera an die Stirn zu schrauben, dann bei unserem Sportwart. Da wo andere Spagat machen, legt er sich nach dem Abwurf hin, das Kinn eine Handbreit über dem Boden. So kann man wirklich auf Augenhöhe mitverfolgen, wie sich das Geschehen aus dem Blickwinkel von Kugel und Pins darstellt. Ronny wäre nicht Ronny, wenn er nicht im Sinne der B-Note seine berühmten Stop-Würfe rausgelassen hätte – oder auch mal die Kugel gegen die Aufstell-Schutzvorrichtung donnert, um eine technische Störung zu erzwingen. Der Bahntechniker soll schließlich auch was tun für sein Geld. Hätte er gewusst, dass nur 3 Punkte zur magischen 500er Grenze fehlen, vielleicht hätte er auf eine Albernheit verzichtet.

Franzi konnte aus ihrer neu gewonnenen Körper-Konstitution volles Kapital schlagen. Kraftvoller Auftritt von 177 auf 237, drittbeste Dame, das war sehenswert.

Zum Schluss haben wir dann noch eine wirklich faustdicke Überraschung:

Nach 6 Jahren Abstinenz kehrte ER auf die große Bowling-Bühne zurück. Eigentlich hatte IHN keiner wirklich auf der Rechnung und eine Partnerin hatte er auch nicht mit. Man hatte sogar vergessen, IHN in den Computer einzutragen. Wurde nach SEINEM Protest nachgeholt. Gemäß Murphy beste Voraussetzungen gelungenen Abend.

Keiner der Konkurrenten konnte mit SEINEM in perfekte Grobmotorik verpackten Übermut mithalten. Speziell den zweiten Durchgang hat ER richtig clever und erwachsen ausgespielt. ER kam sah und siegte als bester Einzelspieler: Marian Illinger

Mit der Leistung war er einfach zuviel für eine gleichwertige Partnerin. Vielleicht kommt ja Franziska Frenzel trotzdem eines Tages zum Bowling mit, wenn sie erfährt, dass man sich an Marians Seite prima auf einen vorderen Platz hungern kann.

In dem Sinne: Frohe Weihnachten und bis bald zum 9. Weihnachtsbowling.

 

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