7. Weihnachtsbowling 2008

8. Dezember 2008 in Ergebnisse

Ergebnisse 7. Excelsior-Weihnachtsbowling am 08.12.2008 in Dresden

Gesamt: 10 Paare

Finale
1. Andreas & Kerstin Hoffmann 736 Pins (161/135/154) 450 – (100/92/94) 286
2. Christian Langer – Jenny Müller 722 Pins (85/153/119) 357 – (136/116/113) 365
3. Christoph Kies – Thomas Grusser 672 Pins (53/57/81) 191 – (184/153/144) 481
4. Ulrich & Ina Trodler 657 Pins (108/149/118) 375 – (56/89/137) 282
5. Alexander Schöne – Matthias Rose 642 Pins (126/116/115) 357 – (96/112/77) 285
Vorrunde
6. Tobias Blödner – Lilian Ebert 611 Pins (132/134/89) 355 – (65/117/74) 256
7. der doppelte Lukas K. 606 Pins (96/108/99) 303 – (96/108/99) 303
8. Ronny Hormann – Solveig Herrmann 540 Pins (100/135/76) 311 – (77/84/68) 229
9. Thomas Bühn – Melanie Kaiser 537 Pins (102/67/107) 276 – (69/85/107) 261
10. Andreas Rachow – Anja Schulze 452 Pins (65/78/50) 193 – (102/81/76) 259

15 Paare = 30 Menschen hatten für das 7. Weihnachtsbowling gemeldet, die vier reservierten Bahnen (davon eine nachbestellt) drohten aus allen Nähten zu platzen… Doch dann geschah das Unfassbare: Eine Krankheitswelle breitete sich epedemieartig über die Bowlingwütigen aus und forderte am Bowlingmontag viele prominente Opfer:
Sylvio Kühn & Marion Fiedler (Sieger 2007)
Martin Stammwitz & Felicitas Timmler (Sieger 2005)
Phil Schwarick & Franziska Schöne
Erik Heyden & Blanca Ribas Turon

Einer vom gesunden Rest ließ sich zu der Aussage hinreißen: „Also wenn Illingers in der Liste stehen, dann kommen die auch, darauf kann man sich verlassen.“ Aha. Leider daneben, denn ein Paar fehlte unentschuldigt: Mario, jetzt hast Du Eure Familienehre…, gut, eigentlich hatte Dich Deine Dame angemeldet.

Aber es waren auch interessante Neu- nund Wiederentdeckungen am Start. Christian Langer (Sieger von 2006) im Revival mit Jenny Müller als Geheimtip auf den Titel oder der frühere B-Noten-König Lukas Klotzsche.

Zum Ambiente muss man sagen, dass die Wirtschaftskrise das Bowlingcenter im ODC an jenem Montag echt hart getroffen hat. Es gab weder Salz noch Pfeffer noch Druckerpapier. Das offenbar für die Pommes verbrauchte viele Salz konnte nicht über deren labberige Konsistenz hinwegtäuschen, als wenn die Friteuse das Zeug verdaut anstatt frittiert hätte. Einige Leistungsaussetzer seien hiermit entschuldigt.

Zwei Leute bowlten den ganzen Abend neben der Spur bzw. zu dicht neben der Rinne. Christoph Kies (18 Ratten, 2 Auslandsvorwahlen) und Andreas Rachow (22 Ratten, 5 Auslandsvorwahlen). Der erste hat sein Vorjahresergebnis in etwa halbiert und ist grad erst Weltmeister geworden. Da muss er sich noch davon erholen. Der zweite frisch wieder im Stress, wie man zur nächsten WM mit dem Bus hinkommt und was für Werbebanner an die Fahrertür müssen, damit der Fahrpreis ermäßigt wird. Der 2. Durchgang von Andreas Rachow muss von einer seiner berühmt berüchtigten Blitzideen getroffen worden sein: 1 Spare und 2 Strikes nach 5 Versuchen konsequent mit 2 Auslandsvorwahlen abgewürgt, um Punkte zu sparen. Einen solch dramatischen Leistungseinbruch innerhalb einer Runde (58/20=78) hat es in der Geschichte des Bowlingzirkus noch nicht gegeben. Anja mühte sich nach Kräften, kann aber mit Ihren begrenzten Möglichkeiten nicht alles retten, ein reichlicher Höflichkeitsabstand zum vorletzten Platz wurde gewahrt.

Einen Titel kann man Thomas & Mellie nicht nehmen: Die Zahl der verbrauchten Publikums-Taschentücher beim Zuschauen und Mitleiden. Es schien so, als wenn Thomas‘ Optikerlehre Ansätze von Wirkung entfalten könnte. Aber wenn man die (0161) 6070603 vom zweiten Durchgang sieht, verschwimmt dieser Anschein von Durchblick gleich wieder. Beim Betrachten von Durchgang eins und drei (102/107) muss man der Fairness halber zugestehen: Auch bei Fielmann mit Kassengestell, in kleinsten Schritten geht es schon aufwärts…Bei Mellie (16 Ratten, 2 Auslandsvorwahlen) konnte man keine gewaltigen Rettungstaten erwarten. Beide konstant auf niedrigem Niveau, Platz 9 fest abonniert.

Solli (18 Ratten, 2 Auslandsvorwahlen) war diesmal viel besser in der Mitte unterwegs als im Vorjahr. Rote Laterne abgegeben, das ist doch was. Wer mit Solli auf der Bahn sein darf, muss einkalkulieren, dass die Runden länger dauern, als auf den Nachbarbahnen. Das ist für eine zierliche Person auch eine Mords-Aufgabe, die enorme Masse dieser bunten Kugeln in eine sichtbar beschleunigte Bewegung umzusetzen. Da hilft zuweilen das ganze Zielen nichts, wenn die Kugel ihre ganze Kraft beim Umwerfen des ersten Pins verbraucht hat und dann irgendwie saftlos nach hinten eiert und dabei das nächste Pin noch leise streichelt. Solli, verzeih mir, aber da lagen noch Kugeln der geeigneten Gewichtsklasse 6 ungenutzt am Rand…
Ronny wollte sich den Titel als B-Noten-König keinerfalls von Lukas streitig machen lassen. Also immer wieder seine Spezial-Effekte ins Programm eingebaut: Effet-Kugelrückwärtsdreh-Nummer, Senioren-Beckenboden-Doppelstützabwürfe (mit 100 % Rinnengarantie) und den schon aus den Vorjahren berühmten Schrankenbaum (diesmal mit Doppelstrike, sehr ansehnlich). OK Ronny, B-Noten-Sieg erreicht. Sorry, aber die Senioren-Beidhandnummer ist sowohl bzgl. A und B-Note vollkommen für die Rinne. Die 76 Punkte im letzten Durchgang hätten dadurch nicht sein müssen. Allerdings wäre Platz 7 auch nicht wirklich drin gewesen, denn der ging fest an den doppelten Lukas Klotzsche aus Kleinzschachwitz. Mein Gott, ist der Mann erwachsen geworden, das erschien in Teilen schon spießig, so normopathisch wie er am Abwurf gegenüber den von früher gewohnten Explosionen aussah. Ohne Doping eben, wenn man den Tomatensaft mit abgestandenem Tabasco ohne Salz und Pfeffer trinken muss.

Tobias und Lilian, schade, Anschlusspaar, binnenkörperlich sehr flexibel, sehr hübsch am Abwurf anzusehen, emotional immer auf der Höhe des Geschehens. Aber leider im 3. Durchgang hausbacken zusammengefallen, als wenn die beiden immer nach dem Ende des 20:15 Uhr-Krimis ins Bett müssten.

Zum Finale: Da ging es diesmal schon mächtig zur Sache. Unter 100 Punkten hatte man dort kaum eine Chance. Alexander Schöne war eine der positiven Überraschungen. So ganz hat er der körperlichen Gewalt gegenüber unschuldigen Bowlingkugeln immer noch nicht entsagt und seine Einschläge hinten klingen immer noch sehr stark nach Gewitter. Aber alles viel dosierter als früher. Da ist nicht nur Körperfülle, sondern auch viel koordinative Reife hinzugekommen. 357 Pins, das war die Basis, um sich mit Matthias Rose, der sich auf der Spitzenbahn spürbar schonte, ins Finale hineinzuhungern. Ob Matthias diese scheinbar angeborene Festigkeit in der Körpermitte jemals los wird?

Platz 4 ganz ungewohnt für Uli & Ina Trodler, die sonst eigentlich ganz vorn, Silber oder ganz hinten gewöhnt waren. Ina kam überhaupt nicht aus der Tüte (1. Durchgang 56 Punkte, 8 Ratten, 1 Auslandsvorwahl) und stellte danach fest: „Das kann nur mit einem schnöden Mittelfeldplatz enden“. Logisch, leider, da halfen auch 137 Punkte (Keine Ahnung, wer da die Käfigtür aufgemacht hat.) vom letzten Durchgang nix mehr.

Zum Treppchen: Alle Achtung, Thomas Grusser muss man durchaus eine gehörige Portion karitatives Engagement bescheinigen, das er entgeltfrei Christoph Kies, dessen Leistungsimplosion schon gebührend gewürdigt wurde, aufs unterste Treppchen gehievt hat. Christoph, wie wär’s mal mit einer kostenlosen Privatstunde für Thomas & Melanie als kleines Dankeschön? Der beste Mann des Abends hat gezeigt, was er kann (das war früher nicht immer so) und die 481 Pins waren aus einer anderen Liga.

Dann wäre da noch der Kampf der Giganten: Die Geheimfavoriten Christian&Jenny und Hoffmanns. Eigentlich hätten erstere gewinnen müssen, speziell die Überlegenheit der Dame war nicht zu übersehen….
… wenn Christian seine Schlafwagennummer aus dem ersten Durchgang (85 Pins) rechtzeitig…, Himmeldonnerwetter, da konnte man als Fan wirklich eine Faust in der Tasche haben. Die Aufholjagd wurde nicht belohnt, da sich Andreas auf der Spitzenbahn von den Thomas-Grusserschen Leistungen beflügeln ließ und seine Frau im Sog mitnehmen konnte. Hoffmanns müssen im Wohnzimmer heimlich zusammen geübt haben.

Offen gestanden, die beiden haben immer im Medaillenbereich gelegen, jedoch seit 2003 keinen Erfolg mehr gehabt. Der zweite Sieg für Hoffis war mehr als verdient. Herzlichen Glückwunsch.

Fazit: Die gastronomische Versorgung hat zwar einige Wünsche offen gelassen, die Leistung der Bowler dafür nicht wirklich. Trotzdem schade, dass vor allem einige Frauen mit der Begründung fehlten, ihre kranken Männer pflegen zu müssen… Gegen diese Ausrede muss in den Folgejahren energischer Widerstand geleistet werden.

In dem Sinne: Frohe Weihnachten

Hinterlasse eine Antwort

Du musst Dich einloggen, um einen Kommentar zu schreiben.

Wir benutzen Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch deinen Besuch stimmst du dem zu.
Zur Werkzeugleiste springen