6. Weihnachtsbowling 2007

17. Dezember 2007 in Ergebnisse

Ergebnisse 6. Excelsior-Weihnachtsbowling am 17.12.2007 in Dresden

Gesamt: 10 Paare

Finale
1. Sylvio Kühn – Marion Fiedler 500 Pins (127/150) 277 – (113/110) 223
2. Ulrich & Ina Trodler 482 Pins (129/145) 274 – (93/115) 208
3. Andreas & Kerstin Hoffmann 421 Pins (130/130) 260 – (76/85) 161
4. Felix Koschkar – Melanie Taubold 416 Pins (77/134) 211 – (92/113) 205
Zwischenrunde
5. Erik Heyden – Jenny Müller 382 Pins (119/88) 207 – (82/93) 175
6. Alexander Schöne – Anja Schulze 381 Pins (88/97) 185 – (75/121) 196
7. Phil Schwarick – Franziska Schöne 373 Pins (108/89) 197 – (94/82) 176
8. Martin Stammwitz – Felicitas Timmler 369 Pins (81/108) 189 – (92/80) 180
Vorrunde
9. Christoph Kies – Thomas Bühn 347 Pins (109/85) 194 – (78/75) 153
10. Ronny Hormann – Solveig Herrmann 277 Pins (75/94) 169 – (65/43) 108

10 Paare wollten das 6. Weihnachtsbowling mit der eigenen Anwesenheit bereichern, um nach dem 7 Paare-Negativrekord des Vorjahres einen positiven Trend zu setzen. Gott sei Dank, die Zukunft des Weihnachtsbowling ist gesichert…

Es scheint einen Sinn zu haben, das Bowling an einem Montag nur die Hälfte kostet gegenüber einem Freitag. Der Alkohol- und Dopingpegel speziell im Jugendbereich scheint zum Wochenende hin anzusteigen, was letztes Jahr den Excelsior-Nachwuchs-Bowlingsport in neue Höhen katapultierte und die ü30-Teilnehmer zu Nebendarstellern degradierte. (Hoffmanns dritter, Trodlers letzter). Ergo kommen die jungen Leute lieber am Wochenende auf Ihre Punkte und der Bowlingbetrieb auf sein Geld.

Die gewaltigen Leistungsexplosionen der Nachwuchstalente sind jedoch dieses Jahr genau so mächtig gewaltig wieder in einem schwarzen Loch verschwunden. Um die Einbrüche mal beispielhaft in Zahlen zu gießen: Jenny, bestes Damenergebnis in der Excelsior-Geschichte 266 auf 175 runter. (Vorstandsarbeit scheint anstrengend zu sein). Unser Schrankenbaum Ronny bröckelte dieses Jahr leider auch in der B-Note, mit den Zahlen geht es schon zwei Jahre bergab… 265, 222, 169. Seine Partnerin Solli kann da mithalten: 170 auf 108 und zusätzlich Rattenkönigin dieses Jahres dank 20 von 40 Würfen mit Endstation: Rinne.
Beide hatten zusammengenommen genauso viele Pins, wie der Beste Herr des Abends…, kein Wunder also, dass Sie die beiden Trodlers vom Platz an der Wolke ablösten. Nur Mut das wird wieder…, der olympische Weihnachtsgedanke zählt.

Nach Jahren der Abstinenz war ER wieder da: Der beste Linkshandbowler des TSC Excelsior. (Als Rechtshänder fragt man sich, wie die Kugeln ohne Erschwerniszulage überhaupt vernünftig hinten ankommen können)… Christoph Kies – sehr ansehnlich – fast 200 Punkte. Das seine männliche Dame, Thomas B., nicht mit Talent gesegnet ist, war vorher hinreichend bekannt. Diesmal wollte es zusätzlich mit der Geschicklichkeit nicht so recht klappen. 153 Stück waren soviel Magerkost, dass es nur der vorletzte Platz wurde.

Die nächsten 4 Paare waren so dicht beisammen, dass eine Zwischenrunde trotz 10 Paaren her musste. Die Plätze 5 bis 8 waren nur dünne 13 Pins voneinander entfernt und hätten in jeder Reihenfolge ausgehen können. Es erwischte die Sieger von 2005… „Alle Neune“, war diesmal das Motto von Martin. Schade, dass beim Bowling noch ein zehnter Pin hinten rumsteht. 9 mal 9 = 81 + 12 mal 9 = 108 ergibt 21 mal 9 gleich 189 Punkte. Ob diese Häufung von einsen, zweien und neunen nicht total unnormal ist? Gleb hätte es uns sicher sagen können. Felicitas, auf die Martin nun um so mehr angewiesen war, war modisch durchaus wieder ein Hingucker und geschmeidig am Abwurf. Nach ihrer mentalen Präsenz zu urteilen, schien sie gerade vom Haushaltstag gekommen zu sein, so dass es am Ende ein paar Punkte zum Sterben zuviel waren.

Phil & Franzi fühlen sich auf den siebenten und achten Plätzen pudelwohl. Diesmal kam zur Abwechslung ein Siebenter dazu. Da war von Allem ein bischen, aber von jedem zu wenig. Da die beiden letztes Jahr fehlten, lässt sich leider nicht sagen, welchen Einfluss der Montags-Hormonspiegel auf die spürbare Drosselung des eigenen Potenzials hatte. Zweimal hatte sich Phil sehenswert ein Spare erkämpft, schaltete dann konsequent auf Rinnenmodus, um sein Punktekonto nicht unnötig durch zusätzliche Bonuspunkte zu belasten.

„Der wohnt dort.“ merkte Franzis Bruder Alex ab und zu treffend an. Er meinte ein Pin, das halb rechts stand und im Vergleich zu seinen Nachbarn tatsächlich spürbar seltener bei seinen Würfen umfallen wollte. Trotz zwischenzeitlicher Verzweiflung kamen doch noch 185 Punkte zusammen. Anja steuerte die entscheidenden Zusatzzahlen bei, wobei ihr eine Serie an diesem Abend sicher war: 6 Ratten in Folge, daran ist auch Solli gescheitert, aber irgendwann geht jede Serie auch mal zu Ende. Zumal das hellbräunlich perlende Getränk im Sektglas, was sie sich eingefüllt hatte, zunehmend seine Wirkung entfaltete. 121 Pins im zweiten Durchgang waren fast soviel wie die 125 Stück für zwei Durchgänge aus 2005. Anja, Ginger Ale, das isses, was Dir immer gefehlt hat!!

Neuling Erik hat eigentlich alles richtig gemacht. Hervorragend recherchiert und die vermeintlich beste Dame ausgesucht. Sehr stark begonnen und erst aus dem Tritt bringen lassen, als mitten im Zweiten Durchgang alle Kugeln hinten blieben und er seine Lieblingskugel und die optimale Abwurfposition verlor. Der 5. Platz mit einem Pinchen Vorsprung ist ein gerechter Trost, für die nicht eingetretenen Erwartungen in die Leistung der Dame (Jenny), die oben schon gebührend „gewürdigt“ wurde.

Bei allen 4 Finalpaaren war ein sichtbarer Qualitätssprung zu bemerken. Da diesmal Seniorität der entscheidende Erfolgsfaktor war, musste das einzige „jung und knusprige“ Paar mit dem Holzrang vorlieb nehmen. Felix war der einzige, der sich an Profitechnik versuchte und die Kugel vom Rand quer in die Gasse schob. Wenn man aber einen Durchgang braucht, um die Gasse zu entdecken, ist der Sieg leider gegessen. Im zweiten Durchgang kam dann die Kampfansage, dass jetzt der Hauptdurchgang kommt. 134 Pins kann man dafür durchgehen lassen. Melanies letzter Auftritt ist zwar schon 4 Jahre her, durch den damaligen 3. Platz musste man sie aber auf der Rechnung haben. Sie hatte einen Hang zu schwierigen Bildern, die man nicht so wirklich komplett abräumen kann. Wenn die Nerven voll gebraucht wurden, war das noch etwas zu hausbacken für einen Treppchenplatz.

Die anderen drei Paare waren nur knusprig und alle ü30. Andreas, wie immer konstant 130 + 130 = 260 (lässt sich auch super rechnen) und unspektalukär zog er sein Programm durch. Da seine Kugel wenige Sekunden nach dem Heben der Absperrung hinten einschlug, konnte auf der Bahn 7 überhaupt der Zeitplan eingehalten werden. Seine Dame Kerstin bestach dagegen durch ihre sozialistische Langsamkeit. Linientreu an den Abwurf vortreten, um jeden Hauch von Anlauf im Ansatz zu ersticken. Sozialverträglich keine Rinne benachteiligen und die Kugel in der Mitte der Bahn weich aufsetzen und warten…. (zur Erinnerung: Thema Zeitplan). Geduldig beobachten, wenn Pins in Zeitlupe umfallen oder die Kugel beim sanften Hinabgleiten in die Rinne eine kleine Streicheleinheit erfährt. 5 Ratten in Folge war eine Kugel-Revitalisierungs-Massage mehr als Solli und eine weniger als Anja. Mit etwas mehr Dynamik bei der Dame wäre da auch mehr drin gewesen. So war mit 5 Pins Vorsprung eher der dritte Platz gerettet als nach vorn angegriffen.

Wenn man letzter war, kanns ja nur besser werden. Da Ina letztes und vorletztes Jahr die Kegel stark geschont hatte und von Ihrem Partner „leben“ musste, sprühte Sie diesmal vor Ehrgeiz. Uli wollte unbedingt Andreas knacken, der ja gemeinhin als Krösus im Excelsior-Bowlingszirkus bekannt ist. Beides hat hervorragend geklappt. Trotz 482 Punkten wurde es nichts mit dem zweiten Titelgewinn, weil zwei Newcomer von 0 auf 1 noch stärker waren.

Die Vorjahressieger fehlten beide (vielleicht stimmte ja auch die Form nicht), so mussten zwei neue Sterne für den Bowlinghimmel her: Sylvio Kühn & Marion Fiedler heißen Sie. Keiner hatte Sie auf der Rechnung, jetzt sind die ersten Fans nur noch wenige Autogrammstunden entfernt. Ganz knapp am absoluten Rekord von 507 Pins aus dem Vorjahr vorbei, sind beide die Zweiten, die die magische 500 Punkt-Grenze erreicht haben. Es war vor allem Geschmeidigkeit und Nervenstärke, die beide ausgezeichnet hat. Die entscheidenden Punkte im 20. Durchgang waren ein sahniger Abschluss für Bowling auf konstant hohem Niveau. Sylvio konnte als einziger 12 Abräumer verbuchen. Seine Dame zeigte durchaus irdische Züge und brauchte immer „ihre“ Kugel (Thema Zeitplan die 2.), war aber konsequent erfolgreich mit dieser Taktik.

Fazit: Das Weihnachtsbowling ist auch ohne Pflichtveranstaltung für den Erwerb eines Startbuchs eine gelungene Sache und die Leistungsfähigkeit ist nach den Höhenflügen des Vorjahres wieder auf dem Weihnachtsboden der Tatsachen angekommen. Dank des Zigaretten-Begleit-Gestanks in dieser Disziplin bestehen offenbar keine Wechselabsichten. Zur Info: Frauen von 25 bis 45 mit 150 Punkten im Schnitt pro Durchgang werden dringend gesucht. Keine Gefahr: Da müssten sich zwei Excelsior-Frauen geschickt abwechseln, um das zu schaffen… In dem Sinne: frohe Weihnachten.

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