Großer Empfang am Flughafen, 10 Tänze WM Tokio

23. Oktober 2007 in Artikel

Zur Erinnerung: Als der 2005 im Geräuschpegel-Epizentrum des deutschen Wien-Fanblocks stehende österreichische Juror Günther Döller im Slowfox die Zwei an das deutsche Paar gab und die Eins nach Slowenien, besiegelte er unwissentlich zwei Dinge: erstens ergab diese Wertung als Zünglein an der Waage die Titelvergabe nach Slowenien. Zweitens verbaute er fast allen „Christoph & Blanca-Fans“ die Chance, den ersten Titelgewinn ihrer Helden live mitzuerleben. Ein Jahr später nahmen nur zwei Fans die Mühen von Flug und Visum auf sich, um den ersten WM-Titel im nahen Osten in Moskau mitzuerleben. Die Titelverteidigung lag im fernen Osten, in Tokio, so dass nun restlos alle Fans auf www.spaeker.de und spätere Internetberichte angewiesen waren. Doch irgendwo sollte und musste die aufgesparte Energie der Fans dennoch abfließen.

Da sich ca. 60 Menschen in Sieger-Partystimmung nicht problemlos in eine Prohliser Drei-Zimmer-Wohnung einstapeln lassen und obendrein ein maximaler überraschungseffekt erzielt werden sollte, eignete sich die Ankunftshalle des Flughafen Dresden am besten als Partylocation. 72 Stunden waren nach der Siegesbotschaft Zeit, um Transparente, Sachsen-Puscheln, Rasseln, Deutschlandfahnen, Blumen, Sekt, 0-Saft und ganz wichtig: Gummibärchen an den Ort des Geschehens zu bringen.

Auch die Lufthansa wollte ihren Teil zur Dramaturgie beitragen, indem sie den Weltmeistern eine Extra-Siegprämie in Höhe von 150 Euro anbot, wenn diese freiwillig auf den späteren 21 Uhr Flieger umstiegen. Ganz im Sinne ihrer Fans schlugen beide das lukrative Angebot aus, zur „Strafe“ wurde der 19 Uhr Flieger LH 1058 dreißig Minuten zu spät auf die Reise geschickt.

Das gab den ca. 60 Schlachtenbummlern aus drei Dresdner Vereinen, unter ihnen auch der Präsident des LTVS und ein Repräsentant der Stadt Dresden mit entsprechenden Begrüßungsgeschenken, die Gelegenheit, sich gründlich für den Auftritt zu erwärmen.

Wer typische Tänzerbagage kennt, der ahnt, dass die mindestens acht Kleider- und Schuhbeutel sicher nicht kompakt als Erste vom Gepäckband fallen werden. Und wer Christoph kennt, der weiß, dass er gern als Letzter den Ort des Geschehens verlässt, speziell wenn es sich um Umkleideräume oder Ankunftshallen von Flughäfen handelt. So kamen zuerst die vielen Geschäftreisenden an unseren Weltmeister-Transparenten vorbei und dachten stirnrunzelnd über den Zweck des Empfangskomitees nach. Sie konnten sich weder spontan an einen kürzlich selbst errungenen WM-Titel erinnern noch hatten sie prominente Sportler in ihrem Flieger erkannt.

Da staunten die Weltmeister: Großer "Bahnhof" am Flughafen

Da staunten die Weltmeister: Großer „Bahnhof“ am Flughafen

Als die wartenden Fans durch die beiden Glastüren ausmachen konnten, dass ihre beiden Idole tatsächlich Dresdner Boden betreten hatten, erreichte die Anspannung ihren Höhepunkt (und die Sorge, vielleicht zu früh entdeckt zu werden). Doch das Sortieren der Gepäckstücke auf einen Gepäckrolli dauert seine Zeit. Als außer den beiden keiner mehr in der Ankunftshalle war und sich schemenhaft erkennen ließ, dass jetzt zwei Menschen und ein Riesen-Gepäckrolli sich Richtung Ausgang bewegten, brach der Jubel aus; Jetzt ahnten Christoph & Blanca, was für eine Welcome-Party über sie hereinbricht. Die Überraschung war vollauf gelungen.

 

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