5. Weihnachtsbowling 2006

8. Dezember 2006 in Ergebnisse

Ergebnisse 5. Excelsior-Weihnachtsbowling am 08.12.2006 in Dresden

Gesamt: 7 Paare

Finale
1. Christian Langer – Annegret Fleischer 507 Pins (150/128) 278 – (112/117) 229
2. Walter Wolf – Jenny Müller 485 Pins (113/106) 219 – (151/115) 266
3. Andreas & Kerstin Hoffmann 475 Pins (147/136) 283 – (93/99) 192
4. Martin Stammwitz & Felicitas Timmler 433 Pins (126/112) 238 – (108/87) 195
Vorrunde
5. Karsten Wendt – Sylvia Weise 405 Pins (98/100) 198 – (124/83) 207
6. Ronny Hormann – Solveig Herrmann 392 Pins (119/103) 222 – (78/92) 170
7. Ulrich & Ina Trodler 380 Pins (131/106) 237 – (61/82) 143
Unser Cheerleader
0. Sylvia Jumel 163 Pins (66/97) 163

Das Thema Ausbeute war beim letzten Mal schon ein Sorgenkind und war diesmal dramatischer als je zuvor…: 7 Paare Negativrekord!
Kein Wunder, dass einige schillernde Figuren des Excelsior-Bowlingzirkus diesmal durch Abwesenheit glänzten: Lukas Klotzsche, Thomas Bühn …

Einzig Ronny Hormann schien das klaffende B-Noten-Qualitätsloch ausfüllen zu können: Wenn sich sein unerreichbar hoher Igelschnitt nach dem Abwurf im Stile einer Bahnschranke knapp über Kugelhöhe absenkte, fragte sich der ungeübte Zuschauer, wieviel Liegestütze nun zur Kräftigung machbar sind, bis die Kugel hinten einschlägt.

Und es kamen wirklich viele Kugeln dort an, wo die Pins stehen: Die Qualität des Feldes war beängstigend gut. Der Durchschnittswert für ein Spiel kletterte auf 108 und knackte damit erstmals erstmals die magische 100-Punkte Grenze. Diese erfreuliche Entwicklung wurde eigentlich nur von einer Leistungsimplosion getrübt: Ina Trodler, 143 Pins! Ihr Partner war ja anfangs noch gut im Geschäft, aber als sich abzeichnete, dass der 3. Sieg heute unmöglich war, begann er rechtzeitig, leistungsgerecht die Kugel in den freien Raum zu steuern, um eines doch noch möglich zu machen: Erster von hinten zu werden. (380 Pins waren vor zwei Jahren noch Platz 6 von 15 wert…)

In der selben Liga (12 Pins mehr) kämpften auch Ronny & Solli, erstmals gemeinsam am Start. Ronny, schon bei der B-Note als klarer Sieger erwähnt, hatte auch die Ratte des Abends zu bieten: Eine stark unterdreht abgegebene Kugel verlor durch ihren Effet gegen die Laufrichtung immer mehr an Geschwindigkeit und strebte aber trotzdem zielstrebig auf ein Pin zu. Zentimeter vorm Pin war dann doch die Kraft alle und die Rinne war dankbarer Abnehmer für das altersschwache Geschoss. James Bond hätte das mit Zündschnur an einer Bombe durchschneiden auch nicht besser hinbekommen.

Knapp besser aber ebenfalls nicht im Finale: Karsten & Sylvia (405 Pins). Die Dame, als chronische Taschentuschgroßverbraucherin bekannt, konnte ihr Augenwasser diesmal schonen. Das Schönste: Sie hat ab und an gelächelt: Ratte, Ratte, Strike, Strike – dieser Start ging gerade nochmal gut. 124 Punkt in einer Runde. Phänomenal. Die Vormachtstellung in der Familie kippt: Ihr Karsten, der hausbacken an der Abwurflinie agierte, als wenn er gerade aus der Selbsthilfegruppe für anonyme Rinnenbowler gekommen wäre, mit dem festen Vorsatz, 100-Punkte Zielbowling zu machen, konnte so nicht mithalten. Dabei reichen seine technischen Möglichkeiten eigentlich für ganz vorn…

4 Paare waren deutlich besser und kamen so ins Finale. Eines davon bildete genau die goldene Mitte zwischen den unteren und den oberen drei: Es waren die Titelverteidiger Martin & Felicitas. Ihre 433 Pins hätten bei fast allen Auflagen der Vorjahre zum Sieg gereicht, aber heute war das zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Immer, wenn die entscheidenden Bonuspunkte zu holen waren, bekamen die Würfe von beiden eine karitative Note. Symptomatisch beschloss Martin den zweiten Durchgang mit einer Vorwahl (0372), um das Punktekonto optimal zu schonen.

Die 3 Paare an der Spitze schenkten sich nichts. Speziell die erste Runde war vom Feinsten und brach auf der Spitzenbahn 11 alle Rekorde: 151, 150, 147, so die drei besten Ergebnisse. Dass Andreas & Kerstin (475) nur Dritte wurden, ist dabei wirklich keine Schande. Andreas war bester Einzelbowler des Abends (283 Pins) und legte im Abschluss an die Wertungsdurchgänge 184 Punkte pro 10 Wurf nach. Zu Spät. Ein Glück für die anderen: Kerstins Kugeln fehlte einfach die Grundgeschwindigkeit, und 2 Vorwahlen pro Durchgang muss man ihr zur nervlichen Erholung zugestehen. Für die 192 Pins ist sie wirklich bis an die Leistungsgrenze gegangen. Respekt.

Christian Langer & Jenny Müller waren lange als Geheimfavorit für dieses Jahr gehandelt worden, aber man hat sich getrennt…
Jenny hatte letztes Jahr noch den Sieg verhindern können und sich diesmal top vorbereitet und sogar im Ausland verstärkt. Walter Wolf, dessen ostbrandenburgische Ruhe einen zuweilen auch schläfrig werden lassen konnte, war immer dann in Höchstform, wenn zwei Pins wie beim Fußball gerade soweit auseinander standen, dass man sie mit Innenpfosten-Innenpfosten gerade noch erwischen konnte. 266 Punkte sind das beste Ergebnis, dass je eine Dame in der Excelsior-Wettkampfgeschichte erzielen konnte, trotzdem konnte ihr der Ex-Partner den Sieg vor der Nase wegschnappen.

Wie konnte das gelingen: Annegret hat dank Ihrer erfolgsorientierten Vorgehensweise den Platz an der Sonne erstmals erobert: Den angestammten Partner – der Dank seiner hohen binnenkörperlichen Festigkeit ohnehin nie eine ernste Bedrohung für die Kegel am anderen Ende der Bahn darstellte – von einem erkältungsbedingten Zuhausebleiben überzeugt und sich mit Christian das hoffnungsvollste Talent des Excelsior-Bowlingssports geangelt. Ihre 229 Pins sind nicht von Pappe und seine 278 erste Sahne. Dabei waren sogar einige Beinahe-Abräumer dabei, bei denen die Bakterien auf den Pins ihre Kollegen auf der vorbeirauschenden Kugel grüßen konnten, der Windzug aber nicht zum Umfallen reichte. 300 wären drin gewesen.

Wie das Leben so ist: Eine Schönheit im Feld hatte keinen Partner: Sylvia Jumel. Es hatte sich vielleicht herumgesprochen, dass ihre Qualitäten beim Bowling eher nicht liegen. Aber, auch am Abwurf kann ein schöner Rücken immer entzücken und ihre Leistung im letzten Durchgang (97 Pins) gehört in die Kategorie: aber Hallo, früher habe ich für diese Punktzahl noch zwei Runden gebraucht.

Fazit: Leistungsmäßig geht es unaufhaltsam aufwärts (wenn die ersten Frauen vom Tanzen zum Bowling wechseln, wäre das bald kein Wunder mehr), nur an der Beteiligung muss dringend gearbeitet werden. Just dazu wurde der Ruf laut: Das Weihnachtsbowling sollte satzungsgemäß eine Pflichtveranstaltung des TSC Excelsior Dresden werden. Zumindest soviel: Ohne Weihnachtsbowling kein Startbuch fürs Folgejahr. In dem Sinne: frohe Weihnachten.

 

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