1. Vorstandsbowling

8. Januar 2006 in Ergebnisse

Ergebnisse 1. Excelsior-Vorstandsbowling am 08.01.2006 in Pirna

Gesamt: 6 Paare

Finale
1. Platz
Schrift&Presse (AK 29)
Ulrich & Ina Trodler 692 Pins
(AP 563)
(135/141/115) 391 –
(97/101/103) 301
2. Platz
doppelte Jugend (AK 41)
Annett & Annett Schöne 596 Pins
(AP 557)
(92/128/78) 298
3. Platz
Die Kaiser (AK 45)
Winni & Sabine Kaiser 557 Pins
(AP 545)
(91/111/96) 298 –
(96/68/95) 259
4. Platz
Sportbühne frei! (AK 48)
Jürgen & Barbara Bühn 503 Pins
(AP 505)
(85/112/95) 292 –
(92/73/46) 211
5. Platz
Die Chefetage (AK 64)
Ursula & Dietrich Rupp 496 Pins
(AP 577)
(74/66/77) 217 –
(102/85/92) 279
6. Platz
Und… Abkassieren! (AK 58)
Horst & Margit Wauer 480 Pins
(AP 530)
(91/113/81) 285 –
(70/36/89) 195

Die Bowlingkrankheit muss ansteckend sein….
Aber bevor Gerüchte entstehen: Die Idee dazu stammte von Winni Kaiser, wenngleich die amtierenden Vizemeister und Vorjahresmeister im Weihnachtsbowling zum Starterfeld gehörten.

Trodlers, Rupps und Wauers wurden so auch auf die Championbahn gesetzt, während Bühns, Kaisers und Doppelschönes auf die Rising-Stars-Bahn kamen.
Ina Und Uli sorgten vom Start weg für Klarheit, ein bzw. drei Strikes zu Beginn, während andere noch Mühe hatten, dass die Kugel auf dem Weg von der Ablage zum Abwurf nicht aus der Hand fällt.

Dass die beiden am Ende gewannen, war keine wirkliche überraschung. Uli war gewohnt solide, etwas instabil, sobald andere mit Fotoaufnahmen drohten und immer im Kreuzfeuer der Ungeduldigen, die es nicht verstanden, dass er unbedingt immer auf seine „10er“ Kugel warten musste.
Bei Ina ist der Knoten noch immer nicht geplatzt, trotz formschöner Wurfhaltung immer noch tendenziell zu spät am Abwurf mit Linksdrall.

Annett Schöne war nicht verpartnert zum Bowling gekommen, bei ihrem Leistungsvermögen war das auch nicht nötig. 298 Punkte waren exakt soviel wie Winni Kaiser und 3 weniger als Ina. Ihr Mitteldurchgang, 128 Punkte bei drei Split-Würfen, war ein Hingucker der Extraklasse und der technisch wertvollste Durchgang überhaupt. Da bekam es selbst Uli mit der Angst zu tun…
Warum ging es so nicht weiter? Mit 78 Punkten vor der 10. und letzten Runde hatte Sie sich mühevoll durch die Runden gehungert und konnte im 10. entscheidenden mit nur 4 von 10 Punkten bei zwei Würfen Silber perfekt machen…
Die zwei Ratten, die jetzt kamen, machten selbst hartgesottene Fans sprachlos. Unglaublich. Diese Nervenschwäche!

Das körperbetonte Lexus-Muskelshirt gepaart mit Winnis kompaktem Körperbau, der sich wohlstandsgerecht entwickelt hat, ließ die Pins Schlimmeres erahnen, als dann wirklich bei ihnen „eintraf“. Insgesamt zu wenig Volltreffer und zu viele Streifschüsse. Trotzdem eine hervorragende Konstanz. Zweitbester Herr im Feld, die 300 Punkte Marke fast geknackt. Es hätte schlimmer kommen können und brachte einen Medaillenrang ein.

Sabine, sehr ansehnlich am Abwurf, hat ihre individuelle Qualität als beste Spielerin der Rising-Stars Bahn im 1. Durchgang angedeutet. Sie warf im zweiten Durchgang eine Handynummer (0170) 701 7706 und ließ sich davon aus dem Konzept bringen. überhaupt hatte sie eine Vorliebe zu 7 Pins, insgesamt 7 mal in einem Durchgang und keinen einzigen Wurf mit mehr Punkten…
Der schnelle Wechsel zwischen Unvermögen und Spitzenbowling, z.B. zwei Ratten und zwei Volltreffer direkt hintereinander sind eindrucksvolle seltene Ereignisse.

Die drei folgenden Paare, hätten auch durchaus in anderer Reihenfolge stehen können, weil die Abstände dicht waren (503-496-480). Alle waren von den Medaillenrängen deutlich entfernt.

Bühns zehren eher von Jürgen, dessen oberkörperliche Festheit am Abwurf keine wirklich gezielten Würfe speziell beim Abräumen zuließ. Dass es am Ende soviele Punkte wurden (292, Platz 5 in Einzel), zeigt die erblichen Parallelen zu seinem Sohn Thomas, der beim Weihnachtsbowling in gleicher Weise fehlendes Talent durch enorme Willenskraft auszugleichen wusste.
Barbara, Meisterin des Kugelschwenkens an der Abwurflinie, ließ die Wurfgeschosse anfangs noch recht koordiniert aus der Hand auf die Bahn fallen. Respektable 92 Punkte mit dieser imposanten Technik im ersten Durchgang, in dem sie nie weniger als 6 umwarf, aber auch keinen einzigen Stehengebliebenen abräumte.
11 Rinnenwürfe von 20 Möglichen im dritten Durchgang halbierten nicht nur die Punktzahl, sondern machten auch dem Zuschauern deutlich, dass die Schwenkerei am Abwurf keine Alternative zur konventionellen Mehrschritt-Wurftechnik darstellt.

Rupps hatte eigentlich niemand so weit hinten erwartet. Dietrich Rupp, ein begnadeter Techniker, jugendliche Körpermaße obwohl bald in der Kategorie „Goldene 66“ dabei. Aber Nerven wie betagte Bindfäden, Meister darin, Bonuswürfe in die Rinne zu setzen. Oft kam er mit einem „Sch…“ auf den Lippen von der Wurflinie zurück, was soviel bedeuten sollte, wie: „schwacher Durchgang“. Schade, dass er seine Möglichkeiten so wenig nutzen konnte.

Seine Frau Uschi war in der B-Note insgesamt nicht zu toppen. Die schlanke Statur macht es möglich, dass die Zuschauer gebannt zitterten, ob die Bahn wohl glatt genug ist, dass ihre Kugel die Pins überhaupt erreicht.

Nachdem das erste Pin die Kugel fast vollständig zum Stillstand gebracht hat, wurde man für das lange Warten vom Abwurf bis zum Einschlag mit lehrbuchreifen, zeitlupenartigen Bildeindrücken belohnt:

Wie funktioniert es eigentlich tatsächlich, dass ein Pin das nächste umreißt?
Warum wird diese Kettenrekation manchmal unterbrochen?
Darauf gab es plausible Antworten. Zum Beispiel, wenn einem langsam umfallenden Pin schlichtweg die Kraft fehlte, ein weiteres berührtes Pins über ein leichtes Verrutschen oder kleines Wackeln hinausgehend, wirklich in ernsthafte Standfestigkeitsprobleme zu bringen.

Deshalb entwickelte Uschi beizeiten ein eigenes Messsystem für die Würfe: Die gefühlte Punktzahl. Z.B. 9 Punkte für einen Wurf, der 6 reale Zähler einbrachte. Es hatten aber tatsächlich drei weitere Pins gewackelt oder ihre Position kaum wahrnehmbar verändert, so dass man davon ausgehen konnte, dass diese bei höherer Abwurfgeschwindigkeit wohl zur Strecke gebracht worden wären. Uschi nahm zum Schluß doch eine schwerere Kugel und konnte fortan durch größeren Krafteinsatz die Differenz zwischen gefühlter und tatsächlicher Punktzahl deutlich verringern.

Horst Wauer verwendet die sehr riskante Zug-Abwurftechnik. Leider hat er diese gleich zu Beginn seiner Frau erklärt und sie musste es mit einem Riss im Daumennagel bezahlen. Damit war die Gesamtwertung für beide schnell gelaufen.
Horst sah lange wie ein sicherer 300 Punkte Werfer aus, bis er in Ehrfurcht vor der Leistung seiner Frau die eigene vernachlässigte.

Margit kegelte zwischendurch mit sehr mäßigem Erfolg, der Start in den Mitteldurchgang war selbst unter Berücksichtigung der Amtsholung noch schlimmer als eine Auslandsvorwahl… 13 von 20 Ratten belegen, dass die Nutzung der drei Löcher in den Kugeln ihren Zweck erfüllt. Als Margit – schmerzhaften Gesichtes – im wahrsten Sinne des Wortes mit viel Daumendrücken und kurz vor der verzweifelten Aufgabe wieder zur Nutzung der Löcher zurückkehrte, hatten die Pins fortan nicht mehr viel zu Lachen…

86 Punkte für 8 Runden waren allererste Sahne. Was wohl herausgekommen wäre, wenn der Daumennagel unversehrt hätte überdauern dürfen…

Nicht zu Unrecht wurde festgestellt, dass das Ergebnis einer Alterskomponente unterzogen werden müsste, um die Chancengleichheit zu wahren. So wurde eine „Alterskategorie (AK)“ errechnet. (Mittelwert des Lebensalters der Partner). Im Ergebnis wird deutlich, je jünger, desto höher die Punktzahl.

Für jedes Jahr über dem Durchschnitt wurde 1% addiert, unter dem Durchschnitt subtrahiert und damit das „altersgerechte Punktpotenzial (AP)“ errechnet. Jetzt rückt alles dicht zusammen, Rupps sind knapp vorne, Trodlers haben Glück und bleiben zweite, nur Bühns sind zu jung und fallen deutlich auf den letzten Platz zurück.

Eigentlich logisch laut Murphy, denn Jürgen Bühn hatte dieses Klassement am vehementesten gefordert…

 

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