4. Weihnachtsbowling 2005

14. Dezember 2005 in Ergebnisse

Ergebnisse 4. Excelsior-Weihnachtsbowling am 14.12.2005 in Dresden

Gesamt: 10 Paare

Finale
1. Martin Stammwitz & Felicitas Timmler 621 Pins (147/113/71) 331 – (105/88/97) 290
2. Ulrich & Ina Trodler 601 Pins (121/136/96) 353 – (63/95/90) 248
3. Christian Langer – Jenny Müller 581 Pins (107/162/101) 370 – (76/86/49) 211
4. Ronny Hormann – Anja Schulze 556 Pins (109/156/87) 352 – (65/60/79) 204
5. Matthias Rose – Annegret Fleischer 515 Pins (88/98/71) 257 – (91/87/80) 258
6. Karsten Wendt – Sylvia Weise 501 Pins (105/122/71) 298 – (76/76/51) 203
7. Phil Schwarick – Franziska Schöne 495 Pins (93/68/60) 221 – (97/73/104) 274
Vorrunde
8. Lukas Klotzsche – Kati* (sylviaulikarstenina) 474 Pins (91/89/57) 237 – (84/100/53) 237
9. Thomas Bühn – Melanie Kaiser 440 Pins (103/93/70) 266 – (63/52/59) 174
10. Alexander Schöne – Laura Dalicho 438 Pins (113/82/54) 249 – (65/67/57) 189

Diesmal war die Ausbeute zur vierten Auflage des Weihnachts-Partnerbowlings ziemlich mager: 10 Paare Negativrekord!
Dabei hatten sich Stargäste angekündigt: Ursula &Dietrich Rupp. Sie kniffen jedoch, als es ernst wurde, die Breitensportler können doch mittwochs nicht einfach alleine bleiben…?! Auch Christoph & Blanca fehlten leider. Da Andreas & Kerstin Hoffman sowie Andreas Lützner & Doreen Scheinpflug als zweit- und drittplatzierte des Vorjahres fehlten, schien die Titelverteidigung von Ulrich & Ina Trodler nur Formsache zu sein.
Die Qualität des Feldes steigt jedoch fleißig weiter: Der Durchschnittswert für ein Spiel kletterte auf 97! 100 wären spielend drin gewesen, wenn alle ihre Normalform gebracht hätten.
Da die Bahnen diesmal nicht so stark besetzt waren, konnten 27 Wertungsdurchgänge erzielt werden, das war neuer Rekord. Die Konkurrenz war trotzdem extrem spannend, weil es große überraschungen bei den Leistungen gab.
Im Vorfeld war keiner so begehrt wie Martin Stammwitz, speziell von einem Herren. Ein Paar besteht jedoch gemäß DTV-Sportordnung aus einem männlichen Partner und einer weiblichen Partnerin. Da sich exakt 20 Personen, 10 männliche und 10 weibliche, angemeldet hatten, bestand kein Grund zu Diskussionen. Kati, deren Nachname aus Karriereschutz-Gründen im Excelsior-Internet nicht mehr genannt werden darf, kam schon häufiger nur teilweise zum Weihnachtsbowling, blieb jedoch diesmal ganz fern, was speziell für den übrigbleibenden Herrn sehr bedauerlich war.
Partnering war diesmal mehr denn je gefragt… Martin Stammwitz, im Vorfeld heißester Favorit für die beste Einzelleistung neben Christian Langer, hatte sich schon gute Partnerinnen (z.B. Sandra Lossin) gesucht, aber noch nie ganz vorn mitgemischt. Mit antizyklischer Logik wählte er diesmal mit Felicitas Timmler die schlechteste Partnerin des Vorjahres. 95 Pins für 20 Wurf waren halb so gut wie der Durchschnitt aller Teilnehmer.

Es gibt offenbar zwei Dinge, die Flügel verleihen: Red Bull und die Liebe zu Martin Stammwitz. Anders ist diese in der Excelsior-Bowlinggeschichte einmalige Leistungsexplosion nicht zu erklären: 107 Pins für 10 Durchgänge waren eine Steigerung auf mehr als das Doppelte. Vielleich hatte dieses modische schwarze Tuch, das Felicitas über den Bauch gebunden hatte, doch eine asiatisch-meditative Leistungswirkung, außer der Betonung der Oberweite. Diese exzellente Partnerwahl (Felicitas war mit 32 Pins Vorsprung beste Dame) verschaffte Martin, der mit 147 Pins stark begann, aber insgesamt unter seinen Möglichkeiten blieb und zum Schluß auch die bessere Leistung seiner Dame anerkennen musste, das Glücksgefühl des ersten Triumphes beim Weihnachtsbowling. Sehenswert war sein Rinnen-Spagat, um das drohende überschreiten der Lichtschranke zu umgehen.
Dass Ina & Ulrich Trodler nicht gewannen, lag vor allem an Ina, 63 Pins im ersten Durchgang waren erschreckend (nach 115 im Vorjahr ein Leistungsimplosion auf 50 %…) Die beiden sind zwar das Aufholen von Rückständen gewohnt, aber diesmal war der Abstand zu groß. Uli wurde zweitbester Einzelbowler, bisher war er meist sehr knapp Dritter, diesmal mit einem Pin Vorsprung zweiter.
Der Kampfgeist der Akteure manifestierte sich u.a. beim zähen Ringen um eine Bowlingkugel der Größe 8 mit extra großen Fingerlöchern. Keine Kugel wurde öfter nach hinten geschleudert. Uli und Christian lieferten sich eine Ringkampfeinlage um dieses kostbare Gerät, Uli entschied diesen zwar für sich, am Ende war Christian aber dennoch bester Einzelbowler. Das es diesmal nicht zum Sieg reichte, lag erneut an Jenny, die ihre Formschwäche vom letzten Jahr noch nicht überwunden hat. Die ersten beiden Jahre war bei Christian der Knoten nicht geplatzt und Jenny war beste Dame, nun ist es umgekehrt. Wenigstens Bronze blieb den beiden diesmal. Christian übertraf zur Belohnung den alten Clubrekord für 10 Durchgänge mit 162 Pins um 3 Stück und löst Andreas Hoffmann als Halter ab.
Ronny Hormann fiel durch seine Wurfgewalt auf, hatte aber zwischendurch richtig gute Phasen. Nur mit einem Pin Rückstand Gesamtdritter konnte er mit seiner Partnerin Anja Schulze immerhin die Holzmedaille gewinnen. Für Anja sind das ungeahnte Höhenflüge, was für ein Glück, das ihr Andreas unbedingt Buchführung lernen musste. Beide haben sich im letzten Jahr mit ihrer schwachen Leistung optimal ergänzt. Einen Rekord kann man Anja aber nicht streitig machen: Bereits 3 Meter nach der Abwurflinie, etwa in Höhe der ersten Zielmarkierung, erreicht eine ihrer Kugeln die Rinne. Das muss man erstmal nachmachen…

Nach Platz 4 kam erstmal sehr lange nichts. Mit 40 Pins Abstand folgte ein neues Paar: Matthias Rose & Annegret Fleischer. Sehr ausgeglichenes Paar (einen Pin Abstand zwischen beiden). Die Dame sehr sehenswert mit ausbaufähigem Talent, der Herr binnenkörperlich etwas fest mit leichten Justierungsproblemen beim zweiten Abwurf.
Sehr erfreulich war die Leistung von Karsten Wendt/Sylvia Weise. Zum ersten Mal im Finale, der Herr mit elegantem Stil und die Dame, sonst nah am Wasser gebaut, verschonte die Vorratskammern ihrer Tränensäcke diesmal von spontanen Eruptionen. Wenn Späher von Proficlubs anwesend gewesen wären, Sylvia wäre die einzige gewesen, die sofort einen Vertrag erhalten hätte. Das war Technik in Perfektion, eine wunderschön anzusehende Parabelbahn mit Effet im Lauf der Kugel. Leider wurde die Kugel am Abwurf meist zu mittig aufgesetzt, so dass die rechts stehenden Pins zu oft verschont blieben.
Die Leistungsdichte ergab diesmal ein siebenpaariges Finale. Phil & Franzi wurden dort siebte. Franzi hat sich gut entwickelt, das war auch diesmal wieder zu sehen. Sie hatte ihre liebe Not mit Uli und der 8er Kugel, von Kavaliersdenken war da nichts zu spüren. Bei Phil will der Knoten einfach nicht platzen, auch diesmal war die Leistung nicht berühmt.
Das Anschlusspaar war nun leider kein wirkliches Paar.
Lukas Klotzsche…,
der einzige, dessen Nikotinabgase wieder für streng riechende Kleidung der Teilnehmer sorgten…
der einzige, der selbst nach Ratten mit Martin ekstatisch feiern konnte….
der einzige, der am Ende ohne Partnerin blieb, weil er im Vorfeld dreiste monosexuelle Forderungen stellte…

Das Kati als fiktive Partnerin am Ende exakt die gleiche Punktzahl wie Lukas selbst hatte (ja auch 237 Pins!), war eine glückliche Fügung, die die vier Akteure Sylviuaulikarstenina in schöner Teamarbeit zusammengeschustert hatten. Ein doppelter Lukas reicht eben nach wie vor nur für die Vorrunde. Was für ein Glück, dass Martin die Team-Offerte ausschlagen konnte, denn diese Paarung hätte nur zu Platz 4 gereicht. Felicitas hatte mal eben 53 Pins mehr, wer konnte das vorher schon ahnen…

Thomas Bühn der altgediente Vorwahlenbowler (diesmal begann er mit 0761 = Freiburg im Breisgau und endete mit 06707 = Guldental südlich von Mainz) ist der nette Junge von nebenan geblieben. Die großartige Mühe, die er all seinen Tätigkeiten immer zuteil werden lässt, ist selbst an den Justierungsschrauben seines Brillengestells noch erkennbar. Wenn der Mann talentiert wäre… Die 266 Pins sind in Anbetracht seiner bescheidenen Möglichkeiten respektabel und waren finalwürdig. 6 davon steuerte übrigens die Rinnenbegrenzung bei, die eine Kugel wieder auf die Bahn zurückschleuderte, was die knappe Mehrheit der Pins nicht in der Vertikalen überstand. Was Mellie wohl in dieser Zeit gemacht hat außer Bowling? Neben der Vorwahl von Taufkirchen am Inn (08630) war auch eine Auslandsvorwahl (0060) unter ihren Ergebnissen. Drei Chancen auf Bonuspunkte ergaben sich bei 27 Durchgängen. Allein diese Tatsache ist erschreckend. Das bei den 3 Bonuswürfen nur ein einziger Bonuspunkt zustandekam (Zwei Ratten, einmal haarscharf an der Rinne vorbei), sorgt fast für Sprachlosigkeit. Das konnte mit insgesamt 174 Pins nur zum letzten Gesamteinzelplatz reichen.

Es hatte sich lange angedeutet, die Formkurve war stets konkav gekrümmt, nun war es endgültig soweit: Alexander Schöne und Laura Dalicho sind Letzte. Alex und Laura haben sich durchaus nicht verschlechtert, nach ihren Punktzahlen kann man inzwischen die Uhr stellen. Das steigende Niveau beim Weihnachtsbowling hat sie nun jedoch geradewegs auf den Platz an der roten Laterne geführt. Einserseits bitter, denn der letzte Platz war heiß umkämpft, nur zwei Pins trennten sie von Thomas & Mellie. Andererseits: Es hat noch nie einen so starken Letzten Platz gegeben, denn 81 Pins pro 10 Durchgänge im Schnitt waren früher mal Durchschnitt und zeugen von der enormen Leistungsdichte, die inzwischen beim Weihnachtsbowling herrscht. Von nun an kann es ja nur wieder bergauf gehen.

Somit hat niemand die fehlenden Stars wirklich vermisst, wobei es spannend bleibt, wenn Sie nächstes Jahr wieder dabei sind.

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