3. Weihnachtsbowling 2004

18. Dezember 2004 in Ergebnisse

Ergebnisse 3. Excelsior-Weihnachtsbowling am 18.12.2004 in Dresden

Gesamt: 15 Paare

Finale
1. Ulrich & Ina Trodler 420 Pins (121/105) 226 – (115/79) 194
2. Andreas & Kerstin Hoffmann 403 Pins (159/80) 239 – (92/72) 164
3. Andreas Lützner – Doreen Scheinpflug 397 Pins (118/124) 242 – (76/79) 155
4. Christian Langer – Jenny Müller 391 Pins (121/114) 235 – (98/58) 156
5. Martin Stammwitz – Sandra Lossin 385 Pins (103/91) 194 – (103/88) 191
6. Thomas Grusser – Lilian Ebert 381 Pins (124/111) 235 – (71/75) 146
Zwischenrunde
7. Andreas Freund – Romy Schneider 352 Pins (119/61) 180 – (95/77) 172
8. Phil Schwarick – Franziska Schöne 326 Pins (66/83) 149 – (120/57) 177
9. Thomas Bühn – Melanie Kaiser 324 Pins (68/78) 146 – (111/67) 178
Vorrunde
10. Lukas Klotzsche – Sylvia Jumel 303 Pins (82/113) 195 – (55/53) 108
11. Alexander Schöne – Laura Dalicho 293 Pins (83/74) 157 – (73/63) 136
12. Robert Janik – Felicitas Timmler 274 Pins (87/92) 179 – (52/43) 95
13. Andreas Rachow – Anja Schulze 245 Pins (71/44) 115 – (66/64) 130
14. Christoph Kies – Kati Haenchen 197 Pins (66/63) 129 – (68/-) 68
15. Karsten Wendt – Sylvia Weise 140 Pins (96/-) 96 – (45/-) 44
Gaststar:
xx Annett Schöne 133 Pins (64/69) 133

Wie bei der Premiere waren diesmal wieder 15 Paare zur dritten Auflage Weihnachts-Partnerbowling am 18.12.2004 im Star Bowl des ODC am Start. Diesmal war sogar ein zusätzlicher Stargast dabei: Annett Schöne in Ihrer Funktion als Privatcoach Ihrer beiden Zöglinge und Jugendwartin brachte vorbildhaft ausserhalb der Wertung immerhin noch 133 Pins zur Strecke. Das Feld zeigte sich in diesem Jahr zwar vollkommen Illinger-frei aber trotzdem stark leistungsverbessert. Lag der Durchschnittswert für ein Spiel in ersten Jahr noch bei 82 Pins, steigerte er sich im Vorjahr auf 86,5 und und kam aktuell auf 93 Pins. So langsam ist der qualitative Grundstock geschaffen, um die BSA im TSC Excelsior Dresden auszugründen.

Die Konkurrenz war diesmal so spannend wie noch nie, 6 Paare kamen für den Sieg in Frage, diese fanden sich am Ende auch geschlossen im Finale wieder. Danach folgte ein Mittelfeld von einem Paar, dahinter die übrigen Paare. Der Zeitmangel führte diesmal dazu, dass bereits nach 18 statt der gewohnten 20 Wurf abgerechnet werden musste.

Die drei topgesetzten Paare wurden diesmal von Organisator Thomas Bühn (großes Kompliment an der Stelle) auf die Profi-Aussenbahn 12 gesetzt, zum einen, um sich beim direkten Duell in sportlicher Athmosphäre gegenseitig zu Höchstleistungen anzutreiben, zum anderen, um die Feierstimmung auf den anderen Bahnen nicht zu gefährden. Während die übrigen Paare noch mit der Justierung ihrer Wurfhand zu kämpfen hatten, legten Hoffmanns als Titelverteidiger los wie die Feuerwehr. Sie grenzten die Vorherrschaft auf der Bahn 12 schnell ab und machten dem übrigen Feld klar, dass es nur eine Frage zu klären gibt: Wer wird zweiter? 159 Pins für Andreas im ersten Durchgang waren zudem neuer Rekord in der Bowling-Geschichte.
Doch die Geschehnisse des Vorjahres wiederholten sich in umgekehrter Reihenfolge. Diesmal startete Ulrich Trodler, der mit Ehefrau Ina als beste Dame des Abends den Verlust von Tatjana Reitmann hervorragend kompensieren konnte, die Aufholjagd und stand nach 18 Durchgängen mit 17 Pins Vorsprung etwas zu deutlich zum zweiten Mal ganz oben. Das am Ende der Glücklichste und nicht der Beste gewann, zeigt der Fakt, dass nach einem phänomenalen 20. Wurf der Hoffmanns und dem gleichzeitigen Versagen der Trodlers das Tableau wieder andersherum ausgesehen hätte.
Andreas Lützner, der beste Herr des Abends, hatte in der Tat Grund, sich über das Nervenversagen seiner Partnerin Doreen Scheinpflug im entscheidenden 18. Durchgang in Grund und Boden zu ärgern. Nach einem Strike hätte Doreen in den zwei folgenden Würfen nur ganze 4 Pins zur Strecke bringen müssen, sie schob zwei Ratten, vergab alle Bonuspunkte und Silber war futsch.
Das auf den übrigen drei Bahnen trotz der Feierstimmung hervorragend gekontert wurde, viel erst zum Schluss auf: Mit Christian Langer und Jenny Müller war eine neue verheißungsvolle Paarung am Start, die zweifellos ein Geheimtip auf den Sieg war. Jenny, bisher beste Dame der bisherigen Veranstaltungen war eine der Enttäuschungen des Abends, 12 Nullnummern und nur 3 Abräumer, da half die hervorragende Vorstellung von Christian Langer, der an der Abwurflinie immer eine elegante Körperhaltung präsentierte nur zu zwei Holzmedaillen.
Martin Stammwitz hatte sich diesmal für Sandra Lossin entschieden. Eine gute Wahl, beide schöpften ihre Leistungspotenzen optimal ab, erzielten eine fast identische Punktzahl und bewiesen den Publikum, das zwei gute Mittelklassespieler bei guter Paarharmonie ganz vorn mitmischen können. Letzter im Finale wurde ein Paar, das man immer auf der Rechnung haben musste. Thomas Grusser, dessen Höhepunkt der Bowlingkarriere vorbei zu sein schienen, stand dieses Jahr deutlich weniger im Mittelpunkt des Medieninteresses. Nach einer Handyvorwahl und mageren 15 Punkten zu Beginn erlosch das letzte Interesse völlig, was ihm gut bekam: Er zeigte in der Folgezeit eine ordentliche Vorstellung und hätte auch der Sieger sein können. Seine Partnerin Lilian Ebert war keine Geringere als der Shootingstar des Vorjahres. Beim Anblick Ihrer indiskutablen Leistung blieb jedoch selbst hartgesottenen Fans die Spucke weg: Nur einmal alle abgeräumt, nur 71 Punkte im ersten Durchgang…..

Für das permanente Regenwettergesicht von Romy Schneider gab es gleich drei gute Gründe:
1. war sie die einzige, die 3 Fehlwürfe brauchte, ehe Ihre vierte Kugel die ersten Pins zum Einnehmen der Horizontalen nötigen konnte….
2. kegelte sie am konstantesten Vorwahlnummern, hätte den Strike-Rekord holen können, wenn sie nicht erst eine Kugel an allen 10 vorbeischiebt bevor dann alle fallen müssen….
3. Ist es zweifellos immer unschön, Anschlusspaar sein zu müssen….
Trotzdem hat sie mit Ihrem Partner Andreas Freund das Feld angenehm bereichert. Dieser machte seinem Namen alle Ehre spendierte seinen ersten Strike dem Namensvetter Andreas Rachow. Bei 4 Bahnen und 4 Andreassen hätte sich dieser Konflikt zwar vermeiden lassen, aber wo bliebe dann die Spannung.
Franziska Schöne war zunächst die überraschung des Abends. Im Vorjahr noch 94 Stück für 20 Wurf, diesmal 120 bei 10 Wurf. Steigerung auf das 2,5 fache!!!!! Der vorhin erwähnte Privatcoach hat offenbar ganze Arbeit geleistet….. Mit Phil Schwarick kann man (noch) nicht wirklich Blumentöpfe gewinnen, aber auch er steigerte sein Ergebnis um knapp 50 %. Die Vorjahresletzten ließen somit exakt die Hälfte aller Paare hinter sich. Respekt.
Thomas Bühn kümmerte sich als Organisator rührend um die Gäste und musste am Ende erschöpft vom Fahrstuhl die zwei Treppen nach unten gebracht werden. Das Wurfergebnis war dann auch nicht wirklich umwerfend…. Melli begann wie vor zwei Jahren stark, um dann wie gewohnt – aber auf hohem Niveau nachzulassen. Fazit: Platz 9 dank Melli für die geborenen Zwischenrundenteilnehmer.

Lukas Klotzsche gehört nach wie vor zu den schillernden Persönlichkeiten im Excelsior-Bowlingzirkus. Wenn der Nikotinspiegel im Laufe des Abends sein Grundniveau erreicht und das Suchtzentrum die ungewollten Schwingungen der Wurfhand merklich abklingen lässt, kommen wirklich sehenswerte Aktionen herum. Die 113 Punkte im zweiten Durchgang bei zwei Splits, einer Vorwahl und 5 Abräumern für 8 Wurf waren allererste Sahne. Seiner Partnerin Sylvia Jumel gelingt es wie keiner zweiten, die Kugel an den Rand der Auslaufrinne zu zielen. 5 Einser und 3 Zweier hätten die beste tänzerische Wertung des Abends ergeben. Beim Bowling hatte sie in Vier Durchgängen bisher 50, 54, 53 und 55 Pins. Man kann inzwischen die Uhr danach stellen……
Das bittere Ausscheiden geht klar auf Ihre Kappe.
Die Elften, Alexander Schöne und Laura Dalicho sind der lebende Beweis für das steigende Niveau beim Weihnachtsbowling. Vor zwei Jahren hat Ihre Leistung noch zum 5. Platz gereicht. Laura war diesmal etwas blasser als sonst und über die Zusammenhänge von Alexander Schöne und der Abwurfgeschwindigkeit schwerer Bowlingkugeln kann man inzwischen eine Doktorarbeit verfassen. Den vielen Pins, die am anderen Ende der Bahn von den fundamentalen Aufprallereignissen verschont in der Senkrechten bleiben durften, solls recht sein.
Robert Janik und Felicitas Timmler mussten im ersten Jahr viel Lehrgeld bezahlen. Er bot eine solide Leistung, sie kann sich von Martin Stammwitz in die Technik einweisen lassen. Drei geschlagene Paare sind immerhin ein Anfang.
Keiner bugsierte die Kugeln bisher so zielstrebig in die Auslaufrinne wie Andreas Rachow. 18 Ratten bei 36 möglichen Würfen, neuer Rekord. Hier wird die Tragweite der (Freund)(lichen) Strike-Schützenhilfe deutlich: 20 Ratten waren eigentlich möglich…… Anja Schulze verkaufte sich etwas teurer, die Leistung der beiden ist sicher ausbaufähig.
Christoph Kies allein war schon das Eintrittsgeld wert. Er ging zwar sorgsam mit den Pins um, aber sein Aktionsradius vor der Abwurflinie war immer ein Hingucker. Ihm gelang es auch als einzigem, einen Versuch wegen übertreten der Abwurflinie ungültig zu machen. Seine Partnerin Kati Haenchen warf leider nach einem Durchgang das Handtuch. Mehr als der Vorletzte Platz kam dabei nicht heraus.

Die Schlusslichter Karsten Wendt und Sylvia Weise mussten bei Ihrer Premiere gleich als Lückenfüller auf die Profibahn 12, ein hartes Los. Das schlechte Gewissen ob des donnernden Aufsetzgeräuschs der Kugel wenige Meter hinter der Abwurflinie nötigten den großgewachsenen Karsten nach 4 Ratten bei 5 Versuchen doch zur Beugung der durchaus vorhandenen Beimuskulator um die Abwurfhöhe der Kugel zu verringern. Siehe da: Er zeigte fortan eine richtig gute Leistung. Sylvia, von jeher nah am Wasser gebaut, musste kontinuierlich durch die Runden getröstet werden. Wenn die beiden nicht nach 10 Würfen aufgegeben hätten, sie wäre als Einzige in der Lage gewesen, Andreas Rachow den Rattenrekord abzujagen. In diesem Sinne bliebt es wieder spannend bis zum 4. Excelsior Weihnachtsbowling in einem Jahr.

 

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